Volleyball 3. liga Frauen

Die Revanche ist den Hammelburger Damen gelungen

Gegen Friedberg feiert der TV/DJK seinen ersten 3:0-Sieg in dieser Saison. Und lässt damit einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf hinter sich.
Während die Damen des TSV Friedberg den Ball nicht mehr halten können, freuen sich im Hintergrund die Hammelburgerinnen (von links) Carina Keilholz, Jana Baumgart und Johanna Wüscher.  Foto: ssp
 
von PIA SCHMITT OLIVER WENDT
TV/DJK Hammelburg - TSV Friedberg 3:0 (25:20, 25:14, 25:21).

Obwohl sich die Hammelburger First Ladies viel vorgenommen hatten - "Vielleicht etwas zu viel", so Coach Oliver Möller - starteten sie zerfahren und nervös in den ersten Satz gegen Friedberg. Bis zur ersten Auszeit lag der TV/DJK mit 8:12 zurück. Vor allem im Angriff fanden die Gastgeberinnen kein geeignetes Werkzeug gegen einen Friedberger Block, der in der ersten Satzhälfte ein eher leichtes Spiel hatte. Erst nach der Auszeit erinnerten sich die Hammelburgerinnen daran, dass mit Kampfgeist viel zu erreichen ist. Präzision schlich sich in die Annahme des TV/DJK, der sich Punkt für Punkt herankämpfte. Eine Rettungstat von Jana Baumgart zum 14:15, gefolgt von einem starken Angriff, sorgte für die Wende im Satz. Garniert mit druckvollen Aufschlägen, fand die Möller-Truppe eine gute Mischung aus Kampf und Können, welche die Grundlage für den Satzgewinn bilden sollte.

Friedberg offenbarte nun große Unsicherheiten im Spielaufbau, die die Hammelburgerinnen gnadenlos zu einem 6:1-Blitzstart im zweiten Satz ausnutzten. Alles lief wie am Schnürchen, und auch die Gesichtsmuskeln von Olli Möller entspannten sich zusehends. Erneut untermauert von druckvollen Aufschlägen, funktionierte das Hammelburger Räderwerk in allen Mannschaftsteilen. Erst als der gegnerische Trainer Alexander Wiskirchen seine Damen mit "Charakter zeigen, Mädels!" animierte, setzen diese seinen Wunsch in die Tat um. Es entwickelte sich mit einem Mal ein offeneres Spiel, ein Kampfspiel auf beiden Netzseiten. "Die Annahme machte aber einen sehr guten Job, und wir haben Konstanz ins Spiel reingebracht", sagte Olli Möller. Hammelburg gab in diesem hochklassigen Match das Heft nicht mehr aus der Hand, tolle Ballwechsel bestimmten das Spielgeschehen.

"Eigentlich müsste ich alle rausnehmen", machte der Friedberger Trainer seinem Ärger im dritten Satz Luft. Offenbar hatten seine Spielerinnen dies gehört und wollten es den Hammelburgerinnen in puncto Revanche nicht allzu einfach machen. Allerdings ließen sich die Gastgeberinnen nicht von ihrer Mission abbringen und so bestand niemals die Gefahr, dass es noch einmal ein Drama in vier oder mehr Akten geben wird. "Von Friedberg kam nicht mehr so viel Druck, und so haben wir unsere persönliche Revanche nehmen können", freute sich Oliver Möller nach dem Spiel. "Und dass wir den ersten 3:0-Sieg dieser Saison unter Dach und Fach bekommen haben, ist umso schöner." Absolut zufrieden sei er mit seinem Team, "auch wenn ich Johanna Wüscher positiv herausnehmen muss, die sowohl in der Annahme als auch in der Abwehr absolut überragend gespielt hat." Dass es drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten waren, freute Möller umso mehr.

"Der Grund für unsere Niederlage waren definitiv unsere Aufschläge", zeigte sich Alexander Wiskirchen auf der gegnerischen Seite enttäuscht. "Wir hätten mit einem Erfolg auf die gleiche Stufe mit Hammelburg rücken können, nun hängen wir wieder unten drin." Während Oliver Möller dank des 3:0-Siegs erst einmal wieder beruhigter schlafen kann, ist der Gegner voll im Abstiegskampf angelangt.

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