Würzburg
2. Fußball-Bundesliga

Würzburg kann nicht mehr gewinnen - Club-Joker Teuchert trifft

Das Frankenderby in Würzburg endet ohne Sieger. Die Kickers verpassen damit einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf.
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Hitziges Derby in Würzburg - doch am Ende trennt man sich schiedlich-frriedlich Unentschieden. Foto: Daniel Karmann/dpa
Hitziges Derby in Würzburg - doch am Ende trennt man sich schiedlich-frriedlich Unentschieden. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die abstiegsbedrohten Würzburger Kickers können einfach nicht mehr gewinnen. Im Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg belohnten sich die Kickers nicht für ihre gute Leistung und kassierten in der 80. Minute den unnötigen Ausgleich zum 1:1 (1:0). Die Würzburger haben damit keines ihrer 13 Spiele im Jahr 2017 gewinnen können. Nur wegen des besseren Torverhältnisses steht der Tabellen-14. noch vor dem Relegationsplatz. Nürnberg ist mit 39 Punkten Achter.


Teuchert schockt die Kickers

Valdet Rama hatte die Würzburger vor 12.450 Zuschauern in der 10. Minute früh in Führung geschossen, der FCN kam nach dem Führungstor nicht mehr richtig in die Partie. Würzburg stand derweil defensiv sicher und ließ in der kämpferischen Zweitliga-Partie wenig anbrennen. Bis zur 80. Minute, als Joker Cedric Teuchert die Würzburger schockte.

"Wir müssen mit dem Punkt leben, obwohl wir die Chance hatten, das 2:0 zu machen", sagte ein angefressener Würzburg-Trainer Bernd Hollerbach nach dem Spiel bei Sky. Es gebe aber keinen Grund, die Mannschaft schlecht zu reden: "Wir haben jetzt 33 Punkte und sind immer noch im Rennen", sagte Hollerbach. "Das hat uns vor der Saison keiner zugetraut."


Die Nürnberger zeigten sich glücklich über den späten Ausgleich nach einer enttäuschenden Vorstellung. "Wir haben uns schwer getan gegen einen tiefstehenden Gegner, der mit Kratzen und Beißen drei Punkte verteidigen wollte", sagte Verteidiger Georg Margreitter.

Dabei kontrollierten die Nürnberger zunächst das Spiel, kamen schnell zu Chancen (3./5./8.) - und lagen plötzlich doch zurück. Würzburgs Rama marschierte mit dem Leder auf der linken Seite Richtung Sechzehner, zog in Robben-Manier nach innen und versenkte den Ball im langen Eck zur frühen Kickers-Führung (10.).

Der FCN kam gegen die gut gestaffelte Defensive der Würzburger anschließend kaum noch zu Chancen. Die Würzburger agierten in dieser Phase druckvoller und sorgten vor allem durch den auffälligen Rama über die linke Seite für Chaos in der Nürnberger Defensive (16./25.). Die beste Möglichkeit in dieser Phase hatte Linksverteidiger Peter Kurzweg, der Nürnbergs Miso Brecko tunnelte, Georg Margreitter stehen ließ, den Ball aber knapp am zweiten Pfosten vorbeischoss.


Die letzten Akzente vor der Pause setzten dann noch einmal die Nürnberger: Nach zwei Eckbällen kamen Hanno Behrens und Margreitter zu guten Kopfball-Chancen - und zwangen Kickers-Keeper Jörg Siebenhandl zu zwei sehenswerten Paraden.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel etwas ruppiger, für Gefahr sorgten beide Mannschaften kaum noch. Die Würzburger bestimmten die Partie immer mehr und hatten durch Elia Soriano sogar die Chance zum 2:0; FCN-Keeper Raphael Schäfer parierte aber glänzend.

Doch letztlich reichte den Nürnbergern eine Chance, um den fast schon sicher geglaubten ersten Rückrunden-Sieg der Kickers zu verhindern. Joker Teuchert kam nach einigem Gedränge im Würzburger Sechzehner aus gut zehn Metern frei zum Schuss - und schnappte den Würzburgern mit einem präzisen Schuss den Sieg weg. Kickers-Trainer Bernd Hollerbach musste nach dem nach dem Gegentor auf die Tribüne und beobachte von dort, wie sein Team nicht mehr zurückschlagen konnte.
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