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Idee

Muffensausen auf der Rutsche

Viel wuff-wuff beim ersten "Dog-Day" im Schweinfurter Silvana-Bad: Die meisten Hundebesitzer fanden's einfach "cool".
Ab ins Badevergnügen. Die meisten Vierbeiner ließen sich beim Dog-Day im Schweinfurter Silvana nicht lange bitten.  Foto: Martina Müller
 
Nein, seine Idee war's nicht, das hiesige Silvana-Freibad heuer erstmals auch für Hunde zugänglich zu machen, sagt Badleiter Philipp Spensberger - wenn auch nur für einen Nachmittag zum Ende der Freibadsaison für Menschen. Vor zwei Jahren schon sei er mal von Hundebesitzern gefragt worden, ob das nicht auch in Schweinfurt möglich sei. Es gebe da auch eine Initiative "Hund im Freibad" - und deren Wille ist am Montag geschehen.

Am Sonntag hat sich die Gattung Mensch letztmals in diesem Jahr im Silvana-Freibecken erfrischen dürfen, nun war es für des Menschen besten Freund reserviert. Mindestens 50 Vierbeiner tobten herum, nicht wenige am Rand mit allerhand Respekt vor dem vielen Wasser, in dem es so abrupt abwärts gehen konnte. Andere, insbesondere Retriever, sprangen mit Anlauf ins Becken, um Stöckchen, Bälle oder gelbe Plastikenten rauszufischen.
Labrador-Lady Emma traut sich nicht recht. "Diese Stufen kennt sie so nicht", sagt Frauchen Tamara Schleyer, "der Main ist ihr sowieso lieber." Früher war sie gerne mit ihr im Ochsenfurter Hundeschwimmbad, das es jetzt nicht mehr gebe. Um so mehr freut sie sich über diesen Hundebadetag in Schweinfurt.

"Los, jetzt geh' schon rein", redet das Herrchen auf seinen Golden Retriever Balu ein, aber der denkt nicht dran: "Er war ja schon drin, aber jetzt ziert er sich." Das Zieren hält an. Dieweil feuern zwei Mädchen ihre Hunde Emmi und Pummeluff (Name aus dem Spiel Pokemon) an, vom Beckenrand aus ins Wasser zu hüpfen: "Holt mal den Ball."

Die Australian Sheppards ziehen aber auch nicht so recht. Der deutlich größere rehbraune Rhodesian Ridgeback, der sich in eindeutiger Absicht an Emmi ranmacht, hat eh anderes im Sinn als zu planschen. "Die Rasse ist generell wasserscheu", sagt Herrchen Alban Eyerkaufer über den zehn Monate jungen Rüden Chuma (afrikanisch, auf Deutsch Reichtum). In den Main gehe er, aber nur bis zum Bauch. Er ist halt für die Löwenjagd in der Savanne gezüchtet, und dort dominieren eher Gras und Sand als fränkisches Schwimmbadwasser. "Voll cool" findet Natalie Nabavinegad den Hundebadetag, nicht aber die vier Näpfe mit Trockenfutter, die das Silvana unter der Überschrift "Hundebar" quasi als kleinen kulinarischen Doggy-Service aufgebaut hat.

Die französische Bulldogge Emmie, die fast wie ein Mops aussieht, kläfft den Reporter an, traut sich aber nicht ins Wasser. Eine "coole Idee" ist der Hundefreibadtag, sagt ihr Frauchen Pia Stapf, auch weil der Erlös ans Schwebheimer Tierheim geht. Für die Wauwaus sind übrigens drei Euro zu zahlen, der Mensch ist mit nur einem Euro dabei, er darf ja auch nicht ins Wasser.

Zwei Bearded Collies - die grauweißen zotteligen mit dem Vorhang über den Augen - haben's nicht so mit dem Freibad. "Die Treppe stört sie", sagen Herrchen und Frauchen. Mailo war gerade mal mit den Beinen drin, Wilma bis zum Bauch.

Marion Treutings russischer Toy-Terrier Luna (1,8 Kilo) mag Wasser eher unter Frauchens Schutz auf einer Luftmatratze. Dass er nicht selbst im Becken paddelt, ist wohl gar nicht so verkehrt, nicht dass ihn ein richtiger Hund mit einer Apportierente verwechselt. Auch der possierliche Chihuahua-Mischling ist keine Wasserratte. Dieweil hängt der Hovawart-Mischling Jacky auf halber Strecke auf der Wasserrutsche fest, hat Muffensausen, will wieder rauf.

Frauchen Tina Yarber kriegt ihn schließlich um den Preis eines nassen Hosenbeins zu fassen, zieht ihn wieder hoch. Beide verlassen die Rutsche lieber über die Treppe. Stefan Sauer
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