Großbardorfs zackige Gelegenheit zur Revanche

Die Elf von Dominik Schönhöfer empfängt diesmal im Pokal den TSV Aubstadt. Der FC 05 Schweinfurt tritt zeitgleich in Aschaffenburg an.
Ob in der Halle, der Liga oder im Toto-Pokal: Bei Duellen zwischen dem TSV Großbardorf (rechts Manuel Orf) und dem TSV Aubstadt (Christoph Rützel) geht es immer zur Sache.  Foto: Anand Anders
 
TSV Großbardorf - TSV Aubstadt (Mittwoch, 18 Uhr)
Für die einen war es ein Stich ins Herz, für die anderen der Schuss ins Glück. Dreieinhalb Wochen ist es her, dass Max Schebak dem TSV Aubstadt mit seinem Treffer in letzter Minute den Derbysieg in der Bayernliga Nord beim TSV Großbardorf bescherte. Für die Grabfeld-Gallier bietet sich jetzt die Chance zur Revanche, wenn auch in einem anderen Wettbewerb.

Sich zu revanchieren, darauf hat Manuel Orf so richtig Lust in der zweiten Totopokal-Runde auf Verbandsebene. Die Erinnerungen an das 0:1 Ende Juli sind noch frisch: "Klar denken wir noch daran. Das war bitter, das hat uns gefrustet. Diesmal wollen wir gewinnen." Der 24-Jährige ist seit langem als "aggressive leader", als Anführer in Sachen Aggressivität und Zweikampfverhalten, der Grabfeld-Gallier etabliert. Er scheut kein Duell, keine Konfrontation und dirigiert lautstark seine Neben- und Vorderleute. Mit ihnen glaubt er sich "auf dem richtigen Weg zurück zu alter Stärke." Nach einem etwas holprigen Start in der Liga seien die letzten beiden Spiele, der 1:0-Sieg beim WFV und das 0:0 gegen Amberg, "große Schritte in die richtige Richtung" gewesen. "Da haben wir gute Leistungen gezeigt."


Konzentrierte Vorstellung

Eine solche wird auch nötig sein, wenn man die Aubstädter diesmal bezwingen will. Das weiß auch Gallier-Coach Dominik Schönhöfer: "Das Spiel gegen Amberg war in taktischer Hinsicht unser bestes in dieser Saison. Eine solch konzentrierte Leistung ist auch gegen Aubstadt gefordert. Wichtig ist, dass wir alles geben. Sollte Aubstadt wieder besser sein, akzeptieren wir das."

Die Aubstädter haben von ihren letzten fünf Pflichtspielen vier gewonnen. Bei der einzigen Niederlage, dem 2:3 gegen Eichstätt, bot man der derzeitigen Übermannschaft der Bayernliga Nord einen heißen Kampf. "Die Mannschaft hat sich gefunden", findet TSV-Akteur Christoph Rützel. Woran man das merkt? Alle Spieler hätten verinnerlicht, dass der Erfolg des Teams im Vordergrund stehe, nicht der persönliche. "Einer muss auch den vorletzten Ball spielen. Wenn der gelingt und es fällt ein Tor, dann haben es zwei Spieler super gemacht", sagt der Herbstädter, der seit 2011 eine feste Größe im Aubstädter Spiel ist. Und auch in Großbardorf wieder gesetzt sein dürfte. Die Aubstädter müssen auf die beruflich verhinderten Julian Grell und Max Schebak verzichten, für David Noack kommt die Partie nach dem Nasenbeinbruch vor zehn Tagen gegen Eichstätt zu früh. Trainer Josef Francic kündigt an, Spielern wie David Bauer, Patrick Kirsten, Sascha Bäcker oder Ulrich Scheidel, die in der Liga zuletzt nicht zu den Stammkräften gehörten, Bewährungschancen einzuräumen.

Bei den Grabfeld-Galliern steht Björn Schönwiesner wieder zur Verfügung, der auf die angestammte linke Seite rutschen oder aber, wie vor zehn Tagen in Würzburg, von Dominik Schönhöfer in vorderster Front aufgeboten werden könnte. "Dadurch werden wir wieder variabler", sagt Manuel Orf, "und unberechenbarer." dr

Vikt. Aschaffenburg - FC Schweinfurt 05 (Mittwoch, 18 Uhr)
Leichter Unmut herrschte beim FC 05 nach der Auslosung der zweiten Pokalrunde: "Ich kann nicht so ganz nachvollziehen, dass wir kein Derby haben. Da hätte sich sicherlich die ganze Stadt gefreut", sagt Trainer Gerd Klaus. Warum? Weil die FT Schweinfurt zeitgleich lieber gegen die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach spielt, die Turner hatten sich als Kreissieger ihren Gegner aussuchen dürfen. Dass den 05ern die Aufgabe beim Bezirksligisten von der Maibacher Höhe besser in den Kram gepasst hätte, ist nachvollziehbar. Kurze Anreise, sportlich einfacher zu lösen. Nun geht's eben nach Aschaffenburg. Und beim Regionalliga-Absteiger wird der FC sich strecken müssen. Vorige Saison gelang kein Sieg gegen die Viktoria (0:2, 1:1). "Wir spielen mit der Topaufstellung", sagt Klaus, der nur Kapitän Marco Janz ersetzen muss. ssi





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