Kommentar

Brexit bringt unnötige Bürokratie

Die Diskussion um die Limited zeigt, welche Bürokratie der Brexit nach sich zieht, sagt unser Kommentator.
Erik Lesser, dpa
 
von MATTHIAS LITZLFELDER
Auch wenn der Austritt des Vereinten Königreichs aus der EU weitaus größere Konsequenzen nach sich ziehen wird als ein paar Anerkennungsprobleme bei der Rechtsform von Firmen: Die juristische Diskussion um die Zukunft der "deutschen Limited" zeigt, was alles an der Entscheidung der Briten hängt.
Wenn EU-Standards nicht mehr gelten, müssen zwischen den Mitgliedsstaaten und Großbritannien neue Verträge ausgehandelt werden. Das ist möglich, aber unnötige Bürokratie. Es schwächt die Binnenwirtschaft in Europa.


Schlechte Bonität

Die Gesellschaftsform der Limited ist in Deutschland freilich schon seit acht Jahren entbehrlich. Genutzt wurde sie zuletzt wohl nur noch aus steuerlichen Gründen. Wem das nötige Stammkapital fehlte, der griff seit 2008 auf die Unternehmergesellschaft zurück. Die UG übernahm aber auch ein Problem der Limited: die schlechte Bonität.
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