Metropolregion

Bambergs OB Starke verfolgt als neuer Ratsvorsitzender der Metropolregion neue Ziele

Die Region fit machen für die Zukunft, gemeinsam denken und handeln: Darauf setzt der neue Ratsvorsitzende der Metropolregion, Andreas Starke.
Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke ist seit Juli Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg. Foto: Matthias Hoch
 
von KLAUS ANGERSTEIN
Welche Ziele verfolgt der neue Ratsvorsitzende der Europäischen Metropolregion Nürnberg? Die Frage richtet sich an Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD), der seit 28. Juli den Ratsvorsitz innehat. Diesem Rat, dem obersten Beschlussorgan der Metropolregion, gehören 55 Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte der Region an, dazu Vertreter der Bezirke, Bezirkstage und der Staatsregierung. Ein illustrer Kreis also. Dem allerdings von der Gründergeneration der Metropolregion nicht mehr allzu viele Mitglieder angehören.


Metropolregion biete beste Möglichkeiten für Kooperationen

Die heutige Politikergeneration müsse erst wieder verinnerlichen, welch großartige Einrichtung die Metropolregion ist, erfahren wir im Gespräch mit Starke. Sie biete beste Möglichkeiten für Kooperationen, auch im wirtschaftlichen Bereich. Als Ratsvorsitzender hat Starke natürlich nicht nur seine Kommune im Blick, das sowieso. Es geht ihm um das Ganze, die Region in ihrer Gesamtheit. Und für diese Idee der Metropolregion wolle er in den kommenden Wochen und Monaten wieder verstärkt werben. Wichtige Kreistage und Stadträte werde er deshalb selbst aufsuchen.

Ziel: "Die Bürgermeister und Landräte sollen den Metropolgedanken lieben lernen." Was leichtfallen sollte, angesichts der doch recht einzigartigen Konstruktion der Metropolregion, basierend auf Freiwilligkeit und Gleichrangigkeit aller Partner, egal ob groß oder klein. Dazu kommt die Polyzentralität, dieses Netzwerk vieler kleiner Zentren, von einem Moloch keine Spur. Der Schwung, den die Gründergeneration ausgelöst hat, der soll nicht verloren gehen. Darauf setzt der neue Ratsvorsitzende.


Gemeinsamkeiten vernetzen

Und darauf, dass er die finanzielle Ausstattung der Metropolregion verbessern kann. "Wir brauchen mehr Geld für die Vielzahl an Projekten, die wir anpacken wollen." Dafür will er versuchen, bei Horst Seehofer Geld loszueisen. Weil es aber auch so viele gemeinsame Interessen in Bereichen wie Klimaschutz, Verkehr und Mobilität oder Tourismus und Kultur gebe. Diese Gemeinsamkeiten gelte es zu vernetzen und zu bündeln. Weil man nur so im Konzert der Großen bestehen könne.

Arbeit für die Metropolregion, das ist auch Standortpolitik. Starke verweist auf den engen Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft. Es geht um Ansiedlung von Unternehmen, um Arbeitsplätze, um den Ausbau der Verkehrswege. Konkrete Beispiele: es geht um den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs, die bessere Anbindung des Nürnberger Flughafens. Es geht um die Elektrifizierung der Bahn im östlichen Bereich der Metropolregion. Und es geht darum, die Pendlerströme in den Griff zu bekommen. Etwa mit zusätzlichen S-Bahn-Haltestellen in Forchheim-Nord und Bamberg-Süd.

Eine Menge Aufgaben warten da auf den neuen Ratsvorsitzenden. In einer Amtsperiode nicht zu erledigen. Aber Starke will sie anpacken. Wie zum Beispiel beim Thema europäische Kulturhauptstadt. Für Nürnberg allein vielleicht eine Nummer zu groß. Aber im Verbund mit der Metropolregion und Städten wie Bamberg oder Bayreuth sicher zu stemmen. Die Vorzüge der Metropolregion würden so richtig veranschaulicht. Und der Bamberger und Bayreuther könnten sich leichter auch als Metropolitaner fühlen.

zum Thema "Metropolregion"

Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.