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Aktion

In Schweinfurt: Hornissenblockade im Kamin

Naturschutz, Feuerwehr und Kaminkehrer waren in Schweinfurt im konzertierten Einsatz in 14 Metern Höhe, die Königin entwischte aber.
Lothar Schwarz bei der Arbeit in 14 Meter Höhe. Foto: Herbert Götz
 
Einen nicht alltäglichen Einsatz hatte am Dienstagnachmittag Lothar Schwarz, Beauftragter des Arbeitskreises Arten- und Naturschutz. Ein Hornissenvolk hatte sich in dem Kamin eines Wohnhauses in Schweinfurt einquartiert und in letzter Konsequenz die Heizung stillgelegt. Da diese Insekten unter strengem Naturschutz stehen, geriet die Umsiedlung zu einer größeren Aktion.

Bereits im Mai dieses Jahres habe sie gemerkt, dass da irgendwas nicht stimmen könne, berichtete die Mieterin des Hauses am Dienstag. Denn ab da habe sie immer wieder mal tote Insekten im Umkreis des Kamins und auch im Heizungsraum gefunden, sich aber nichts weiter dabei gedacht.


Heizung öfters ausgefallen

Seit einigen Wochen sei aber die Heizung immer wieder ausgefallen, auch habe sich vermehrt Rauchgeruch in der Wohnung bemerkbar gemacht. Der über den Vermieter angeforderte Kundendienst habe aber keinen technischen Mangel feststellen können. Vor gut einer Woche wurde dann der Kaminkehrer informiert, der mit einer speziellen Kamera den Kamin untersucht habe. Danach war schnell klar, dass die Blockade des Rauchabzugs von Insekten verursacht wurde, die am oberen Kaminende ein Nest gebaut hatten. Für eine schnelle Nothilfe durchstieß der "schwarze Mann" mit seinem Reinigungsbesen das Hindernis, erst dann wurde klar, dass es sich um die geschützten Hornissen handelt.

Die Mieterin wandte sich an das Rathaus, wurde dann zur Naturschutzbehörde vermittelt, die dann den dafür zuständigen Mann benachrichtigte. Lothar Schwarz aus Schwebheim ist seit Jahren offiziell Beauftragter für die Umsetzung von Bienen, Wespen und eben auch Hornissennestern und hat auch als einer der Wenigen im Umkreis, die Befugnis, dies zu tun.

Wichtig sei es, so Schwarz, die Königin mit zu erwischen. Dazu hat er spezielle Umsetz-Nistkästen entwickelt, in denen die Völker dann an einen neuen Wohnort gebracht werden können.

Zunächst war Eile geboten, denn die emsigen Insekten hatten direkt nach der notgedrungenen Teilzerstörung des Nestes mit dem Neuaufbau begonnen.

Das obere Ende des Kamins liegt in rund 14 Meter Höhe, die Aktion musste bei Tageslicht stattfinden. Und ein Hubgerät war zwingend nötig. Die Feuerwehr stellte im Rahmen einer Übung die Drehleiter zur Verfügung, die gerade reichte.


Größter Teil der Waben geborgen

Als Erster durfte der Fotograf mit der Feuerwehr nach oben - Schwarz schmunzelte: "Wenn sie dich genug gestochen haben, dann sind sie bei mir friedlicher". Scherz, natürlich erhielt jeder, der in die luftige Höhe fuhr, eine entsprechende Schutzausrüstung. Anschließend dann der Experte, er erhielt noch einen speziellen Gurt, denn er musste sich weit aus dem Korb beugen und mit Kescher und Kelle Insekten und Waben aus dem Kamin angeln und in dem Transportsack verstauen. Die Königin mit einem Teil des Schwarms sei leider entwischt, erläuterte Schwarz die Aktion. Wichtig sei, dass der größte Teil der Waben geborgen werden konnte, darin reifen die jungen Königinnen und etliche Arbeiterinnen heran, die dann im Frühjahr ein neues Volk gründen werden. Was geschieht mit der alten Königin? "Spätestens Ende Oktober wird diese mit ihrem Volk sterben, das ist aber immer so, das liegt nicht an diesem Eingriff," betont Schwarz. Herbert Götz
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