In Riedenberg ist Kopfzerbrechen nicht erlaubt

In Gerolzhofen erwartet den FC 06 Bad Kissingen eine lösbare Aufgabe. Der SV Ramsthal hat Blut geleckt und will auch in Geesdorf punkten.
Philipp Schmitt (zwei Tore) ist zusammen mit den Ott-Brüdern der beste Ramsthaler Torjäger und möchte auch in Geesdorf treffen. Foto: Hopf
 
von STEPHAN PENQUITT
FC Gerolzhofen - FC 06 Bad Kissingen (Samstag, 17.30 Uhr)
Mit einer Energieleistung verhinderte der FC 06 Bad Kissingen (2./16) eine weitere Niederlage und drehte gegen aggressive Forster einen 0:1-Rückstand in einen 3:1-Sieg. "Es war ein heiß umkämpftes und sehr intensiv geführtes Spiel. Wir haben zum Schluss vielleicht den kühleren Kopf bewahrt und deshalb gewonnen. Es freut uns auf jeden Fall, dass wir auch so ein Spiel für uns entscheiden konnten, das vom Spielverlauf her nicht so für uns lief", erinnerte 06-Trainer Thomas Lutz an die Forster Führung kurz vor der Pause und den verschossenen Elfmeter in Durchgang zwei. Mit der Auswärtspartie bei Schlusslicht FC Gerolzhofen (16./0) steht den Kurstadt-Kickern eine lösbare Auswärtsaufgabe ins Haus, wobei Lutz die Tabellenstände beider Teams nur wenig interessieren. "Das ist derzeit überhaupt kein Thema bei uns. Wir haben eine Auswärtspartie und werden dort das Spiel machen müssen. Ich erwarte Gerolzhofen mit einer sehr defensiven Spielweise, basierend auf Kontern." Lutz vertraut vorne auf die Durchschlagskraft von Anthony Brinkley, Sergej Kirichis, Vlad Ruja und Andrei Puscas gegen einen Gegner, der nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt. FC-Trainer Robert Tioka-Wirth sagte nach der 1:2-Niederlage im Kellerduell beim SV Ramsthal: "Wer so auftritt, muss sich mit dem Gedanken des Abstiegs befassen." Beim FC 06 Bad Kissingen fehlt Ervin Gergely berufsbedingt.

TSV Münnerstadt - DJK Dampfach
(Sonntag, 15 Uhr)
Mit dem 3:0-Auswärtssieg beim SV-DJK Oberschwarzach konnte der TSV Münnerstadt (4./15) die 0:1-Heimniederlage gegen Euerbach/Kützberg in überzeugender Manier wettmachen und schickt sich an, dauerhaft einen Platz in der Spitzengruppe für sich zu beanspruchen. Untermauern würde dies ein Dreier im Heimspiel gegen die DJK Dampfach (6./13). Doch Vorsicht ist geboten, denn Dampfach kam heuer deutlich besser aus den Startlöchern als noch in der vergangenen Saison und feierte am vergangenen Wochenende gegen Strahlungen ein fulminantes Comeback, als man aus einem 0:2-Halbzeitrückstand noch einen 5:2-Erfolg erspielte. Die Mürschter ihrerseits starteten in Oberschwarzach/Wiebelsberg konsequent und blieben das gesamte Spiel über hochkonzentriert. "Anfangs hatten wir eine perfekte Chancenauswertung, und dann haben wir sehr gut gegen den Ball gearbeitet. Deshalb war der Sieg verdient", so ein zufriedener TSV-Trainer Thomas Dietz. Er sieht in Dampfach einen unbequemen Gegner: "Das wird ein schwieriges Heimspiel. Dampfach hat drei Spiele nicht verloren. Wir müssen uns auf einen kampf- und laufstarken Gegner einstellen, der aus einer sicheren Defensive kommt." Im Übrigen ist es auch das Aufeinandertreffen der momentan besten Torschützen der Liga. Münnerstadts Simon Snaschel hat bereits neun Treffer auf seinem Konto, für Dampfachs Patrick Winter stehen acht Tore zu Buche. Nicht im Kader des TSV stehen diesmal Tobias Kröckel (Bänderanriss) und Patrick Schießer (Urlaub).

