Die Wölfe sind immer für Überraschungen gut

Auf den ärgerlichen Abgang von Tim Tarvis reagieren die Kissinger mit der Verpflichtung von Martin Oertel. Ein Nordamerikaner steht bereits Gewehr bei Fuß.
 
von JÜRGEN SCHMITT
Nun gut, die Kissinger Wölfe hatten am Freitag auch das zweite Derby gegen die Mighty Dogs verloren (3:7). Kein Beinbruch, weil die Schweinfurter in dieser Landesliga-Gruppe das Nonplusultra darstellen. Und weil bei den Saalestädtern nach drei Siegen zuvor der Trend dennoch stimmt. Umso ärgerlicher war der kurzfristige Abgang von Stürmer Timothy Tarvis, der bereits nach dem Spiel in Amberg seinen Abschied gen Schweden ankündigte. "Aufgrund der sofortigen Ausreise und des Vertragsbruches wurde die weitere Zusammenarbeit mit Tim Tarvis aus Wölfe-Sicht gekündigt und auch zukünftig ausgeschlossen", äußerte sich Vorsitzender Michael Rosin. Als Ersatz für Tarvis wird ein weiterer Nordamerikaner gehandelt, der bereits seit vielen Jahren in Deutschland lebt und spielt. "Der 33-jährige Sprachlehrer und Streetworker steht zur Zeit mit uns in engen Verhandlungen. Wir erwarten den Abschluss und Freigabe noch in der kommenden Woche", so Rosin. Bereits für das Spiel am Freitag in Straubing spielberechtigt ist Martin Oertel, der vom Bayernligisten ESV Buchloe an die Saale wechselt. Zurück zu den Wurzeln lautet hier das Motto, denn der 32-Jährige mit Oberliga-Erfahrungen von seinen Stationen bei den Crocodiles Hamburg, Wedemark Scorpions oder beim EHC Neuwied in stammt aus der Talentschmiede des SC Bad Kissingen und spielte für seinen Heimatverein zuletzt in der Saison 2012/2013. "Bei ihm weiß ich, wie er spielt und wie er tickt", sagt Rosin über den in Augsburg beschäftigten Lehrer.

Dass im Icedome vor über 1000 Zuschauern dennoch zwei Reihen dem Tabellenführer trotzten, lag an der last-minute-Verpflichtung von Jan Pantkowski, der seinen Spielerpass noch bei den Wölfen hat. "Das war aber wohl eine einmalige Geschichte. Jan bleibt in Kassel und wird nur in Notsituationen aushelfen." Die Ergebnisse der unmittelbaren Konkurrenz dürften den Kurstädtern gefallen haben vor ihren abschließenden Spielen in Straubing (3.12.) und zuhause gegen den VER Selb (11.12.) und den ESC Haßfurt (16.12.). Selb dürfte nach der 3:8-Niederlage gegen die Mighty Dogs endgültig aus dem Rennen um einen Top-4-Platz sein. Auch die Dingolfinger haben nun schlechte Karten nach dem 4:5 nach Penaltyschießen gegen den ESC Haßfurt, der am Wochenende auch den EHC Nürnberg mit 7:3 besiegt hatte, womit die "Hawks" wieder dick im Geschäft sind. Nur zwei Punkte beträgt der Rückstand der "Falken" auf den EHC Straubing, der in Selb überraschend mit 3:6 den Kürzeren gezogen hatte.

zum Thema "EC Bad Kissinger Wölfe"






Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.