Fussball Bayernliga

Bitteres Ende für die Grabfeld-Gallier

Der TSV Großbardorf verliert das Spitzenspiel in Eichstätt und nimmt jetzt die Vizemeisterschaft ins Visier.
 
VfB Eichstätt - TSV Großbardorf 3:2 (2:1). Tore: 1:0 Fabian Schäll (7.), 1:1 Björn Schönwiesner (20.), 2:1 Philipp Federl (34.), 2:2 Lennart Seufert (67.), 3:2 Fabian Eberle (89.).
Im Titelrennen der Fußball-Bayernliga Nord scheint die Entscheidung gefallen. Nach dem 3:2-(2:1)-Sieg von Tabellenführer VfB Eichstätt gegen Verfolger TSV Großbardorf haben die Oberbayern vier Zähler Vorsprung auf die Grabfeld-Gallier und Viktoria Aschaffenburg, die am letzten Spieltag am Schönbusch aufeinandertreffen. Schon nächsten Samstag könnte Eichstätt mit einem Sieg in Neumarkt die Meisterschaft klar machen. "Jetzt gönnen wir uns zwei Tage Ruhe, dann beginnt die Vorbereitung auf das Spiel gegen Feucht. Wir schauen nach vorne, der zweite Platz ist ja nach wie vor drin", sagte Großbardorfs Trainer Dominik Schönhöfer, der von einer "tollen Partie von beiden Mannschaften, die so oder so hätte ausgehen können" sprach, "in der wir die spielerisch bessere Elf waren".


Eine stolze Serie endet

Seit 18. März hatte Großbardorfs Torwart Marcel Wehr seinen Kasten sauber gehalten. Nach 546 Spielminuten ohne Gegentor endete die Serie. Yomi Scintu versetzte Maximilian Zang und fand mit seiner Flanke den aus dem Hintergrund heranrauschenden Fabian Schäll. Der war Bewacher Lennart Seufert enteilt und überwand Wehr per Kopf. Ein denkbar schlechter Start für die Grabfeld-Gallier. Die von Glück sagen konnten, dass Schiedsrichter Thomas Berg wenige Minuten später dem vermeintlichen 2:0 von Fabian Eberle die Anerkennung verweigerte und auf Abseits entschied.


Schönwiesner setzt sich durch

Mit der Zeit kamen die Gäste besser ins Spiel. Und sie glichen aus. Dominik Zehe spielte einen Freistoß in den Strafraum, auf Höhe des Fünfmeterraums setzte sich Björn Schönwiesner gleich gegen drei Eichstätter - darunter Torwart Jonas Herter - durch. Das Tor leitete die bis dahin beste Phase der Grabfeld-Gallier ein. Sie kamen zu ein, zwei Halbchancen. Und einer riesigen. Manuel Leicht versetzte auf der linken Angriffsseite VfB-Verteidiger Benjamin Schmidramsl und passte den Ball mustergültig in den Rücken der Abwehr der Oberbayern. Dort fand er den frei stehenden Shaban Rugovaj. Der konnte sich die Ecke aussuchen, traf den Ball aber nicht richtig und deshalb statt ins Netz eine rechts neben dem Tor stehende Bank mit Platzordnern (27.).


Seufert bleibt ruhig

Der Fehltritt rächte sich bald. Nach einem Ballgewinn schaltete der VfB schnell um und konterte Großbardorf aus. Eberle konnte ungehindert von rechts flanken und fand am zweiten Pfosten Philipp Federl, der aus kurzer Distanz Marcel Wehr ein zweites Mal überwand. Sein ganzes Können bot Wehr kurz nach der Halbzeit auf, als er einen Eberle-Freistoß parierte und seine Mannschaft im Spiel hielt. Gut so, denn der Kampfgeist der Grabfeld-Gallier blieb ungebrochen. Er trug sie abermals zum Ausgleich. André Rieß setzte sich durch und spielte den Ball nach innen. Abgefälscht von VfB-Kapitän Simon Böhm rollte er Lennart Seufert vor die Füße. Der 20-Jährige blieb ruhig und schob den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Jetzt war das Match rassig, jetzt war es ein Spitzenspiel, das seinem Namen alle Ehre machte.


Manuel Orf wird vermisst

Beide Teams mochten sich mit dem Remis nicht zufrieden geben und spielten nach vorne. Es dauerte freilich bis in die 89. Minute, bis das entscheidende Tor fiel: Fabian Schäll schlug eine Freistoßflanke in den Strafraum der Gäste, Fabian Eberle köpfte mit seinem 22. Saisontor den VfB ins Glück. "Es ist natürlich absolut bitter, kurz vor Schluss geschlagen zu werden", haderte Schönhöfer, anerkannte aber eine "wahnsinnige Kopfballpräsenz" der Eichstätter. Deren Trainer Markus Mattes stimmte zu und benannte den Grund dafür: "Hätte bei Großbardorf nicht Manuel Orf gefehlt, hätten wir wir keine drei Kopfballtore erzielt."
Großbardorf: Wehr - Zang, Kirchner, Hölderle, Seufert - Piecha- Rieß, Zehe (70. Makengo), Schönwiesner - Rugovaj (81. Reith), Leicht.

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