Volleyball 2. Bundesliga

Jetzt muss auch noch Henning Schulte passen

Vor dem Spiel am Samstag (20 Uhr) in Delitzsch (3./25) liegen Freude und Frust bei den Hammelburger Jungs (11./12) mal wieder nah beieinander.
Pechvogel: Henning Schulte droht eine längere Pause. Foto: Susie Geißler
 
von OLIVER WENDT
Der 3:1-Erfolg gegen Rüsselsheim kurz vor Weihnachten sollte für die Hammelburger Ballkünstler eigentlich eine kleine Trendwende bedeuten. Und nach dem überraschenden Weggang von Zuspieler Benjamin Koch, hatten die Abteilungsverantwortlichen mit Kaspar Vuorinen, innerhalb kürzester Zeit einen Zuspieler mit internationalem Format präsentieren können.


Warten auf die Diagnose

"Wir haben uns über unseren Neuzugang noch nicht einmal zu Ende gefreut, schon erreichen uns neue Hiobsbotschaften", zeigt sich Co-Trainer Frank Jansen vor dem Gastspiel im Sächsischen zerknirscht. Außenangreifer Henning Schulte steht mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall vor dem unfreiwilligen Saison-Aus. "Dank unseres Teamarztes Kilian Rückel werde ich schon bald von einem Spezialisten untersucht. In etwa zwei Wochen werde ich dann die endgültige Diagnose bekommen", sagt der 24-Jährige, der wegen einer Fußverletzung bereits im vergangenen Jahr für Monate ausfiel. Sollten sich die schlimmsten Befürchtungen bestätigen, wäre Schulte, neben Zuspieler Aldin Dzafic und Mittelblocker Mario Radman, der sich Ende Januar einer Operation an der Schulter unterzieht, der dritte Ausfall eines Leistungsträgers in der aktuellen Saison, welcher die gebeutelten Saalestädter erneut ins Mark treffen würde.

"Es ist schon frustrierend, wie die bisherige Saison verläuft", beschreibt Trainer Tado Karlovic seine derzeitige Stimmung. Mit den Jungs aus dem Leipziger Norden, trifft man auf eine Truppe, welche in dieser Saison ganz besonders ihren Teamspirit lebt. Das Hinspiel liegt noch nicht allzu lange zurück. Damals konnte man den Sachsen immerhin einen Punkt abringen. "Delitzsch ist in dieser Saison vor Heimkulisse bärenstark und musste sich bisher nur den Freiburgern geschlagen geben", fährt Karlovic mit großem Respekt zum Tabellendritten.


Mit offenen Armen

Spannend wird, wie sich Hammelburgs Neuer auf der Zuspielposition einfindet. "Kasper wird sicher zwei Wochen brauchen, um sich in unser Spielsystem zu integrieren", weiß Karlovic. Aufgenommen wurde der Finne mit offenen Armen. "Er gibt den Spielern schon jetzt klare Anweisungen, was seine internationale Spielerfahrung zeigt", freut sich Jansen auf das Engagement von Vuorinen, der seine Qualitäten bereits beim Testspiel-Sieg in Schwaig zur Geltung brachte. Auch wenn gerade Trainer Karlovic nicht als Freund großer Dramatik bekannt ist: Im Kampf um den Ligaverbleib ist nun jedes Spiel ein Endspiel. Verletzungssorgen hin oder her...

zum Thema "TV DJK Hammelburg"

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