Die Gallier trauern erneut

Auch im Pokal triumphiert der TSV Aubstadt in der Bioenergie-Arena. Der FC 05 Schweinfurt setzt sich knapp in Aschaffenburg durch.
Große Hitze, großer Einsatz: Zur Sache ging es nicht nur im Duell zwischen dem Großbardorfer Markus Kirchner (links) und dem Aubstädter Michael Dellinger. Die gesamte Totopokal-Partie lebte von der Spannung und vom Ehrgeiz aller Beteiligten. Foto: Thomas Hälker
 
TSV Großbardorf - TSV Aubstadt 2:3 (0:2). Tore: 0:1 Martin Thomann (11.), 0:2 Ulrich Scheidel (45.), 1:2 Pascal Stahl (47.), 1:3 Martin Thomann (50.), 2:3 Markus Kirchner (53.).
Das Spiel ging von vornherein gut los. Keine der beiden Mannschaften zeigte den Sicherheitsfußball, der die Derbys in der Liga zuletzt geprägt hatte. Nach einem Ballgewinn am eigenen Strafraum schickte Jens Trunk Martin Thomann auf die Reise. Der ließ sich vom herausstürzenden Gallier-Schlussmann Marcel Wehr nicht aus der Ruhe bringen, umkurvte ihn und schob zum 0:1 ein. Das Tor tat der Partie gut: Auf beiden Seiten gab es einige Vorstöße mit einem leichten Chancenplus bei den Aubstädtern, die Wehr zu drei Arbeitsnachweisen zwangen (22., 34., 40.). Kurz vor der Halbzeitpause hatten die Grabfeld-Gallier ihre größte Chance: Dominik Zehes Freistoß aus 21 Metern lenkte Felix Reusch an die Latte, Thomann rettete gegen die einschussbereiten Pascal Stahl und Björn Schönwiesner - und leitete kurz darauf auf der Gegenseite das 0:2 ein. Ingo Fesers Schuss konnte Wehr noch parieren, am zweiten Pfosten drückte Ulrich Scheidel den Ball über die Linie. Die 650 Zuschauer kamen nach der Pause auf ihre Kosten, als innerhalb von sechs Minuten drei Tore fielen: Den Anschlusstreffer markierte Stahl durch einen zentralen Schuss im Strafraum, doch keine drei Minuten später stellte Thomann mit einem Traumtor aus 22 Metern den alten Abstand wieder her. Das 2:3 fiel ähnlich wie das 1:2, nur der Torschütze war mit Markus Kirchner ein anderer. Insgesamt gingen beide Mannschaften in der zweiten Halbzeit giftiger in die Zweikämpfe, doch nach einiger Zeit machte sich die Hitze auch bei den Spielern bemerkbar. Die Torchancen waren nur noch halbgefährlich, hier lagen die klareren ebenfalls auf Aubstadts Seite. Als beim letzten Freistoß des Spiels Wehr mit nach vorne ging (90.), hatten die ersten Zuschauer den Platz bereits verlassen. Tatsächlich passierte auch nichts mehr, was Aubstadt den Sieg noch nehmen konnte. Das insgesamt leistungsgerechte Ergebnis geht zum dritten Mal hintereinander an den TSV aus Aubstadt, der bereits im März, vor drei Wochen und Mittwochabend in Großbardorf gewinnen konnte. pia/dr
Großbardorf: Wehr, Orf, Hölderle (84. Reith), Zang, Stahl, Zehe, Schönwiesner, Kirchner, Seufert (46. Bosco Makengo), Rieß, Rugovaj (46. Leicht).
Aubstadt: Reusch, Köttler (76. Benkenstein), Rützel, Hümmer, Thomann, Kirsten (62. Bäcker), Trunk, Dellinger (62. Grader), Bauer, Feser, Scheidel.

SV Viktoria Aschaffenburg - FC 05 Schweinfurt 1:2 (1:2). Tore: 0:1 Adam Jabiri (18.), 0:2 Nicolas Görtler (35.), 1:2 Philipp Beinenz (45.).
Zumindest die Temperaturen erinnerten an die vergangene Saison, als die Schnüdel bei ähnlich heißer Witterung ihr Regionalliga-Punktspiel mit 0:2 verloren hatten. Sportlich sollte es diesmal kein Déjà-vu geben am Schönbusch, wo die Gäste konzentriert und vor allem druckvoll begannen: mit ersten guten Möglichkeiten für Nicolas Görtler und Adam Jabiri, der die 05-er auch in Führung brachte, weil der Schlaks eben da stand, wo ein Torjäger zu stehen hat, als Aschaffenburgs Keeper Tim Glanz das Leder nicht hatte festhalten können. Der Regionalliga-Absteiger wurde noch vor der Pause ein weiteres Mal kalt erwischt, als Nicolas Görtler vor dem SV-Tor Maßarbeit ablieferte. Kein einziges Mal ernsthaft gefordert war FC-Keeper Julian Schneider - bis zur 45. Minute, in der der Bayernligist tatsächlich durch Philipp Beinenz verkürzte. Diesen Muntermacher hätte es aus Gästesicht wahrlich nicht gebraucht. Jetzt euphorisierte Aschaffenburger kamen stark aus der Kabine mit dem von Julian Schneider parierten Schuss vom eingewechselten SV-Regisseur Björn Schnitzer. Auf der anderen Seite zielte der ebenfalls eingewechselte Pedro Güthermann knapp vorbei, ehe die nächste Trinkpause die finale Phase einläutete. Danach war es Jabiri, der Glanz zur Tat herausforderte. Die Gegenseite nahm den Fehde-Handschuh auf mit dem Flugkopfball von Gökhan Aydin - und hatte danach ihr Pulver verschossen.
Lieber hätten die Elf von Gerd Klaus am Mittwochabend im Pokal gegen den Stadtrivalen gespielt, doch hatten sich die Freien Turner bei ihrer Wahl bekanntlich für Landesligist DJK Schwebenried/Schwemmelsbach entschieden. Ausgeschieden ist der Bezirksligist dennoch - mit 2:0 gewann der Gast an der Maibacher Höhe. js
FC 05: Schneider, Paul, Bauer, Golla, Bechmann, Willsch (63. Güthermann), Haller, Fery, Krautschneider (77. Krautschneider), Görtler (57. Mar. Müller), Jabiri.

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