Kommentar

Kommentar: Die Autobranche schläft nicht

Der Elektromotor wird kommen. Doch ein Auto besteht aus mehr - viel mehr. Wie stark Firmen aus Franken hier mitmischen, zeigt ein Schaubild.
Ein Mitarbeiter von Bosch fährt auf der A81 in einem Auto, das als Prototyp für autonomes Fahren genutzt wird. Foto: Daniel Naupold, dpa
 
von MATTHIAS LITZLFELDER
Was ist in den vergangenen Monaten nicht alles über die deutsche Autoindustrie gesagt worden. Im Zuge des peinlichen Abgasskandals geriet Deutschlands Vorzeigebranche nicht nur unter Druck, es wurde ihr vielfach auch die Kompetenz abgesprochen, künftig am Weltmarkt weiter die Führungsrolle einzunehmen. Die Entwicklung sei verschlafen worden, Verbrennungsmotoren seien überholt und globale Internetkonzerne wie Google oder Apple würden sowieso bald das Lenkrad übernehmen.


Elektromotor wird dominant

Anfang des 20. Jahrhunderts schien die Zukunft der Mobilität schon einmal dem Elektromotor zu gehören. Doch dann wurde dieser von den Verbrennungsmotoren verdrängt, die ihre größere Reichweite gnadenlos ausspielten. Jetzt wendet sich das Blatt. Der Elektromotor wird in den nächsten Jahren immer dominanter werden, auch infolge des verstärkten Engagements deutscher Autohersteller in dieser Technik. BMV, VW und Co. haben nicht geschlafen. Sie liegen schon längst in Wartestellung, verzichten im Gegenzug aber auch nicht auf die immer noch glänzenden Geschäfte mit Benzin- und Dieseltechnik.


Franken stark vertreten

Wer glaubt, die Schlüsselbranche Automobil würde von heute auf morgen von Internetkonzernen komplett umgekrempelt, sollte ganz an den Anfang der Produktionskette gehen - zu den Zulieferern. In unserer Region, in Franken, sind diese seit Jahrzehnten stark vertreten. Sie zeigen: Ein Auto besteht aus mehr, als die Diskussionen um die Art des Antriebs und autonomes Fahren suggerieren.


Schaubild mit Zulieferern in der Zeitung

In einem Schaubild, das zum Start der IAA in Frankfurt am Donnerstag in den Tageszeitungen unserer Mediengruppe erscheint, haben wir versucht, diese Autozulieferer aus dem Verbreitungsgebiet (den Landkreisen, wo wir als Redaktion vertreten sind) und ihre Bauteile einmal aufzulisten - eine fast unmögliche Aufgabe, denn eine aktuelle, lückenlose Datenbank, auf die wir zugreifen konnten, gab es nicht. Dennoch: Was wir recherchiert haben zeigt, wie stark die Autozulieferer vor unserer Haustür vertreten sind.


Helfen Sie mit! Nennen Sie weitere Zulieferer!

Abschließend ist diese Auflistung vermutlich nicht. Kennen Sie weitere Autozulieferer aus den Landkreisen Bamberg, Forchheim, Lichtenfels, Kronach, Kulmbach, Coburg, Haßberge, Kitzingen, Bad Kissingen oder Erlangen-Höchstadt? Dann sind wir über eine Nachricht an m.litzlfelder@infranken.de dankbar.
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