Fuchsstadts schlechte Erinnerungen

Das damalige 2:9 zwischen den Füchsen und dem TSV Abtswind wird sich wohl nicht mehr wiederholen. Mit Selbstbewusstsein will der FC das Spiel angehen.
 
von PETER BALTHASAR
TSV Abtswind - FC Fuchsstadt (Samstag, 14 Uhr)

Vor dem Unterfrankenderby zwischen dem TSV Abtswind (4./33) und dem FC Fuchsstadt (9./26) dürfte eines sicher sein: Das Ergebnis des Hinspieles wird sich nicht wiederholen. Bei der damaligen 2:9-Klatsche misslang den "Füchsen" so gut wie alles. Und die Steigerwälder zauberten eine Chancenverwertung hin, die sie nach eigenem Bekunden im Rückspiel nicht erwarten. "Die Niederlage war für uns vielleicht auch heilsam, weil die Spieler dann gewusst haben, was passiert, wenn die nötige Einstellung und Leidenschaft bei neunzigminütiger Unkonzentration fehlt", sagt FC-Trainer Martin Halbig.

In den Spielen darauf lief es bei den Kohlenberglern wieder besser. Mit Selbstbewusstsein will man auch ins Match, das aufgrund der problematischen Platzverhältnisse allerdings auf der Kippe steht. Der Gegner, der aufgrund der Tabellensituation naturgemäß als Favorit dieser Auseinandersetzung gilt, will sich laut Coach Petr Skarabela keinen Punktverlust leisten, die Gastgeber haben ihr Saisonziel nun auf das Erreichen des zweiten Tabellenplatzes beschränkt. Mit einem Heimsieg soll die Aufholjagd eingeleitet werden, drei Punkte würden auch für ein ruhiges Weihnachten und eine perspektivisch gute Vorbereitungsphase sorgen.

Die Ausgangsbasis der TSVler wäre noch besser, würde man sich nicht ab und an unerwartete Punktverluste leisten. So wie beim letztwöchigen 3:3 in Lichtenfels, wo man dann noch froh sein musste, dass in Unterzahl ein 1:3-Rückstand mit einem Last-Minute-Tor wettgemacht wurde. In Oberfranken lief die Skarabela-Elf allerdings ersatzgeschwächt auf, gegen die Halbig-Elf sieht es in dieser Hinsicht wieder besser aus. So kehren der kantige Innenverteidigung Daniel Hämmerlein und der zuletzt gesperrte Torjäger Pascal Kamolz wie auch Mannschaftskapitän Michael Herrmann in die Startformation zurück. Fraglich bei den Gastgebern ist der Einsatz von Stürmer Jörg Otto, der sich im Training eine Knieverletzung zuzog. Aber mit Peter Mrugalla und dem jungen Steffen Barthel verfügen die Weindörfler über weitere offensivstarke Kräfte.


Abwehrnetz stricken

Dass die Chancenverwertung des Tabellenvierten zuletzt unbefriedigend ausfiel, lässt die Gäste auf eine Überraschung hoffen. "Aus unserer Außenseiterrolle heraus streben wir einen Punktgewinn an. Nur hinfahren und kampflos die Punkte abliefern, widerstrebt nicht nur mir", sagt Halbig, der aus einer verstärkten Defensive heraus agieren lassen wird. "Wir müssen ein dichtes Abwehrnetz aufbauen, denn wenn wir dem Gegner wieder solche Freiräume wie im Hinspiel gewähren, ist ein nochmaliges Debakel vorprogrammiert." Doch der Aufsteiger hat dazugelernt, hat nichts zu verlieren und überwintert auf einem komfortablen Mittelfeldplatz. "Der ist aber kein Ruhekissen", so der Coach, der mit dem bisherigen Abschneiden allerdings zufrieden ist und das angestrebte Punkteziel zur Winterpause als erfüllt sieht.





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