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Fussball

Kickers bezwingen Münchner "Löwen" - 2:0 dank Müller und Soriano

Die Würzburger Kickes bleiben die Derby-Experten - und die Nummer 1 im Freistaat Bayern. Sie unterstreichen das mit einem 2:0 gegen 1860 München.
Die Würzburger Kickes bleiben die Derby-Experten - und die Nummer 1 im Freistaat Bayern. Sie unterstreichen das mit einem 2:0 gegen 1860 München. Foto: Michael Will/dpa
 
von DPA
Der TSV 1860 München hat beim Derby-Spezialisten Würzburger Kickers die nächste bittere Niederlage kassiert. Die "Löwen" verloren beim 0:2 (0:1) gegen den furiosen Aufsteiger Würzburger Kickers bereits zum dritten Mal in den jüngsten vier Spielen. Elia Soriano (27./Foulelfmeter) und Felix Müller (83.) waren am Sonntag vor 12 475 Zuschauern in der ausverkauften Würzburger Arena die gefeierten Spieler. Die Franken von Trainer Bernd Hollerbach setzen damit ihre Erfolgsserie fort und sind Tabellenvierter der 2. Fußball-Bundesliga. Für die Münchner und Coach Kosta Runjaic reicht es dagegen nur zu Rang 14.

Beim ersten Pflichtspiel der beiden ersten Mannschaften dieser Clubs überhaupt verbuchten die Gastgeber die beiden ersten Chancen. Nach zwei Eckbällen von Top-Vorbereiter Nejmeddin Daghfous kam Soriano zweimal recht unbedrängt zum Kopfball (5./12.). Doch der Deutsch-Italiener verfehlte hier noch das Tor.

Die "Löwen", bei denen der angeschlagene Ivica Olic fehlte, wurden zweimal von Kickers-Schlussmann Robert Wulnikowski gestoppt. Der 39-Jährige passte nach einem feinen Zuspiel von Fanol Perdedaj blendend auf und klärte vor Karim Matmour (15.). Nach einer Freistoßvariante war der Oldie auch von Daniel Adlung von der rechten Seite nicht zu überwinden. Jan Mauersberger (45.+1) köpfte bei einer weiteren guten Möglichkeit mit Wucht über das Tor.

Den einzigen Treffer vor der Pause leiteten die Gäste selbst ein. Kai Bülow vertändelte den Ball gegen Soriano. Als der Angreifer danach versuchte, 1860-Keeper Jan Zimmermann zu umspielen, kam es zum Kontakt: Gelb für den Torwart, Elfmeter für Würzburg. Soriano verwandelte selbst. Es war sein drittes Saisontor. Insgesamt leisteten sich die spielerisch besser veranlagten Münchner zu viele Fehler gegen die taktisch einmal mehr glänzend eingestellten Franken.

Mit der Führung im Rücken kamen die Würzburger zunächst stärker aus der Halbzeitpause, aber die erste Großchance bekamen die Münchner. Sascha Mölders ließ stark gegen Kickers-Verteidiger Clemens Schoppenhauer stehen. Den Mölders-Schuss parierte aber Wulnikowski (58.).

Die "Löwen" stemmten sich gegen die Niederlage, aber die Würzburger hielten diszipliniert an ihrer Ausrichtung fest. Und hinten stand Wulnikowski sicher - wie etwa gegen Mauersberger (77.) bei dessen Kopfball. Gegen die schlecht sortierte Münchner Defensive sorgte Müller dann nach einem schnell vorgetragenen Angriff für die Entscheidung. Zweieinhalb Wochen nach dem 3:0 im Fürth war es der zweite Sieg in einem Freistaat-Derby.
Beide Teams dürfen sich auf ein schnelles Wiedersehen freuen: Am 25. Oktober sieht man sich, wieder in Würzburg, in der 2. Runde des DFB-Pokals wieder.

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