Die JFG Sinntal-Schondratal jubelt zu emotional

Das einzige Landkreis-Derby in der Bezirksoberliga geht an die SG Obererthal, die sich gut aufgestellt sieht im Kampf um den Klassenerhalt.
Alle Mann in Deckung: Obererthals Kapitän Samuel Betz (links) feuert die Kugel ab in Richtung von Nico Hackhausen im Tor der JFG Sinntal-Schondratal. Foto: ssp
 
von JÜRGEN SCHMITT
SG Obererthal - JFG Sinntal-Schondratal 3:2 (2:1). Tore: 1:0 Samuel Betz (17.), 2:0 Elias Schneider (21.), 2:1 Marius Walter (29.), 2:2 Paul Hahn (48.), 3:2 Elias Pump (49.).
Das einzige Landkreis-Derby in der Bezirksoberliga hatte vor feiner Kulisse allerhand zu bieten. Eine siegreiche Heimmannschaft zum Beispiel, die mit dem Sieg im letzten Vorrundenspiel wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammelte. Die JFG Spessarttor auf dem ersten Nichtabstiegsplatz hat nur einen Zähler mehr auf dem Konto. Die Rhöner bleiben bei einem Sieg, boten aber eine äußerst engagierte Leistung, die ebenfalls Mut für kommende Aufgaben macht. "Wir haben uns im Verlauf der Vorrunde durch intensives Training kontinuierlich verbessert und in spielerischer Hinsicht den Abstand zur Konkurrenz verringert", sagt JFG-Coach Volker Hahn.

Noch positiver fällt die Bilanz des Trainerkollegen aus. "Es ist schön, die Vorrunde mit einem Sieg abzuschließen und auf dieser Basis in die Hallensaison und die Rückrunde zu gehen", sagt SG-Coach Gerald Betz, dessen Elf per Doppelschlag in Führung ging. Erst hatte SG-Kapitän Samuel Betz per Kopfballaufsetzer getroffen nach der butterweichen Flanke von Silas Förster, dann Elias Schneider mit einem Schlenzer auf 2:0 gestellt gegen den machtlosen JFG-Keeper Nico Hackhausen nach dem Rückpass von Samuel Betz. "Erst danach konnten wir unsere Lethargie abstreifen. Der Lohn war der schnelle Anschlusstreffer", so JFG-Coach Volker Hahn. Marius Walter hatte sich eindrucksvoll gegen drei Gegenspieler durchgesetzt und auch SG-Keeper Max Stürzenberger das Nachsehen gegeben.


Ein Motivationsschub

Ein wahrer Motivationsschub für die Rhöner, die nach dem Wechsel auf den Ausgleich drängten. Einen Weitschuss von Max Hahn entschärfte Stürzenberger, der dann aber doch hinter sich greifen musste beim Abschluss von Paul Hahn nach dem Doppelpass mit Yves Kinalele. "Das ist wie bei den Profis. Zu emotionaler Jubel geht zu Lasten der Konzentration", weiß Volker Hahn. Denn nur eine Minute später lag dessen Mannschaft wieder zurück, weil Elias Pump nach Steilpass von Samuel Betz getroffen hatte. Noch leicht abgefälscht war der Schuss von Simon Kopp, und damit unhaltbar für Hackhausen. Die Schlussoffensive der Gäste sollte wirkungslos bleiben, sodass die Partie nach Abpfiff des guten Schiedsrichters Sebastian Back (Bad Bocklet) einen würdigen Sieger gefunden hatte. Fand auch Gerald Betz. "Für mich war es ein verdienter Sieg aufgrund der Mehrzahl an Torchancen, vor allem durch die fleißigen Benedikt Kirchner und Lukas Greinwald, gegen engagierte und kampfstarke JFG-Buben."

Volker Hahn erwies sich derweil als fairer Verlierer. "Mit etwas höherer Konzentration bei Standardsituationen und noch mehr Entschlossenheit in den Zweikämpfen wäre ein Remis drin gewesen. Aufgrund der höheren Spielanteile und der größeren Spielintelligenz ist der Obererthaler Sieg letztlich verdient." Der Fokus der JFG liegt in der Winterpause auf der Hallenkreismeisterschaft. Groß ist die Vorfreude auch auf das Hallenturnier am 11. Dezember beim Traditionsverein FC Eintracht Bamberg.

Die abschließenden Worte gebühren dem Derbysieger. "Der Schritt in die BOL war absolut richtig. Ein 9. Platz mit zwei Siegen und vier Remis aus zehn Spielen bei nur 17 Gegentoren innerhalb der unterfränkischen Fußballelite ist aller Ehren wert. Dies zeigt, dass wir auch im Raum Hammelburg Jugendfußball auf hohem Niveau bieten können, wenn man die Kräfte bündelt. Das haben unsere Jungs super gemacht."





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