Regionalsport
Fürth kassiert die dritte Heimniederlage
Die SpVgg verliert das Aufsteigerduell gegen Düsseldorf mit 0:2. Erst nach der Pause entwickeln die Gastgeber Torgefahr.
Auch im dritten Anlauf hat es nicht geklappt. Nach den Heimniederlagen gegen die Spitzenteams Bayern München und Schalke 04 ging die SpVgg Greuther Fürth auch gegen Fortuna Düsseldorf im eigenen Stadion als Verlierer vom Platz. Im Aufsteigerduell kassierten die Franken am Dienstagabend vor 16 573 Zuschauern eine 0:2 (0:2)-Niederlage. Damit warten die Fürther weiter auf ihren ersten Heim-Punkt in der Bundesliga und drohen in der Tabelle nach Abschluss des fünften Spieltag auf einen Abstiegsplatz abzurutschen. Die Düsseldorfer ebneten den Weg zu ihrem ersten Auswärtssieg schon vor der Pause mit den Toren von Oliver Fink (26. Minute) und Ken Ilsö (34.).
"Kleeblatt"-Trainer Mike Büskens schickte im Vergleich zum 1:1 in Wolfsburg eine auf einer Position veränderte Elf ins Rennen. Erstmals in dieser Saison stand Edgar Prib nicht in der Startformation.
Für den Mittelfeldspieler durfte Tayfun Pektürk von Beginn an ran. Auch bei der Fortuna gab es einen Personalwechsel: Routinier Andriy Voronin saß nur auf der Bank, für den Ukrainer agierte der Däne Ilsö als hängende Spitze.
Im ersten Bundesliga-Duell mit den Rheinländern taten sich die Franken trotz der eigenen Fans im Rücken enorm schwer. Vom Offensivschwung, den sie noch in Wolfsburg an den Tag gelegt hatten, war zunächst nichts zu sehen. Im Angriff waren die Platzherren erschreckend harmlos und machten sich mit vielen Fehlpässen im Spielaufbau das Leben selbst schwer. Allerdings verstanden es die Düsseldorfer geschickt, die Räume eng zu machen.
Während sich die Gäste zunächst darauf beschränkten, gegnerische Torchancen gar nicht erst zuzulassen, legten sie bald ihre Zurückhaltung ab und waren im Gegensatz zu den Platzherren im Angriff extrem effektiv.
Zwei Chancen erspielten sich die Gäste im ersten Spielabschnitt, zweimal musste SpVgg Torhüter Max Grün den Ball aus dem Netz holen. Zunächst brachte Fink die Fortuna nach Flanke von Johannes van den Bergh mit einem platzierten Kopfball aus zwölf Metern in Führung (26. Minute), dann vollstreckte Kelsö nach einem Konter aus kurzer Distanz zum 0:2 (34.).
Mit der Hereinnahme von Offensivspieler Prib, der Defensivkraft Thanos Petsos ersetzte, versuchte Büskens, den Fürther Angriff nach der Pause durchschlagskräftiger zu machen. Tatsächlich starteten die Franken mit viel Elan und drückten mit Macht auf den Anschlusstreffer. Pektürk und Sararer hatten mit einer Doppelchance (63.) aber Pech, und den Kopfball von Bernd Nehring fischte Torwart Fabian Giefer aus dem Winkel (68.). Büskens zog nun seinen letzten Trumpf und brachte Ex-Nationalstürmer Gerald Asamoah für den wirkungslosen Edu.
Doch auch diese Maßnahme zeigte keine Wirkung. Fortuna Düsseldorf ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen und brachte die Führung geschickt über die Zeit. Damit blieben die Rheinländer auch im fünften Bundesliga-Spiel ohne Gegentor.
SpVgg Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal (46. Rahman Baba) - Fürstner, Petsos (46. Prib) - Sararer, Pektürk - Edu (74. Asamoah), Azemi / Fortuna Düsseldorf: Giefer - Levels, Malezas, Langeneke, van den Bergh - Bodzek, Fink - Kruse (63. Cha ), Ilsø (90. Bellinghausen), Lambertz - Schahin (71. Reisinger) / SR: Welz (Wiesbaden) / Zuschauer: 16 573 / Tore: 0:1 Fink (26.), 0:2 Ilsø (34.) / Gelbe Karten: Mavraj (2), Nehrig (1) / Bodzek (2), Schahin (3) / Beste Spieler: Edu / van den Bergh, Lambertz











