Volleyball 3. Liga Ost

Keine Anzeichen von "Saisonschlusspanik" beim TV/DJK

Vor der Fahrt zum Top-Aufsteiger aus Chemnitz mischt sich bei den Hammelburger Volleyballerinnen Gelassenheit mit einer großen Portion Optimismus.
Nach dem Erfolg gegen Friedberg fährt Hammelburg, hier mit Tabea Lang (links), Theresa von Waldenfels und Carina Keilholz, mit erhobenen Haupt nach Chemnitz.  Foto: ssp
 
von OLIVER WENDT
Chemnitzer PSV - TV/DJK Hammelburg (Samstag, 19 Uhr)

Auf den Punkt motiviert und höchst konzentriert präsentierten sich die Saalestädterinnen (6./18) beim 3:1-Hinspiel-Erfolg gegen Chemnitz (3./22) und überließen dabei wenig dem Zufall. "Leider dient dieser Sieg nur bedingt als Orientierungspunkt, da mit Corina Ssuschke-Voigt deren Starspielerin nicht mit an Bord war", mit deren Einsatz Trainer Oliver Möller allerdings fest rechnet. Die Karriere der 33- Jährigen verdient zweifellos das Prädikat beeindruckend. Neben diversen Engagements bei deutschen und ausländischen Spitzenteams, mit denen sie Meisterschaften sowie nationale und europäische Pokalsiege errang, gewann die 250-fache A-Nationalspielerin auch zwei Vize-Europameistertitel mit der deutschen Nationalmannschaft. "Natürlich haben wir Respekt, aber betrachtet man deren bisherige Saisonergebnisse, ist Chemnitz ein Licht- und Schattenteam", so Möller, der von seinen Mädels natürlich vornehmlich Erhellendes erwartet. "Chemnitz ist ein bärenstarker Aufsteiger, waren die Saison immer unter den Top 3. Was ihnen allerdings fehlt, ist echte Konstanz, hier liegt vielleicht unserer Chance", verrät der Hammelburger Coach. Um einen Beleg für Chemnitzer Unbeständigkeit zu erhalten, muss niemand lange in den Tiefen des Ergebnisheftes blättern. Es genügt ein Blick auf das vergangene Spieltags-Wochenende. Konnte Chemnitz zunächst auswärts in einem dramatischen Tie-Break-Krimi Ligaprimus Augsburg-Hochzoll schlagen, zog der Gastgeber beim Tabellenfünften Lohhof am Folgetag ebenfalls im Tie-Break den Kürzeren.


Es liegt in der eigenen Hand

Mit einer großen Portion Optimismus begeben sich die First Ladies auf die knapp dreistündige Reise. Können sie auch, obwohl Hammelburgs Coach in Sachen Abstiegskampf noch lange keine Entwarnung gibt: "So war vor allem der klare Erfolg gegen Friedberg unheimlich wichtig für unserer gemeinsame Mission Ligaverbleib." Fünf Spieltage vor Ende der Saison haben die Hammelburgerinnen sechs Punkte Vorsprung vor dem Vorletzten Friedberg und neun vor Ligaschlusslicht Dresden. "Unser Restprogramm hat es zwar in sich und im Gegensatz zu letzter Saison steigen heuer zwei Teams ab, letztlich haben wir aber alles selbst in der Hand", so Möller, der sich in der Liga pudelwohl fühlt und auch bei seinen Mädels keinerlei Anzeichen von "Saisonschlusspanik" diagnostizieren kann.

"Jetzt freuen wir uns erstmal auf Chemnitz, bei denen es ja immer gut abgehen soll, was mich sowieso, aber auch meine Mädels, pushen soll." Bei Hammelburg fehlen Johanna Lesch, Christin Heim, Melanie Basmer und auch die beiden Youngsters Selina Helfmann und Paula Hepp stehen bei ihrem Landesliga-Team auf dem Feld, "sodass mein Kader sich mal eben auf zehn Spielerinnen reduziert hat." Aber weniger ist ja bekanntlich manchmal mehr.

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