Würzburg
2. Bundesliga

Würzburger Kickers rutschen tiefer in Krise

Die Würzburger Kickers schaffen es einfach nicht, den Sinkflug zu stoppen. Der letzte Sieg datiert noch aus dem letzten Jahr.
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St. Paulis Christopher Buchtmann (r) feiert den Treffer zum 1:0. Foto: Axel Heimken/dpa
St. Paulis Christopher Buchtmann (r) feiert den Treffer zum 1:0. Foto: Axel Heimken/dpa
Die Würzburger Kickers können ihren Sturzflug in der 2. Fußball-Bundesliga einfach nicht stoppen. Die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach kassierte am Sonntag trotz einer kämpferisch ansprechenden Leistung ein bitteres 0:1 (0:0) im Kellerduell beim FC St. Pauli.

Vor 29 546 Zuschauern schockte Christopher Buchtmann (87. Minute) die Gäste aus Unterfranken wenige Minuten vor dem Schlusspfiff. Die Kickers blieben damit zum zwölften Mal am Stück ohne Sieg. Der letzte Dreier der Würzburger datiert aus dem Dezember 2016, als Aufstiegsaspirant VfB Stuttgart 3:0 geschlagen wurde. In der Tabelle haben die Kickers als 13. nur noch zwei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

Für Hollerbach war es eine besondere Partie. Von 1991 bis 1995 war er als Linksverteidiger für die Hamburger aktiv gewesen. "Ich hatte beim FC St. Pauli eine tolle Zeit", schwärmte der Coach, der genauso wie sein Gegenüber Ewald Lienen um die Bedeutung des Kräftemessens wusste. Lienen hatte das Duell sogar als Überlebensspiel tituliert.

In dieses gingen die Unterfranken, die zuletzt immerhin drei Remis nacheinander geholt hatten, mit drei Änderungen in der Startelf: Kapitän Sebastian Neumann, Rico Benatelli und Tobias Schröck durften von Beginn an ran. Und es entwickelte sich die erwartet enge Partie mit hoher Laufbereitschaft und viel Kampf.

Die Zuschauer am Millerntor bekamen in den ersten 45 Minuten je eine gute Torchance auf beiden Seiten geboten: Cenk Sahin (33.) scheiterte nach einem Steilpass an Würzburgs Schlussmann Jörg Siebenhandl, dann traf Marco Königs für die Kickers nur das Außennetz.

Nach der Halbzeit schalteten die Hausherren einen Gang höher und setzten die geordnet stehenden Würzburger stärker unter Druck. Eine Vorlage über die linke Seite von Buchtmann traf Aziz Bouhaddouz (48.) aus elf Metern aber nicht richtig. Die Würzburger hatten nun Glück, dass den Gastgebern die Präzision fehlte.

Hollerbach reagierte und brachte mit Valdet Rama (57.) sowie Sebastian Ernst (64.) frische Kräfte. Pauli-Schlussmann Philipp Heerwagen blieben besonders heikle Szenen aber erspart. Stattdessen drückten seine Vorderleute und wollten nach dem jüngsten 2:0 beim 1. FC Nürnberg unbedingt nachlegen - mit spätem Erfolg! Mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze schockte Buchtmann die Kickers kurz vor dem Schluss.
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