FC Geesdorf - SV Ramsthal (Sonntag, 15 Uhr)
Durch den verdienten 2:1-Erfolg im Kellerduell über den FC Gerolzhofen holte der SV Ramsthal (15./3) seine ersten Bezirksliga-Punkte und gab gleichzeitig die rote Laterne an die Steigerwälder ab. Nun gilt es für die Romsler dranzubleiben und auch in der Ferne Zählbares einzuheimsen. Gastgeber ist der FC Geesdorf (10./9), der nach schwachem Saisonstart mit fünf Spielen ohne Sieg jüngst zweimal hintereinander erfolgreich war. "Geesdorf scheint auf dem Weg der Besserung, aber sie sind wohl noch nicht ganz auf dem Niveau, das sie in den beiden Spielzeiten zuvor hatten. Ob unser Sieg gegen Gerolzhofen eine Art Befreiungsschlag war, wird sich dort zeigen. Dazu müssen wir an die vorangegangene Leistung anknüpfen und diese stabilisieren", hofft SV-Coach Nico Schell auf Einkehr von positiver Kontinuität. Beim ersten Saisonsieg zeigten sich seine Jungs zielstrebiger, bissiger "und geiler auf die drei Punkte. Es war für die Moral unendlich wichtig", so Schell. Der kommende Gegner Geesdorf holte sich in Riedenberg ebenfalls drei wichtige, aber auch glückliche Punkte ab, die Stefan Weiglein kurz vor Schluss mit seinem Tor sicherte. Verzichten müssen die Grün-Weißen nur auf "Wallfahrer" Matthias Hallhuber.

FC Strahlungen - SV Riedenberg
(Sonntag, 15 Uhr)
Zum starken Aufsteiger FC Strahlungen (5./14) führt die Reise des SV Riedenberg (13./8), der jüngst zuhause gegen Geesdorf völlig unnötig mit 0:1 unterlag und sich damit erst einmal in den hinteren Tabellenbereich eingeordnet hat. Dies löst bei den Verantwortlichen allerdings kein Kopfzerbrechen aus, denn zum einen ist die Saison noch recht jung, und zum anderen weiß man, was man kann, wenn ein gefüllter Kader zur Verfügung steht, was zuletzt ja nur selten der Fall war. "Es ist wichtig für uns und auch für das Umfeld, dass wir da ruhig bleiben und sauber weiterarbeiten. Natürlich war nach so einer Niederlage wie gegen Geesdorf die Enttäuschung in der Mannschaft groß, doch wir lassen den Kopf nicht hängen und haben alles gut analysiert", strahlt SV-Trainer Rüdiger Klug Zuversicht aus. Klar, auch mit dem Wissen, dass das 0:1 einer mangelhaften Chancenverwertung geschuldet war, denn Möglichkeiten zu Toren gab es zuhauf. Allerdings fehlte Torjäger Stefan Wich urlaubsbedingt und James Galloway musste kurzfristig für Christoph Dorn in die Innenverteidigung rücken. Den Weg nach Strahlungen machen die SVler diesmal wieder fast in Vollbesetzung. Lediglich hinter Christoph Dorn (Magen-Darm-Grippe) steht ein Fragezeichen, Fabian Seuring weilt noch im Urlaub. Strahlungens Team um Trainer Thorsten Seufert kehrte jüngst aus Dampfach nach einer 2:0-Pausenführung noch mit einer 2:5-Packung - und damit der zweiten Saisonniederlage - heim und hegt natürlich Gelüste auf Wiedergutmachung.





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