Beim FC 05 ist der Geduldsfaden kurz

Die Elf von Gerd Klaus ist nach vier Niederlage in Folge in der Pflicht. Aber Fürths U-23 kommt mit guter Form ins Willy-Sachs-Stadion.
 
von JÜRGEN SCHMITT
FC 05 Schweinfurt - SpVgg Greuther Fürth II (Samstag, 14 Uhr)
Niederlagen machen Stress. Beim FC 05 Schweinfurt (13./17) sowieso, weil dort das Umfeld nicht gerade bekannt ist für einen langen Geduldsfaden. Erst recht nicht in dieser Saison, in der doch der Blick nur nach oben gehen sollte angesichts der hochkarätigen Neuzugänge. Die aktuelle sportliche Bilanz mit vier Pleiten am Stück sorgt allerdings nur für den Herbst-Blues statt Ramba-Zamba auf dem Spielfeld. Ein Teil der Fanszene fordert den Rücktritt des Trainers und kasteit sich selbst mit Liebeszug im Gewand eines Stimmungs-Boykotts aufgrund ungerechtfertigter Stadionverbote. Verein, Stadt und Ordnungshüter haben dagegen einen differenzierteren Blick auf jüngste Vorkommnisse, eine Annäherung soll in Gesprächen dennoch versucht werden.
Es geht schließlich um den Verein, und der hat punktemäßig ordentlich Luft nach oben und nicht mehr so viel Spielraum nach unten. Zur Kellerzone also, mit der man sich doch gar nicht mehr auseinandersetzen wollte. Die jüngste 1:3-Niederlage gegen Aufsteiger VfR Garching, als die Grün-Weißen mal wieder späte Gegentore kassierten, wollten nur noch 700 Zuschauer sehen. Den Stab über Mannschaft und Trainer will Markus Wolf aber nicht brechen. "Die Mannschaft spielt ja ordentlich und ist intakt. Ich hoffe, dass wir endlich mal wieder gewinnen", sagt der Vorsitzende, der bekanntlich auch der größte Geldgeber ist.

Die U-23 des Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth (9./19) ist alles andere als ein Aufbaugegner, hat nur eines der letzten sechs Spiele verloren. Zuletzt gab es einen 2:1-Heimsieg gegen Schalding-Heining durch die Tore der Profis Ilir Azemi und Sercan Sararer. In den vergangenen vier Begegnungen zwischen Schweinfurt und Fürth gewann jeweils die Heimmannschaft. "Im letzten Spiel in Schweinfurt sind wir unter die Räder gekommen, deswegen wissen wir, was auf uns zukommt", sagt U-23-Coach Thomas Kleine. Beim FC 05 kann Chef-Trainer Gerd Klaus nach abgelaufenen Sperren und abgeklungenen Verletzungen endlich wieder einmal aus dem Vollen schöpfen. Da es bei den vergangenen Partien im Willy-Sachs-Stadion zu Verstimmungen an der Einlasskontrolle kam, weist der FC 05 vorsorglich und für die kommenden Partien auf die Sicherheits-Vorgaben bezüglich Schirmen hin. Lange Schirme, insbesondere mit Metallspitzen, dürfen gemäß der Stadionordnung nicht mitgeführt werden. Sie müssen am Eingang abgegeben und anschließend wieder abgeholt werden.

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