Würzburg
Untersuchung

Schüsse auf Axt-Attentäter von Würzburg waren legal

Die Untersuchung der tödlichen Schüsse auf den Axtattentäter von Würzburg wurde eingestellt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Würzburg mit.
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Beim Axt-Attentat bei Würzburg war der Attentäter durch Schüsse der Polizei getötet worden. Foto: dpa
Beim Axt-Attentat bei Würzburg war der Attentäter durch Schüsse der Polizei getötet worden. Foto: dpa
Demnach hätten sich "keinerlei tatsächliche Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat der beiden Polizeibeamten ergeben", so der Leitende Oberstaatsanwalt Bardo Backert.

Der 17-jährige Flüchtling aus Afghanistan hatte am 18. Juli gegen 21 Uhr mit einem Messer und einer Axt Fahrgäste in einem Regionalzug angegriffen und schwer verletzt. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Hintergrund aus. Nachdem der Zug per Notbremse gestoppt wurde, flüchtete der Täter durch den Würzburger Stadtteil Heidingsfeld und verletzte dort eine Passantin.


"Völlig überraschend"

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei, das zufällig in Würzburg in der Nähe gewesen war, hatte die Verfolgung aufgenommen. Was danach geschah, schildert Backert nun detailliert: Gegen 21.55 Uhr sei der Axtattentäter in den Mainauen für die Polizisten "völlig überraschend" und "in einer Entfernung von etwa drei Armlängen" aus einem dichten Gestrüpp gestürmt.

Dabei hatte er die Axt über dem Kopf gehoben und laut "Allahu Akbar" geschrien. Ein Beamter gab daraufhin drei Schüsse aus einer Pistole, der andere zwei Schüsse aus einem Sturmgewehr ab. Beide Polizisten trafen laut Backert den Terroristen jeweils einmal tödlich. Der Angriff des 17-Jährigen sei laut Untersuchungsergebnis nur durch Waffengebrauch abzuwehren gewesen. Geben Polizisten tödliche Schüsse ab, wird von Amts wegen automatisch eine Untersuchung eingeleitet. Benjamin Stahl
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