Volleyball Landesliga

Bittere und süße Erkenntnisse aus Hammelburg

Der doppelten Freude bei den Hammelburger Frauen stehen zwei Niederlagen der dezimierten Männer gegenüber, bei denen Trainer Olli Burtchen in Rage gerät.
Den Angriffsball vom Hammelburger Thomas Pfennig versucht Erlangens Leo Basel zu entschärfen. Foto: ssp
 
TV/DJK Hammelburg II - TV 48 Erlangen 1:3 (15:25, 19:25, 27:25, 18:25).
In den ersten Satz startete man zwar mit einer Führung, doch in der Folge schafften es die Erlanger immer wieder, den Hammelburger Block zu überwinden und Punkt um Punkt davon zu ziehen. Danach steigerte sich die Annahme, sodass Steller Philipp Hennig ein variables Angriff Spiel aufziehen konnte. Doch in der entscheidenden Phase nutzte der Tabellenführer seine physische Stärke für eine nahezu unüberwindbare Blockarbeit. Im dritten Satz wechselten die Erlanger auf einigen Positionen. Und siehe da, der zweite Anzug passte nicht so gut. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch, der das Volleyball-Herz höher schlagen ließ. Die Stimmung bei den TV/DJK-lern passte, der Block stand und die Feldabwehr um Libero Philipp Schäder entschärfte einen Angriff nach dem anderen. Klaus Baden machte mit all seiner Routine und einem hart geschlagenen Diagonalball den Sack zu. Im vierten Satz brachten die Erlanger wieder ihre erste Sechs, die nahtlos an die Leistung der ersten beiden Sätze anknüpfte. Auch die Einwechselung von Felix Tolle brachte nicht den gewünschten Erfolg.

TV/DJK Hammelburg II - TV Mömlingen II 1:3 (15:25, 21:25, 25:19, 12:25).
Da Kjeld Clasen, David Schottorf, Leonhard Hepp und weitere Spieler fehlten und auch Felix Tolle verletzungsbedingt passen musste, durften sich Akteure wie Morice Zehner oder David Baden erstmals in der Landesliga zeigen. Gegen Mömlingen II startete man zwar sehr motiviert, doch ging im ersten Satz rein gar nichts zusammen. Der Block kam regelmäßig zu spät, die Annahme wackelte ein ums andere Mal. Und wenn dann doch mal was zum Steller kam, so kamen dessen Zuspiele zu ungenau, um Mömlingen in Verlegenheit zu bringen. Mit verschiedenen Wechseln versuchte Trainer Olli Burtchen neuen Schwung zu bringen, doch dauerte es zu lange, bis das neu formierte Team zusammenfand. Im dritten Satz lief es dafür wie aus einem Guss. Philipp Schäder und Tobi Hennig brachten den ersten Ball sicher zum neuen Zuspieler Christian Schäder, der seine Angreifer ein ums andere Mal blockfrei spielte. Ein starker Doppelblock von Jakob Schmid und Klaus Baden brachte den Etappensieg. Getragen von dieser Euphorie startete man in den vierten Satz, doch eine schlechten Annahme spielte dem Gegner in die Karten. Als das Schiedsgericht zweifelhafte Entscheidungen zu Gunsten der Mömlinger auslegte, brachte. dies Coach Olli Burtchen in Rage, was erst eine gelbe und anschließend eine rote Karte zur Folge hatte. Zwar standen die Hammelburger ohne Punkte, aber mit der Erkenntnis da, dass man in der Landesliga eben diese zwei, drei leichten und unnötigen Fehler, die man in der Bezirksliga noch kompensieren konnte, nicht machen darf.

TV/DJK Hammelburg II - SC Memmelsdorf 3:1 (11:25, 25:17, 25:14, 25:20).
Der erste Satz lief aus Hammelburger Sicht zum Vergessen. Übergroße Nervosität und eine daraus resultierende hohe Eigenfehler-Quote sorgten für den schnellen Satzverlust. Mit der gleichen Aufstellung, aber mit mehr Ruhe ging es in den zweiten Satz, wo die Einwechslung von Sabina Schlereth zusätzlichen Schwung und damit den Satzgewinn brachte. Noch souveräner gestaltete sich der Auftritt im dritten Satz mit dem guten Händchen von Zuspielerin Selina Helfmann. Der Weg zum Matchgewinn war geebnet, erst recht nach der 10:4-Führung in Satz vier. Aber die Oberfranken erwiesen sich als hartnäckiger Gegner, der zum 17:17 ausglich. Die Einwechslung von Paula Hepp und ein starker Schlussspurt sorgten aber für das Hammelburger Happyend.

TV/DJK Hammelburg II - VfL Nürnberg 3:0 (25:21, 25:20, 25:23).

Einen Galauftritt lieferten die Hammelburger Mädels gegen die Mittelfranken ab. Ein variabler Angriff, eine gute Blockabwehr und die stabile Annahme von Paula Cimander waren die Garanten für den Einstand nach Maß. Das Publikum hatte seine Freude an dieser Performance, zumal auch die langen und spektakulären Ballwechsel ans Heimteam gingen. Wie im Spiel zuvor, wurde es nach einer deutlichen Führung (21:15) knifflig, weil die Nürnberger zum 21:21 und 23:23 ausglichen, ehe zwei Asse von Sabina Schlereth den perfekten Tag abschlossen.
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