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Brose Baskets gewinnen den Champions-Cup

Die Brose Baskets sichern sich mit einem hart erkämpften 102:98-Erfolg nach Verlängerung gegen Ulm den Champions Cup.
Die Fans waren begeistert.
 

Bambergs Präsident Norbert Sieben hatte nach Spielschluss einen Vergleich aus dem Fußball parat: "Es ist wie wenn Deutschland gegen England spielt - am Ende gewinnt immer Deutschland." In der Tat schafften es die Ulmer Basketballer wieder nicht in Bamberg zu gewinnen und mussten sich nach sechs Niederlagen in der letzten Saison auch zum Auftakt der neuen Serie gegen die Brose Baskets hauchdünn geschlagen geben. Der dreimalige Double-Gewinner darf sich nach dem 102:98 (43:37, 85:85)-Erfolg nach Verlängerung im Champions Cup gestern in der heimischen Stechert-Arena dreifacher Triple-Gewinner nennen - in den letzten drei Jahren sahnte das Team von Trainer Chris Fleming alle nationalen Titel, die es zu gewinnen gibt, ab.

Ulm kommt immer wieder zurück


Wie in der letzten Saison war der Finalgegner und Pokal-Halbfinalist knapp dran, kämpfte sich nach Rückständen immer wieder zurück, doch zum Sieg reichte es einmal mehr nicht. "Zufrieden bin ich damit, dass wir in der Schlussphase in der Offensive gute Entscheidungen getroffen haben. Wenn wir aber weiterhin Erfolg haben wollen, dürfen wir eine solche Anzahl an Punkten zu Hause nicht zulassen", ärgerte sich Fleming, dass seine Jungs vor allem John Bryant (27 Punkte/10 Rebounds) immer wieder leichte Punkte am Brett erlaubt hätten.
Im ersten Viertel war es vor allem Casey Jacobsen, der offensiv maßgeblich an der 20:12-Führung beteiligt war. In der Verteidigung glänzte Sharrod Ford mit vier Blocks. Im zweiten Abschnitt drehte Teddy Gipson auf und kam in nur 96 Sekunden auf zehn Punkte. "Ich glaube, wir haben den Leuten gezeigt, dass sie optimistisch in die Zukunft blicken können", meinte der 32-jährige Spielmacher.

Nachbar: gut fürs Selbstvertrauen


Nach der Pause lief es zunächst blendend, der Hausherr zog auf 50:37 davon, doch die Ulmer erkämpften sich mit einem 25:8-Lauf einen 62:58-Vorsprung. Anton Gavel, Ford und Bostjan Nachbar schlugen postwendend zurück. In der Verlängerung waren es dann die Dreier von Nachbar und Jacobsen, die die Bamberger auf die Siegerstraße brachten. "Ich bin glücklich, dass wir dieses schwere Spiel gewonnen haben. Das ist gut für unser Selbstvertrauen", freute sich "Boki" Nachbar (26 Punkte/6 Dreier) über den Erfolg. Dass am Ende die Bamberger wieder einmal knapp die Oberhand behielten, ist auch ein Verdienst von John Goldsberry, der den letzten Wurf der Ulmer gut verteidigte und den Abpraller sicherte.

Die Statistik


Brose Baskets Bamberg — ratiopharm Ulm n.V. 102:98
(20:12, 23:25, 20:25, 22:23 - Verlängerung 17:13)

Bamberg Nachbar (26 Punkte/6 Dreier), Gipson (21/2), Jacobsen (18/3), Zirbes (17), Ford (9/1), Gavel (8/2), Goldsberry (2), Neumann (1), Tadda
Ulm Bryant (27/1), Esterkamp (15/1), Günther (12), Schwethelm (10/2), Jeter (8/2), Theis (8), Ray (7/1), Watts (6), Nankivil (5/1)
SR Matip, Fritz, Panther
Zuschauer 6400
Gesamtwurfquote Bamberg 45 Prozent (34 Treffer/76 Versuche), Ulm 47 (34/72)
Dreierquote Bamberg 47 Prozent (14/30), Ulm 37 (8/22)
Freiwurfquote Bbg. 83 Prozent (20/24), Ulm 82 (22/27)
Rebounds Bamberg 40 (29 defensiv/11 offensiv), Ulm 41 (31/10)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 4/12, Ulm 1/13
Assists Bamberg 12 / Ulm 13
Fouls Bamberg 21 / Ulm 23

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