Dieses Spiel muss der FC 05 gewinnen

Aufsteiger SV Seligenporten ist aktuell die Schießbude der Liga. Da zählt für die Elf von Gerd Klaus am Freitag (19 Uhr) nur ein Heimsieg.
 
Nein, einfach zum Tagesgeschäft übergehen konnte Marco Janz nicht. Der 23-Jährige verrät: "Ich konnte schlecht einschlafen, erst um drei oder vier Uhr. So ein Spiel verarbeitet man nicht so einfach. Aber bis Freitag wird es unsere Aufgabe sein, das aus den Köpfen rauszubekommen und eine ganz andere Leistung zu zeigen." Worte, die die nach dem 0:3 in Illertissen am Dienstagabend erbosten Fans gerne hören werden.

Den Unmut der Zuschauer kann Janz nachvollziehen: "Ich kann die Fans verstehen, die sind natürlich enttäuscht und sauer. Der Anspruch hat sich hier geändert", weiß Janz, der im vierten Jahr für die 05er spielt und vor dieser Saison die Kapitänsbinde vom nach Erlangen-Bruck abgewanderten Bastian Lunz übernommen hat - "eine große Ehre für mich in so einem Verein", sagt der Student, der seine Rolle aber nicht überinterpretieren will: "Ich verhalte mich genauso wie immer. Und bei uns hat jeder das Recht, etwas zu sagen. Gerade die älteren, erfahrenen Spieler."

Erfahrung wird den 05ern in der aktuellen Situation gut tun. Denn der Druck ist schon vor dem fünften Spieltag und dem richtungsweisenden Heimspiel gegen den SV Seligenporten greifbar an der Niederwerrner Straße: "Von den nächsten drei, vier Spielen hängt viel ab", sagt Janz, der aber weiterhin von einer guten Saison der 05er überzeugt ist. "Wenn wir als Team zusammenwachsen, kann das gut werden." Das sollte schleunigst gelingen. Alles andere als ein Heimsieg über den Aufsteiger, der bislang alle vier Spiele verloren und dessen Torhüter, der Ex-Schweinfurter Christopher Pfeiffer, in den jüngsten beiden Matches unglaubliche 18 Gegentore kassiert hat, kommt nicht infrage. "Wir wissen, dass wir gewinnen müssen", so Janz.

Das weiß auch der Trainer. "Es zählen nur die drei Punkte", sagt Gerd Klaus, der auch ein "1:0 in der 90. Minute" nehmen würde. Überhaupt appelliert der 45-Jährige, der selbst als Spieler und Trainer beim SV Seligenporten aktiv war, an die Geduld. An die der Mannschaft und an die des Umfelds: "Wir haben einen Umbruch vollzogen und der braucht nun einmal Zeit. Viele Spieler hatten eine sehr kurze Vorbereitung und deshalb müssen wir jetzt einfach noch mehr Einsatz zeigen und nicht alles spielerisch lösen wollen", so der Coach, der auch am Freitagabend ein "Geduldsspiel" erwartet: "Wir dürfen uns von den letzten Ergebnissen nicht blenden lassen. Seligenporten wird sehr tief stehen und mit Handauflegen werden wir da auch nicht durchkommen. Bis wir den Dosenöffner finden, wird's eine schwere Aufgabe."

Diese wird Klaus wieder mit zwei Spitzen - Adam Jabiri und Nicolas Görtler - angehen. Wieder dabei sein wird Steffen Krautschneider, der wie Philip Messingschlager und Johannes Bechmann in Illertissen angeschlagen pausiert hatte. Hinter den Einsätzen der beiden Defensivspieler steht ein dickes Fragezeichen. Trotzdem werden es die elf auf dem Feld irgendwie richten müssen. Nicht nur für die Nachtruhe des Kapitäns . . .

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