Bochum
FC Würzburger Kickers

Weiter sieglos in 2017: Würzburger Kickers verspielen Führung in Bochum

Die Würzburger Kickers haben wenige Minuten vor dem Schlusspfiff einen Erfolg verschenkt und müssen weiter auf ihren Premieren-Sieg 2017 warten.
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Enttäuschung über die verpasste Chance: Würzburgs Clemens Schoppenhauer steht nach dem Schlußpfiff auf dem Rasen. Fotos: Bernd Thissen/dpa
Enttäuschung über die verpasste Chance: Würzburgs Clemens Schoppenhauer steht nach dem Schlußpfiff auf dem Rasen. Fotos: Bernd Thissen/dpa
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Der Aufsteiger von Trainer Bernd Hollerbach unterlag am Samstag in der 2. Fußball-Bundesliga beim VfL Bochum trotz langer Führung mit 1:2 (1:0).

Die Würzburger entnervten den Ruhrpott-Verein vor 11 123 Zuschauern über 80 Minuten mit ihrer konsequenten Abwehrleistung. Ein Eigentor durch Tim Hoogland (26. Minute) ließ die Kickers zunächst auch jubeln. Doch Tom Weilandt (84.) und Dominik Wydra (87.) bestraften die Gäste noch in der Schlussphase.


Hollerbach: Unnötige Niederlage

"Die Niederlage war unnötig", resümierte Hollerbach. "Wir haben es trotz der schwierigen Personalsituation gut gemacht, waren engagiert und mutig." Lob gab es vom Bochumer Coach Gertjan Verbeek. "Der Gegner hat uns überrascht. Wir hatten deutliche Probleme, Würzburg war sehr gut organisiert", sagte der Niederländer.

Hollerbach war zum Umbau seiner Startelf gezwungen. Nach dem 0:2 gegen Heidenheim in der Vorwoche fehlte neben den gelb-gesperrten Junior Díaz und Sebastian Neumann auch der verletzte Nejmeddin Daghfous (Knochenprellung). "Wir haben ein bisschen Jugend forscht", sagte Hollerbach vor der Partie im TV-Sender Sky. "Wir wollen aber weiter frech sein und nach vorne spielen."

Rico Benatelli beherzigte dieses Motto und war am 1:0 mitbeteiligt. Nach einem Durcheinander in der Bochumer Deckung sorgte er mit einer Grätsche am Fünf-Meterraum für weitere Verunsicherung. Hoogland fälschte dann eine Flanke von Peter Kurzweg folgenschwer ins eigene Tor ab. Ausgerechnet Benatelli! Beim 2:0 im Hinspiel war der 24-Jährige noch einer der beiden Torschützen gewesen. Zudem wuchs er in Bochum auf und spielte in der Jugend für den VfL, ehe er als 16-Jähriger zu Borussia Dortmund wechselte.

Während die Kickers mit ihrer gewohnten Kompaktheit zu gefallen wussten, präsentierte sich der Verein aus dem Ruhrpott lange ideenlos und im Vorwärtsgang weitgehend zu harmlos.

VfL-Coach Gertjan Verbeek versuchte, mit drei frischen Kräften neue Impulse zu setzen. Die Würzburger ließen sich aber zunächst nicht aus ihrem Konzept bringen. Den Kickers schwanden in den letzten Minuten jedoch zunehmend Kraft und Konzentration, was die Bochumer eiskalt ausnutzten und noch den Dreier einfuhren.
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