Schweinfurt
Gericht

Schweinfurt: Acht Jahre Haft nach tödlichem Familienstreit

Er tritt und schlägt auf sein Opfer ein. So stark, dass der Mann stirbt. Nun ist der Alkoholiker vom Gericht verurteilt worden.
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Symbolbild: Ferdinand Merzbach
Symbolbild: Ferdinand Merzbach
Ein 52-Jähriger, der den Cousin seiner Ex-Frau getötet hat, soll wegen Totschlags acht Jahre in Haft. Im Schweinfurter Prozess gegen den Mann entschied das Landgericht am Mittwoch zudem, dass er zum Ende seiner Gefängnisstrafe während der Haftzeit zwei Jahre in einer Entzugsanstalt untergebracht wird.

Damit stellte sich das Gericht gegen den Staatsanwalt, der einen Entzug nicht mehr für sinnvoll erachtet hatte; der nun verurteilte Alkoholiker habe zuvor schon zu viele Versuche abgebrochen. Der Anklagevertreter hatte für den 52-Jährigen neun Jahre Haft gefordert.

Die Verteidigung wollte eine deutlich kürzere Gefängnisstrafe erreichen, ohne dabei eine genaue Haftzeit zu benennen. Die Unterbringung für einen Entzug war aber Ziel der Verteidigung, die dabei nie bestritt, dass der Mann sein Opfer getötet hatte.

Der 52-Jährige war erst zwei Wochen vor seiner Tat aus dem Gefängnis entlassen und von dem späteren Opfer aufgenommen worden. Zusammen mit dem 54-Jährigen habe er am Tatabend drei Flaschen Wodka und drei Flaschen Wein getrunken. Ein Gutachten bestätigte den Vollrausch der Männer. Laut Anklage hatte der Verurteilte so heftig auf das Opfer eingetreten und -geschlagen, dass der 54-Jährige an den Verletzungen starb.
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