Der FC 05 freut sich über den Haller-Knaller

Das Tor des Schweinfurter Neuzugangs ist der Dosenöffner. Der Sieg über Buchbach gibt Aufwind für das Spitzenspiel in Unterhaching.
Enges Terrain: Wie in dieser Szene ging es häufiger vor dem Tor des TSV Buchbach zu. Letztlich fand der FC 05 Schweinfurt den Schlüssel und schlug die Oberbayern mit 2:0. Foto: Marion Wetterich
 
FC 05 Schweinfurt - TSV Buchbach 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Marco Haller (70.), 2:0 Marino Müller (83.).
So ganz wollte Trainer Gerd Klaus nach dem 2:0-(0:0)-Sieg seines FC 05 Schweinfurt gegen den TSV Buchbach nicht in die Lobeshymnen seinen Gegenübers Anton Bobenstetter einstimmen. Der sprach von einem "übermächtigen Gegner. Das sind Ausnahmekönner. Durch solche Spieler wird die Regionalliga Bayern aufgewertet. Für uns ist das natürlich ein Problem, das haben wir nicht lösen können." Klaus bemühte sich rasch, die Bobenstetter'sche Analyse zu relativieren: "Ganz so deutlich habe ich es nicht gesehen." Dennoch, "die Mannschaft war richtig gut. Ich bin stolz, wie wir gespielt und den Gegner bespielt haben." Damit hatte Klaus die Schlagworte des Tages gefunden.

Denn gespielt haben die Schweinfurter erst nach dem Dosenöffner gegen tief stehende Buchbacher. Adam Jabiri hatte geflankt, Nicolas Görtler an die Latte geköpft und Marco Haller den Abpraller volley in den Kasten genagelt. "Der kann über die Wolken gehen oder eben in den Winkel", freute sich der Torschütze nach seinem ersten Treffer für die 05er. Vor dem Haller-Knaller war es eher ein Bespielen, ein Bearbeiten des Gastes, den der FC 05 in bis dahin sechs Anläufen in der Regionalliga Bayern nicht hatte bezwingen können.

Buchbach igelte sich mit Fünferkette ein, Schweinfurt brachte sein Tempo nicht zur Geltung und vor dem Seitenwechsel keine klare Chance zustande. Nachdem Haller aber getroffen hatte, sah das richtig gut aus. Schweinfurt nutzte die Räume gegen jetzt offensivere Oberbayern aus und spielte immer wieder rasch nach vorne. Nur mit dem Toreschießen haperte es: Adam Jabiri traf binnen einer Minute zuerst aus fünf Metern den linken, dann von der Strafraumgrenze den rechten Pfosten (72.). Und dann hatte der FC 05 einmal richtig Glück, als Patrick Drofa nach einer scharfen Hereingabe freistehend drüber köpfte. Die Nerven beruhigte Marino Müller mit seiner ersten Ballberührung. Görtlers Versuch ließ TSV-Torwart Maximilian Weber abklatschen, Müller war kurz nach seiner Einwechslung zur Stelle. "Es war ein hartes Stück Arbeit, aber zum Schluss haben wir dann doch den Schlüssel gefunden", so Müller.

Es bleiben Erkenntnisse: Schweinfurt kann einen Gegner inzwischen dominieren, hat aber Luft nach oben gelassen. Gerade im ersten Abschnitt war das oftmals noch zu statisch, was die 05er angeboten haben. Dass sie es besser können, hat Hälfte zwei gezeigt. Überhaupt, nach drei Siegen in Folge schaut die grün-weiße Welt inzwischen so richtig freundlich aus: "Wir hatten ein bisschen Anlaufschwierigkeiten, aber jetzt wachsen wir als Team zusammen und es wird immer besser", so Müller. Noch besser muss der FC 05 am kommenden Wochenende spielen. Dann geht's zum großen Titelfavoriten, der verlustpunktfreien SpVgg Unterhaching. Da dürfte keine Fünferkette warten. Und die 05er wird's freuen.
Schweinfurt: Schneider - Messingschlager, Janz, Bechmann, Golla (55. Paul) - Willsch (79. Müller), Haller, Kracun, Krautschneider (55. Fery) - Görtler, Jabiri.

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