Vollyball 3. Liga Frauen

Bundesligareife Aufschläge schocken TV/DJK-Frauen

Hammelburg verliert in Eiselfing überraschend deutlich. Aber Vorwürfe gibt es von Trainer Olli Möller keine.
Nach einem kleinen Winterspaziergang vor dem Spiel wurde Hammelburgs Frauen von Eiselfing ordentlich eingeheizt. Foto: Olli Möller
 
von PIA SCHMITT
TSV Eiselfing - TV/DJK Hammelburg 3:0 (25:16, 25:21, 25:15).
"Diese Aufschläge waren bundesligareif, so ein Niveau findet man sonst nicht in dieser Liga", lobte nicht etwa der Trainer des TSV Eiselfing den Gastgeber, sondern ausgerechnet der gegnerische Trainer, Oliver Möller. Dessen Mädels hatten gerade 0:3 gegen jenen TSV verloren. Die TV/DJK-Frauen gaben diese Partie ab, nicht etwa, weil sie nicht 100 Prozent gegeben hätten, sondern weil Eiselfing die Hammelburgerinnen gar nicht erst zur Entfaltung hatte kommen lassen. Einzig im zweiten Satz zeigten sie, dass sie nicht komplett chancenlos waren: Auf 11:3 waren die TSV-Damen bereits weggezogen, als ein Ruck durch Möllers Mannschaft ging. Mit einer kämpferischen Leistung holte Hammelburg neun Punkte auf, kam auf 14:16 heran, weil die Mannschaft die Schwäche der Eiselfinger Libera auszuspielen wusste. "Wir haben dann sogar mit 20:18 geführt, aber die Aufschläge von Eiselfing waren nicht von dieser Welt." Mit einer "wahnsinnigen Konstanz" hatte sich der Gastgeber die nötigen Punkte zum zweiten Satzgewinn geholt.


Kein Vorwurf

Obwohl die Gäste rechtzeitig im knapp 370 Kilometer entfernten Eiselfing ankamen und sogar noch einen Spaziergang machen konnten, um die lange Fahrt aus den Knochen zu bekommen, war der Start in die Partie schwerfällig. Der Gastgeber setzte Hammelburg sofort unter Druck, "aber ich kann meinen Mädels keinen Vorwurf machen, dass sie den ersten Satz chancenlos abgegeben haben", so der Trainer. Aus der Annahme heraus machte der TV/DJK im zweiten Satz dann sogar den ersten Punkt. "Das war nach dem ersten verlorenen Durchgang eigentlich ein gutes Zeichen", erklärte Möller. Doch danach musste Hammelburg aufstecken. Die erste Auszeit nahm Olli Möller beim Stand von 7:3 für Eiselfing. "Danach haben wir uns nicht so gut befreit, aber trotzdem ging ab 5:13 dieser Ruck durch die Mannschaft."


Neue Ziele

Eiselfing ließ auch im dritten Satz nicht nach, vor allem dank der konstant hochwertigen Aufschlägen. "Trotzdem muss ich sagen, dass unsere Blockabwehr gut funktioniert hat", sagte Möller. Hammelburg hatte einfach nicht genügend Punkte gemacht, auch weil der Gegner mit einer "unglaublich starken Abwehr" (Möller) auch verloren geglaubte Bälle vom Boden gekratzt hatte. Und so kam Möller nur zu einem Fazit: "Eiselfing hat dieses Spiel absolut verdient gewonnen." Das vom Trainer erwartete Kampfspiel war es geworden. Die Punkte, die Hammelburg in Eiselfing verloren hatte, will Olli Möller nächstes Wochenende gegen Friedberg holen. "Mit Friedberg haben wir noch eine Rechnung offen", erinnerte sich der Trainer an die damals "unterirdische Leistung" seiner Damen im Hinspiel, die dort ebenfalls 0:3 verloren hatten. "Die drei Punkte müssen nächsten Samstag her, das wollen auch die Mädels."
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