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Handball 3. Liga Ost

Bonuspunkte für den HSC im Odenwald

Die Achterbahnfahrt der Unterfranken geht weiter, diesmal allerdings mit positivem Ausgang.
 
von PETER BALTHASAR
MSG Groß-Bieberau/Modau - HSC Bad Neustadt -Rhön 26:33 (13:12).
"Das war auch wichtig, denn die Punktgewinne der Mitkonkurrenten hätten sonst zu einem Absturz auf einen Abstiegsplatz führen können", sagte ein erleichterter HSC-Coach Margots Valkovskis. Der Schlüssel zum unerwarteten Erfolg lag in einer stabilen Abwehrarbeit und einem geduldigen Offensivspiel. "Wir haben dabei alles, was wir im jüngsten Heimspiel vermissen ließen, besser gemacht", so Valkovskis.


Aggressive Abwehr

Dessen Schützlinge nutzten eine frühe Zeitstrafe für den heimischen Torjäger Daniel Zele und lagen nach Treffern von Vilim Leskovec und Franziskus Gerr mit 2:0 in Front. Zele (1) und der zuletzt ebenfalls so torhungrige Benedikt Seeger (2) , der dann den Anschlusstreffer besorgte, prallten diesmal regelrecht von der aggressiven Gäste-Abwehrreihe ab, die es nach Ansicht der Unparteiischen allerdings übertrieben, was zu einigen Siebenmeterentscheidungen zugunsten der Odenwälder führte. So hatte deren Experte Michael Malik (9/6) beim Stand von 5:5 bereits dreimal von der Linie aus eingenetzt.


Starker Singwald

Die Saalestädter ihrerseits spielten diesmal ihre Angriffe geduldig aus, was besonders der Treffsicherheit von Konstantin Singwald gut tat. Agierte dieser vor acht Tagen noch sehr hektisch, so schloss er diesmal überzeugend ab, erzielte die sogenannten "leichten Tore" und war schließlich erfolgreichster Schütze seiner Farben. Der Zwischenstand von 8:11, von Timo Riesenberger besorgt, läutete ab der 20. Minute eine Schwächephase der Kurstädter ein. "Bis zum Seitenwechsel haben wir nicht mehr so konzentriert gearbeitet, vor allem wieder den Fehler gemacht, ein zu hohes Tempo anzuschlagen", berichtete der Coach.
Die Gastgeber schienen eine Wende herbeizuführen, erzielten fünf Treffer in Folge und schienen nach dem 13:11 ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Mit einem von Jan Wicklein verwerteten Strafwurf ging es in die Kabine, aus der die Saalestädter wesentlich agiler herauskamen. Den Rückstand verwandelten Gary Hines und Maxi Schmitt trotz einer Unterzahlsituation in ein 13:14, ab dem 15:15 übernahmen die Gäste endgültig das Kommando und nutzten eine Zeitstrafe zu einer Vier-Tore-Führung, die die Gastgeber nicht mehr wettmachen konnten. Die Disqualifikation für Abwehrchef Valkovskis nach der dritten Zeitstrafe verkrafteten seine Mannen deswegen problemlos, weil nun die heimische Offensivreihe angesichts der knappen Spielzeit Hektik befiel. Beim Stand von 22:29 war fünf Minuten vor Spielende die Vorentscheidung gefallen.
Die angepeilten Bonuspunkte, "in Groß-Bieberau kann, muss man aber nicht gewinnen", so der HSC-Coach im Vorfeld, können sich im Abstiegskampf noch als sehr wertvoll erweisen. "Wir haben nun zwei Wochen Zeit, uns auf das nächste Heimspiel vorzubereiten. Gegen den Tabellenzweiten Dresden wollen wir auch einmal daheim eine überzeugende Vorstellung abliefern", lautet die Hoffnung von Valkovskis.
Tore für den HSC: Konstantin Singwald (8), Gary Hines (6), Jan Wicklein (6/2), Franziskus Gerr (4), Vilim Leskovec (3), Maximilian Schmitt (2), Timo Riesenberger (2), Margots Valkovskis (1), Matthias Grünert (1).
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