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Internet-Kriminalität

Fake-Shops: Unterfränkische Polizei gibt Tipps gegen Betrug beim Online-Kauf

Nach mehreren Vorfällen in der Region gibt die unterfränkische Polizei am Freitag Tipps, wie man "Fake-Shops" erkennt und was man dagegen tun kann.
Nach mehreren Vorfällen in Unterfranken gibt die Polizei Tipps, wie man Online-Betrüger frühzeitig erkennt und wie man vorgeht, wenn man bereits Opfer geworden ist. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/ dpa
 
Immer wieder melden sich Bürgerinnen und Bürgern bei der Polizei, nachdem sie beim Einkaufen im Internet auf einen Fake-Shop hereingefallen sind. Ob Schuhe, Waschmaschine oder Fernseher - auf der Jagd nach einem Schnäppchen lauern auch Betrüger. Ware gibt es dann keine und auch das bezahlte Geld ist in der Regel verloren.

Bei den sogenannten "Fake-Shops" handelt es sich um gefälschte Homepages von Firmen oder Verkaufsportalen im Internet. Die Betrüger kopieren gerne Bilder von Waren echter Anbieter, deren Impressum und stellen (kurzzeitig) ihr gefälschtes Portal online. Dort werben sie dann in der Regel mit Niedrigpreisen, um ihre Opfer anzulocken.

In der Vergangenheit gab es in Unterfranken mehrere Fälle. Die Polizei nennt einige Beispiele:

In der Region Main-Rhön bestellte ein Rentner aus Zeil am Main Ende März 2017 einen Hochdruckreiniger über die Homepage einer Firma im Internet. Nachdem er den Kaufpreis in Höhe von 156 Euro überwiesen, die Ware aber längere Zeit nicht geliefert bekommen hatte, wendete er sich an die Polizei. Schließlich stellte sich heraus, dass er auf einen Fake-Shop hereingefallen war.

Ähnlich erging es einem Kitzinger in der Region Mainfranken, der Anfang Januar ein iPad in Höhe von 364 Euro im Netz erworben hatte. Auch er hatte die Ware nicht zugesandt bekommen. Alle sich anschließenden Versuche mit dem Verkäufer Kontakt aufzunehmen waren gescheitert, die Internetseite schon wieder gelöscht.

Am Untermain erwarb Ende Mai eine Goldbacherin Sommerschuhe im Wert von gut 100 Euro bei einem Online-Shop. Nach ihrer Kreditkartenzahlung stellte sie fest, dass der Anbieter das Portal gelöscht hatte. Die Ware kam nicht. In Großostheim erwarb ein Rentner Anfang April einen Laptop für gut 400 Euro im Internet und fiel auf die Betrüger herein. Anfang März und Mai ging es bei einem anderen Portal um einen Rasenmäher und eine Waschmaschine.



Tipps der unterfränkischen Polizei gegen Betrug beim Online-Kauf:



• Keine Spontankäufe bei auffallend niedrigen Preisen! Vergleichen Sie die Angebote vorher im Netz oder beim Händler vor Ort!

• Geben Sie den Namen des Anbieters in eine Suchmaschine ein! So erfahren Sie am schnellsten, ob bereits andere schlechte Erfahrungen gemacht haben.

• Eine zweite Möglichkeit ist, die Adresse des Anbieters in eine Suchmaschine einzugeben. Dabei kann sich herausstellen, dass es diese tatsächlich nicht gibt oder in einem Privathaus ist. Dies sollte misstrauisch machen.

• Wählen Sie sichere Zahlungswege: Der Kauf auf Rechnung kann vor Betrug durch Fake-Shops schützen. Vorsicht ist auch bei Western Union, Ukash oder paysafe geboten. Im Zusammenhang mit PayPal sollte man bei Fremden nie auf die Zahlungsvariante "Freunde an Freunde" eingehen.

• Überprüfen Sie das Impressum - falls es überhaupt eines gibt!

• Seien Sie misstrauisch, wenn der Verkäufer ausschließlich per E-Mail mit Ihnen kommunizieren kann oder will!

• Im Zweifel kein Einkauf: Wenn Sie sich unsicher sind, kaufen Sie nicht, sondern beim Händler Ihres Vertrauens.



Was tun, wenn man Opfer geworden ist?



• Sollten Sie bereits Geld für Ihren Kauf überwiesen haben, informieren Sie sich umgehend bei Ihrer Bank, ob Sie die Zahlung rückgängig machen können.

• Sichern Sie alle Beweise für Ihren Online-Kauf: Ob Kaufvertrag, Bestellbestätigung oder E-Mails, bewahren Sie alle Belege für Ihren Kauf auf. Drucken Sie diese aus.

• Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei: Mit den gesicherten Unterlagen sollten Sie sich möglichst sofort an die Polizei wenden und Strafanzeige erstatten. Auch wenn die strafrechtliche Verfolgung von Tätern schwierig ist, weil diese oftmals aus dem Ausland agieren, sollten Sie sich nicht von einer Anzeige abbringen lassen.

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