Einige Seubrigshausener Fans ohne Hoffnung

Drei Poppenlauer Chancen bringen der SG Oerlenbach eine 0:2-Niederlage ein. Eine bessere Sorte torloser Begegnungen für Münnerstadt in Hohenroth.
 
von PIA SCHMITT
SG Oerlenbach/​Ebenhausen - FC Poppenlauer 0:2 (0:1). Tore: 0:1 Tim Potschka (19.), 0:2 Timo Götz (47.). Gelb-Rot: Sebastian Borst (90., Oerlenbach).
Bei der zur Zeit extrem ersatzgeschwächten SG Oerlenbach legte Poppenlauer die optimale Torausbeute vor: Drei Chancen, zwei Tore. "Kein Team hat das Spiel dominiert", erläuterte SG-Pressesprecher Alexander Schreiner. Neben den drei Chancen auf der Seite der Gäste war die Spielgemeinschaft in Halbzeit eins nur einmal vor dem Tor, Daniel Franz konnte den Ball aber nicht im Kasten von Manuel Düring unterbringen. Ein Kuriosum gab es in der ansonsten langweiligen Partie: Ein Zuschauer, der den Linienrichter von Poppenlauer bei einem schnellen Einwurf der SG beleidigt haben soll, wurde des Platzes verwiesen.

FSV Hohenroth - TSV Münnerstadt II 0:0.
Das Spiel gehörte zur besseren Sorte torloser Begegnungen, wie FSV-Informant Marcel Fuchsberger angab. "In den ersten 20 Minuten haben sich beide Mannschaften nur abgetastet. Beide hatten anscheinend Angst in Rückstand zu geraten." Da sich die Teams im Mittelfeld neutralisierten, erhielten die Sturmspitzen sehr wenige verwertbare Bälle, so der Informant. Wenn es wenige Torraumszenen und wenige Tormöglichkeiten gibt, ist das torlose Endergebnis die einzige logische Folge, auch für Fuchsberger. "Insgesamt geht deshalb das Unentschieden in Ordnung", bilanzierte der FSV-Informant. rus

SG Arnshausen/​Bad Kissingen II - SG Bad Bocklet/Aschach 2:1 (1:1). Tore:
0:1 Carsten Ulrich (11.), 1:1, 1:2 Daniel Jermaschew (38./Handelfmeter, 58.).
Die erste Halbzeit gehörte dem Gast. Bad Bocklet war feldüberlegen, einen langen Ball unterlief die Viererkette der SG Arnshausen, Carsten Ulrich schnappte sich die Kugel und schob aus 16 Metern überlegt ein. Danach verpasste es Bad Bocklet laut Johannes Friedrich aber, die Führung auszubauen. Die Stimmung war hitzig, einige Gäste-Zuschauer waren mit dem Schiedsrichter unzufrieden, übersahen aber, dass ihrer Mannschaft die Luft ausging. Die gastgebende SG schlug einen halbhohen Flankenball in den Sechzehner, den ein Gegner nur mit der Hand stoppen konnte. Daniel Jermaschew fasste sich ein Herz und traf zum Ausgleich. "Nach der Pause waren wir wacher, obwohl wir es versäumt haben, einige Konter zu Ende zu spielen", so der Abteilungsleiter. "Auch uns ging die Luft aus." Aufgrund der besseren ersten Hälfte von Bad Bocklet/Aschach wäre ein Unentschieden gerecht gewesen.

TSVgg Hausen - FC Strahlungen II 3:1 (2:1). Tore: 1:0 Sergej Huck (10., Handelfmeter), 2:0 Tobias Burigk (14.), 2:1 Erik Hach (27.), 3:1 Patrick Häfner (69.). Bes. Vorkommnis: Kilian Schlereth (Hausen) hält Foulelfmeter von Steffen Hein (53.).
Eine kurze Schrecksekunde gab es, als der Schiedsrichter unterbrechen musste. Er hatte sich eine Zerrung geholt, konnte aber nach kurzer Behandlung weiter machen. "Danach war es kein überwältigendes Spiel mehr, nur normales Geplänkel", so TSVgg-Informant Rudi Müller. Zufrieden sei man zwar mit den drei Punkten, aber eigentlich hätte der Sieg höher ausgehen müssen für Hausen. "Viele Chancen wurden nicht verwertet. Zudem war der Gegner bissiger als wir", sagte Müller. Einige Strahlunger Chancen seien "nicht von schlechten Eltern" gewesen, trotzdem ging es vordergründig nur auf Andre Thains Tor zu. Den Sieg hielt vor allem Keeper Kilian Schlereth mit dem abgewehrten Elfmeter beim Stand von 2:1 fest.

SG Seubrigshausen/Großwenkheim - TSV Nüdlingen 1:4 (0:3). Tore: 0:1 Fahed Harba (34.), 0:2 Tobias Seufert (41.), 0:2 Kevin Kessler (43.), 1:3 Patrik Schmitt (74.), 1:4 Kevin Kessler (90.).
"In der ersten Halbzeit waren die Nüdlinger aggressiver, zweikampfstärker, druckvoller vor dem Tor und sehr abschlusssicher", bilanzierte Seubrigshausens Pressewart Ludwig Schmöger. Diese erste Halbzeit habe die Partie entschieden. "Sie hatten einfach mehr Chancen als wir", so Schmöger neidlos. "Wir waren zu harmlos, in den Zweikämpfen unterlegen, verängstigt und verunsichert." Bei herrlichem Herbstwetter sahen um die 60 Zuschauer Benjamin Oppermann mit der einzigen Chance der SG in der ersten Halbzeit, doch Torwart Johannes Schaub stand gut. In der zweiten Hälfte ließ Nüdlingen etwas nach, Leo Pfennig traf aber nur den Pfosten. Patrik Schmitt konnte seine Chance in der Druckphase der Gastgeber zum 1:3 verwandeln. Weil Elefterios Sawwidis nur den Pfosten traf, reichte es nicht mehr, um Nüdlingens Vorsprung einzudampfen. Ein Schrägschuss von Kevin Kessler stellte den alten Abstand wieder her. Die Stimmung der SG-Fans sei danach bedrückt gewesen, "vielleicht haben einige die Hoffnung bereits aufgegeben", so Schmöger.

SV Ramsthal II - VfL SpFr Bad Neustadt II 0:2 (0:1). Tore: 0:1, 0:2 Rene Balling (25., 90.+4, Foulelfmeter).
"Die Partie hätte nach dem Spielverlauf eigentlich mit einem Unentschieden enden müssen", erklärte der enttäuschte SV-Trainer Jürgen Schmitt. Das Spiel verlief chancenarm, weil sich die Kontrahenten im Mittelfeld neutralisierten und die Deckungsreihen sicher standen. Der Führungstreffer der Saalestädter resultierte aus einem Nachschuss ihres Routiniers Rene Balling, der nach abgewehrtem Freistoß einnetzte. Der Gastgeber setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte, lief in der Nachspielzeit in einen Konter, der unfair unterbrochen wurde. Balling trat erneut zur Ausführung an und ließ Keeper Simon Schneider keine Abwehrmöglichkeit. sbp





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