Der etwas andere Elferrat beim FC Untererthal

Beim FC Thulba treffen sich die Schwergewichte der Liga zum Gipfeltreffen. Beim VfR Sulzthal glaubt man weiter auf den Klassenerhalt.
Foto: Symbolbild
 
von JÜRGEN SCHMITT STEPHAN PENQUITT
Beim FC Untererthal tagt der Elferrat. Und Michael Hammer ist quasi der Sitzungspräsident. Nach elf Spielen ist die Viktoria Elfter mit elf Punkten. Und gefeiert wird unabhängig vom Ergebnis. "Wir haben Kirchweih im Ort", klärt der FC-Spielertrainer auf, lässt dabei aber keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit seiner Mannschaft vor dem Kreisderby gegen Mitaufsteiger VfR Sulzthal (16./8). Der ist zwar Tabellenletzter, aber halt nur drei Punkte weg vom FC, der in der jüngeren Vergangenheit keine so guten Erfahrungen machte mit dem Verein für Rasenspiele. "In der vergangenen Saison haben wir zweimal verloren, dazu im Totopokal den Kürzeren gezogen", erinnert sich Hammer gut. Die 1:3-Niederlage der Vorwoche in Rödelmaier stört den Routinier nicht allzu sehr angesichts der Qualität des Gegners. "Wir spielen eine ordentliche Saison im Rahmen unserer Möglichkeiten", sagt der FC-Coach, der für das Kreisderby ein Fragezeichen hinter die Tartler-Brüder setzen muss. Und der sich natürlich an den Stärken des Gegners orientieren will: "Wir sind ja keine Übermannschaft, haben aber auch unsere Qualität." Die besitzt der VfR Sulzthal zweifelsohne, aber beim Kreislassen-Meister ist das Selbstbewusstsein in den Keller gerutscht nach der Heimniederlage gegen Großbardorfs Bayernliga-Reserve. "Wir sollten in Untererthal möglichst nicht leer ausgehen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Die Mannschaften kennen sich, da gibt es kaum Überraschungen. Untererthal spielt einfach, dennoch sehr effektiv", sagt VfR-Coach Stephan Penquitt. "Aber obwohl wir dem Glück derzeit etwas hinterherlaufen, stimmt die Chemie innerhalb der Mannschaft. Wir halten zusammen und glauben definitiv an den Klassenerhalt."


Mehr Spitzenspiel geht nicht

Es ist angerichtet für das ultimative Spitzenspiel der Kreisliga Rhön, wenn Tabellenführer FC Thulba (1./26) am Samstag (16 Uhr) den SV Rödelmaier (2./26) empfängt. Der Bezirksligaabsteiger konnte nach Punkten aufschließen, weil er zum einen seine Heimaufgabe gegen Untererthal souverän löste und zum anderen Thulbas Frankonen in Bad Neustadt Unentschieden spielten. "Auf so eine Partie freust du dich. Da haben wir in den Spielen zuvor drauf hingearbeitet und uns durch eine sehr starke Saisonanfangsphase auch redlich verdient", sagt Victor Kleinhenz. Der FC-Spielertrainer ist stolz auf seine Rasselbande, deren Durchschnittsalter in den jüngsten Partien unter 23 lag. Auch gegen einen Gegner, der sicher auf Augenhöhe agiert, in dieser Saison defensiv unglaublich gefestigt scheint und vorne sehr variabel auftritt, rechnet sich Kleinhenz etwas aus. Pünktlich zum Top-Spiel ist der große 22-Mann-Kader wieder komplett, so dass Kleinhenz aus dem Vollen schöpfen kann und auch für das Spitzenspiel der zweiten Mannschaft einen Tag später gegen Fuchsstadt II den einen oder anderen abzustellen in der Lage ist.


Bad Brückenau will nachlegen

Licht am Horizont sah zuletzt der FC Bad Brückenau (13./10), der nach drei Niederlagen am Stück gegen stark einzuschätzende Rannunger zumindest wieder mal zu einem Punktgewinn (1:1) kam. Und der war völlig verdient, so die Einschätzung des verletzten Spielertrainers Philipp Jakobsche. "Das hat vom Spielverlauf gepasst. Aber wir haben bisher in den Heimspielen auch gegen vermeintlich stärkere Teams nicht schlecht ausgesehen." Aber es dürfen natürlich auch wieder mal drei Punkte sein, am besten schon in der Partie beim stark gestarteten Aufsteiger 1. FC Eibstadt (6./18), wo Jakobsche ein hartes Stück Arbeit erwartet. "Ich konnte sie einmal beobachten. Da haben sie einen guten Eindruck hinterlassen. Eibstadt steht defensiv gut und spielt sehr aggressiv."

Der TSV Rannungen (5./19) hat mit dem VfL/Sportfreunde Bad Neustadt (7./18) eine knackige Aufgabe vor sich. Immerhin knöpfte die Gerhardt-Truppe am vergangenen Spieltag Spitzenreiter Thulba beim 1:1 einen Zähler ab. Allerdings fühlen sich die Neuschter daheim wesentlich wohler als auf fremdem Platz, wo erst ein Auswärtssieg gelang. Rannungens Team indes, zuletzt und wohl auch diesmal ohne Spielgestalter Benjamin Kaufmann, hofft die eigene Heimbilanz etwas aufzupolieren, die mit bisher einem eingespielten Dreier ausbaufähig ist. Da setzt Trainer Werner Köhler natürlich auf Tore von Stürmer Fabian Erhard, der bisher siebenmal netzte.

Die zwischenzeitlich schön anzusehende Punktebilanz ist dahin beim SV Garitz (12./11), der durch die 2:3-Niederlage in Heustreu dem Gegner die Abgabe der Roten Laterne an Sulzthal ermöglichte und selbst damit die vierte Pleite in Serie kassierte. Umso wichtiger ist nun ein Heimerfolg im Kellerduell gegen den TSV Nordheim (14./9), der bisher ebenfalls nicht zu Potte kommt und zuletzt drei Pleiten am Stück kassierte. Die jüngste war die 0:1-Niederlage gegen Aufsteiger Eibstadt, gegen den zuvor auch die Sadowski-Truppe beim 1:4 überhaupt nicht zurechtkam. js/penk





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