Die Zweifel sind bei den Galliern verflogen

Der TSV Großbardorf geht mit Selbstvertrauen ins Duell mit dem Zweiten aus Neumarkt.
Eine Jubelpose wie nach seinem ersten Saisontor gegen den SV Erlenbach möchte Manuel Leicht, Kapitän des TSV Großbardorf, auch gegen den Tabellenzweiten ASV Neumarkt zeigen.  Foto: Anand Anders
 
TSV Großbardorf - ASV Neumarkt (Samstag, 16 Uhr)
Hallo, das war doch ein Ausrufezeichen, das der TSV Großbardorf (7./18) mit dem 4:0 gegen den SV Erlenbach am Samstag gesetzt hat. Nicht nur das Ergebnis passte. Auch die Art und Weise, wie der Erfolg herausgespielt wurde, war durchaus bemerkenswert und erinnerte an die starken Auftritte, die man in der vergangenen Saison vom TSV gewöhnt war. In der Rückwärtsbewegung zeigten sich die Grabfeld-Gallier gut sortiert und zweikampfstark, bei Ballgewinn wurde schnell umgeschaltet und konsequent in die Lücken gestoßen. Eine "klasse Leistung" attestiert Trainer Dominik Schönhöfer seiner Elf auch noch einige Tage später, vergisst aber nicht zu erwähnen, dass "wir natürlich noch einige Hochkaräter vergeben haben."


An diesem Tag kein Maßstab

Allerdings war der SV Erlenbach kein Maßstab für die Großbardorfer, präsentierte sich im Dauerregen nicht in der Verfassung, um sie wirklich zu fordern. Das wird an diesem Samstag ganz anders werden. Dann gastiert mit dem ASV Neumarkt die Überraschungsmannschaft der Liga an der Unterhofer Straße. Nach zwei Jahren in der Landesliga sind die Oberpfälzer als Meister der Staffel Nordost in die Bayernliga Nord zurückgekehrt. Und wie! Mit 24 Punkten rangiert die Mannschaft von Dominik Haußner (38) auf dem zweiten Platz hinter Überflieger VfB Eichstätt. "Sie bekommt Komplimente von allen Seiten", zeigt sich Dominik Schönhöfer nach Gesprächen mit Trainerkollegen und der Lektüre von Zeitungsartikeln beeindruckt.


Der Motor stottert leicht

Körperlich soll der ASV in einem hervorragenden Zustand sein, hat Schönhöfer herausgefunden, und ob der Ergebnisse über tüchtig Selbstvertrauen verfügen. Allerdings stotterte der Neumarkter Motor zuletzt etwas. In Bamberg vor zwei Wochen setzte es die zweite Saisonniederlage, der ein Remis gegen Sand folgte.
"Wir werden unwahrscheinlich konzentriert auftreten müssen", stellt Dominik Schönhöfer seine Mannen auf einen starken, weil sehr ausgeglichenen Gegner ein, der auf beinahe allen Offensivpositionen Torgefahr ausstrahlt. Das tat der TSV Großbardorf in der Vorwoche auch. Vier Tore bei einer zweistelligen Anzahl bester Einschussgelegenheiten sind freilich verbesserungswürdig. Zumal es in den vergangenen Wochen immer mal wieder bei diesen Thema krankte bei den Grabfeld-Galliern. Diesmal "werden wir nicht viele Chancen bekommen", hat Schönhöfer seinen Mannen eingeschärft und etwas mehr Konsequenz im Abschluss angemahnt. Manuel Leicht und Shaban Rugovaj, die gegen Erlenbach als Doppelspitze agierten, sollten jedenfalls ihre Zweifel vor dem Tor abgeschüttelt haben, beide beendeten vergangenen Samstag ihre torlose Zeit. "Der Sieg und das Auftreten gegen Erlenbach haben allen gut getan und Selbstvertrauen gegeben", hat Dominik Schönhöfer im Training beobachtet.


Eine Schrecksekunde

Das am Dienstag freilich nicht ohne Schrecksekunde abging. Björn Schönwiesner, gegen Erlenbach der auffälligste Grabfeld-Gallier, stürzte aufs Knie und trug eine starke Prellung davon. Ob und gegebenenfalls wie lange er pausieren muss, ist noch offen. "Wir hoffen natürlich, dass es bis Samstag wieder geht, denn Björn ist momentan sicherlich in einer Top-Verfassung und extrem wichtig für unser Spiel", sagt Schönhöfer, der weiterhin auf die Langzeitverletzten Stephan Piecha, Benjamin Freund und Marcel Wehr sowie den kranken Jean-Bosco Makengo verzichten muss. Ansonsten hat sich die personelle Situation etwas entspannt. Was Schönhöfer den Luxus erlaubte, zuletzt Sechs-Tore-Angreifer Pascal Stahl sowie die Dauerbrenner Maximilian Zang und André Rieß aus der Startelf rochieren zu können. Ihren Vertretern bescheinigte Schönhöfer einwandfreie Vorstellungen, so dass man gespannt sein darf, ob die etablierten Kräfte wieder auf ihre Positionen zurückkehren.

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