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Würzburg braucht Fußball-Wunder: Sturz in Drittklassigkeit droht

Die Würzburger Kickers verlieren auch gegen den SV Sandhausen und rutschen ab auf Rang 17. Jetzt hilft nur noch ein Fußball-Wunder.
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Die Kickers am Boden: Hier in Person von Clemens Schoppenhauer (liegend). Gegen den SV Sandhausen setzte es am Sonntag eine Heimniederlage. War's das schon mit allen Hoffnungen auf den Klassenerhalt? Foto: Nicolas Armer/dpa
Die Kickers am Boden: Hier in Person von Clemens Schoppenhauer (liegend). Gegen den SV Sandhausen setzte es am Sonntag eine Heimniederlage. War's das schon mit allen Hoffnungen auf den Klassenerhalt? Foto: Nicolas Armer/dpa
Jetzt hilft den Würzburger Kickers nur noch ein Fußball-Wunder. Nach dem 16. sieglosen Spiel nacheinander taumelt der Aufsteiger aus Unterfranken ungebremst dem direkten Sturz zurück in die Drittklassigkeit entgegen. Die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach unterlag am Sonntag vor heimischem Publikum dem SV Sandhausen mit 0:1 (0:1) und rutschte auf den vorletzten Tabellen-Platz ab. Auf die Kickers wartet nun in der nächsten Woche bei Tabellenführer VfB Stuttgart eine Herkulesaufgabe.

Vor 11.571 Zuschauern markierte Korbinian Vollmann (20. Minute) das Tor des Tages. Während die Kickers zwei Zähler Rückstand auf 1860 München auf dem Relegationsrang haben, konnte sich Sandhausen mit dem verdienten Dreier hingegen endgültig retten. Aus eigener Kraft können die Würzburger das Horror-Szenario Abstieg nicht mehr abwenden.

"Es war ähnlich wie in den letzten Wochen, dass wir uns für den hohen Aufwand nicht belohnt haben. Daher kann ich der Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen", sagte der enttäuschte Hollerbach, der den Glauben an die Rettung nicht begräbt: "Wer das große Ganze sieht, weiß, was das hier für ein toller Verein ist. Auch auf den Rängen hat jeder alles gegeben, die Fans haben uns unglaublich unterstützt. Ich glaube bis zum Ende daran, denn wir haben noch ein Spiel und Aufgeben gibt es hier nicht."

In Würzburg ging es von Beginn an erwartet intensiv zur Sache. Der körperbetonte Einsatz der Unterfranken verhinderte aber auch den Rückstand nicht. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld von Denis Linsmayer verteidigte Nejmeddin Daghfous schlecht. Vollmann nahm den Ball mit der Brust an und verwandelte sicher zur Führung. Die Kunde von der 2:0-Führung des Würzburger Abstiegskonkurrenten Arminia Bielefeld drückte zusätzlich aufs Gemüt.

Dagegen trat Sandhausen danach selbstbewusster auf, Würzburg tat sich gegen die taktisch gut abgestimmten Gäste schwer. Trainer Bernd Hollerbach reagierte auch mit einem Wechsel. Für Patrick Weihrauch brachte er noch vor dem Seitenwechsel den offensiveren Valdet Rama (36.). Den Würzburgern mangelte es aber einfach an Kreativität, um die effektiven Sandhäuser in Bedrängnis zu bringen.

Hollerbach musste noch mehr für die Offensive zu tun. Der frühere Bundesligaprofi nahm Verteidiger Sebastian Neumann (49.) vom Platz und brachte dafür Rico Benatelli. Auf der Gegenseite musste SVS-Spielführer Stefan Kulovits nach einem Schuss von Daghfous, der ihn im Gesicht traf, den Rasen verlassen.

Die Kickers probierten es und präsentierten sich in den Zweikämpfen besser. Nach einer Ecke von Rama setzte Tobias Schröck (59.) seinen Kopfball aber nur an den Pfosten. Der SV, der vor der Partie selbst noch nicht gerettet war, verteidigte in der Folge aber weiter geschickt. Den Würzburgern machten zwar mehr fürs Spiel, ihnen fehlte aber wie so oft in dieser Saison die letzte Konsequenz.
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