Die SG Garitz/Nüdlingen zieht ihr Team zurück

Ein Aushängeschild wird eingemottet: Aus personellen Gründen ist Bayernliga-Handball bei der SG erst einmal Geschichte.
Kein Ausweg mehr: Weil neben Ronja Schwalbe (im Hintergrund) zwei weitere Spielerinnen kurzfristig die SG Garitz/Nüdlingen verließen, sahen die Verantwortlichen keine andere Möglichkeit, als das Team aus der Bayernliga zurückzuziehen. Foto: Hopf
 
von JÜRGEN SCHMITT
Bayernliga-Handball in der Schlossberghalle - das war einmal. Vorerst zumindest. Zurückgezogen am 09.07.2016 - eine dürre Zeile auf der Homepage des Bayerischen Handballverbandes. Dort, wo die ersten Spieltage der Bayernliga der Frauen bereits gelistet sind. Am 17. September hätte die Saison begonnen. Jetzt steht die SG Garitz/Nüdlingen als erster Absteiger fest. Zum Ende der vergangenen Runde hatten mehrere Spielerinnen, darunter Leistungsträgerinnen, ihren Abschied ebenso verkündet wie Trainer Norbert Senft. Dennoch wollte die Spielgemeinschaft unbedingt ihr Startrecht in der höchsten bayerischen Liga wahrnehmen, machte sich postwendend auf die Suche nach neuem Trainer und Personal.


Kurzfristige Abgänge

Stattdessen musste die Spielgemeinschaft kurzfristig drei weitere Abgänge verkraften, weil es Ronja Schwalbe, Anna Zimmer und Torhüterin Pia Kunzmann zum Liga-Konkurrenten HSV Bergtheim zog. "Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht. Aber spätestens da war klar, dass wir einfach nicht das Niveau für diese Liga haben", sagt Sportleiterin Tanja Sadowski auf telefonische Nachfrage.

Handball gespielt wird dennoch weiter. Und zwar in der Bezirksoberliga, wo die zweite Mannschaft trotz sportlichem Abstieg gelistet ist, weil es aus der Landesliga keinen Absteiger gegeben hatte. "Um Anna Kleinhenz, Stephi Piske und Theresa Kleinhenz wollen wir eine neue Mannschaft aufbauen", kündigt Sadowski an. Und gibt die Hoffnung nicht auf, dass die ein oder andere Spielerin den Weg zurück findet. "Weil wir die Erste Mannschaft gemeldet hatten, gibt es die Möglichkeit, nächstes Jahr als Absteiger auch dann in der Landesliga zu spielen, wenn wir mit der BOL-Truppe nicht aufsteigen sollten", erklärt Sadowski. Der neue Trainer ist mit Heiko Schober übrigens ein alter Bekannter, der früher bereits für die Männer der DJK Nüdlingen gespielt hat und zuletzt beim TSV Mellrichstadt unter Vertrag war. Im Pokal war die neu formierte Truppe bereits im Einsatz mit der 15:27-Niederlage bei der SG/DJK Rimpar. Ihr erstes Heimspiel bestreitet die Spielgemeinschaft am 8. Oktober gegen die HSG Volkach.

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