Regionalsport
Brose Baskets gewinnen Spitzenspiel in Oldenburg
Die Brose Baskets gewinnen das Spitzenspiel in Oldenburg mit 75:68. Mit einem 14:0-Lauf im letzten Viertel unterstreicht die neue Mannschaft ihre Qualität.
Dank einer bärenstarken Verteidigung im letzten Viertel entschieden die Brose Baskets das
Spitzenspiel in Oldenburg mit 75:68 (44:43) für sich und feierten vor dem Euroleague-Start am
Freitag in Barcelona den zweiten Bundesliga-Sieg im zweiten Spiel. Die starke Vorstellung bei den
ambitionierten Norddeutschen, die zum Auftakt bei Bayern München einen deutlichen
Auswärtserfolg gefeiert hatten, ist umso bemerkenswerter, da der dreimalige Doublegewinner in
John Golds-berry (Knieverletzung) und Daniel Schmidt (Grippe) auf zwei Spielmacher und in A.J.
Ogilvy, der in Kürze an der Leiste operiert wird, auf einen Großen verzichten
mussten.
"Wir haben in der ersten Halbzeit ein offensiv geprägtes Spiel gesehen.
Nach der Pause legten dann beide Teams in der Verteidigung zu - wir sicherlich ein Stückchen
mehr. Ich finde es fantastisch, dass Chris Fleming den Mut hatte, lange mit drei Spielern von der
Bank zu spielen. Er hat die Leistungsträger geschont, was sich am Ende ausgezahlt hat.
Unsere Mannschaft zeigte in der Höhle des Löwen, was sie drauf hat", freute sich Manager
Wolfgang Heyder über den Sieg bei einem Team, das aus seiner Sicht am Ende unter den besten
Vier dabei sein wird.
Nachbar trifft fünf
Dreier
Zu Beginn des Schlussviertels war es der starke Ronny Burrell, der die
Oldenburger mit 65:59 in Front brachte, nachdem die Brose Baskets zuvor die meiste Zeit knapp
geführt hatten, sich aber nie auf mehr als fünf Punkte absetzen konnten.
Das Momentum schien auf Seiten der Gastgeber umzuschlagen. Doch der einmal mehr überragende
"Boki" Nachbar (19 Punkte) brachte die Bamberger mit seinem fünften Dreier auf die
Siegerstraße.
In der Verteidigung gelang ihm zudem ein Block gegen Burrell, kurz
darauf räumte Maik Zirbes Oldenburgs Topwerfer Adam Chubb (24 Punkte) ab.
Aber auch Anton Gavel, Karsten Tadda, Sergerio Gipson und Casey Jacobsen zeichneten sich in der
Schlussphase in der Verteidigung aus und zwangen die zuvor fast fehlerfrei agierenden Oldenburger
in den letzten zehn Minuten zu fünf Ballverlusten und schwierigen Würfen.
Fast sechs Minuten blieben die Hausherren ohne Korberfolg und mussten einen 14:0-Lauf des
deutschen Meisters zum 73:64 hinnehmen.
Es war ein harter Kampf, bis der zweite
Saisonsieg feststand, nachdem sich beide Teams in der ersten Halbzeit einen offenen Schlagabtausch
auf hohem Niveau geliefert hatten. Auf Bamberger Seite drehte im zweiten Viertel vor allem
Sergerio Gip-son auf, der phasenweise traumwandlerisch sicher vollstreckte.
Aber auch das Zusammenspiel zwischen Jacobsen (6 Assists) und Zirbes klappte hervorragend.
Gestern ist Neuzugang Latavious Williams in Bamberg eingetroffen.
Nach den medizinischen Untersuchungen soll der athletische 2,03-Meter-Mann ab Dienstag mit dem
Team trainieren und am Freitag in Barcelona erstmals das Brose-Trikot tragen.
Die Statistik
EWE
Baskets Oldenburg — Brose Baskets 68:75
(20:20, 23:24, 16:15, 9:16)
Oldenburg Chubb (24 Punkte), Burrell (15/3 Dreier), Joyce
(9/1), Paulding (6), Wysocki (6), Bahiense de Mello (4), Jenkins (2), Freese
(2), Smeulders, Abdul-Hamit, Smit
Bamberg Nachbar
(19/5), Gipson (14/2), Zirbes (13), Jacobsen (8/1), Gavel (7/1), Neumann (6), Ford (6), Tadda
(2)
SR Schmidt, Schreiner, Kovacevic
Zuschauer 3148 ausverkauft
Gesamtwurfquote Oldenburg 44 Prozent (29 Treffer/66 Versuche) / Bamberg 49 (28/57)
Dreierquote Oldenburg 23 Prozent (4 Treffer/17 Versuche) / Bamberg
50 (9/18)
Freiwurfquote Oldenburg 100 Prozent
(6/6) / Bamberg 77 (10/13)
Rebounds Oldenburg 37 (22
defensiv/15 offensiv) / Bamberg 30 (21/9)
Ballgewinne/-verluste
Oldenburg 5/ 12 / Bamberg 3/13
Assists Oldenburg
14/ Bamberg 15
Fouls Oldenburg 18/ Bamberg 16
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