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Gerolzhofen: Was sich hinter dem Briefkasten am Familiengrab verbirgt

In Gerolzhofen im Kreis Schweinfurt hängt ein Briefkasten an einem Familiengrab. Was es damit auf sich hat
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Auf dem Friedhof von Gerolzhofen hat ein Hobbybastler einen Briefkasten an die Rückseite eines Grabsteins geschraubt, um darin Gartenwerkzeuge aufzubewahren. Die Idee findet viel Anklang. Foto: Klaus Vogt
Auf dem Friedhof von Gerolzhofen hat ein Hobbybastler einen Briefkasten an die Rückseite eines Grabsteins geschraubt, um darin Gartenwerkzeuge aufzubewahren. Die Idee findet viel Anklang. Foto: Klaus Vogt
Manchmal entdeckt man beim Spazierengehen etwas so Ungewöhnliches, dass man zweimal hinschauen muss, um ganz sicherzugehen, sich nicht getäuscht zu haben. So eine Überraschung kann einem beim Spaziergang über den städtischen Friedhof in Gerolzhofen im Kreis Schweinfurt blühen.

Denn dort hängt auf einem Familiengrab ein Briefkasten. Ein richtiger Briefkasten mit integrierter Zeitungsrolle. Die Metallkiste wurde an die Rückseite des schwarzglänzenden Grabsteins geschraubt. In unserer Welt will oder muss ja jeder überall und jederzeit erreichbar sein. Aber braucht's am Ort der ewigen Ruhe tatsächlich noch einen Briefkasten?


Praktischer Natur

Die Sache mit dem Briefkasten ist rein praktischer Natur. Im Zuge der optischen Verschönerung des Gerolzhöfer Gottesackers wurden in den vergangenen Wochen mehrere licht gewordene Thuja-Hecken zwischen den Grabreihen gerodet und die Flächen mit Rollrasen belegt. Was schön aussieht, hat aber einen kleinen Haken: Bislang wurden die Hecken auch genutzt, um hier Blumenvasen, Gießkanne und kleine Gartengeräte hinter dem Grabstein zu verstecken.

Jetzt stellt sich für viele Heckenlose die Frage: Wohin mit der Gerätschaft? In dieser Notlage ist die Idee mit dem Briefkasten entstanden. Der kleine Handrechen und die Hacke sind jetzt sauber aufgeräumt. Und unten im Zeitungsrohr hat sogar die grüne Steckvase ihren Platz gefunden. Aus dem Briefkasten wurde der kleinste Geräteschuppen der Welt.

In den sozialen Medien überschlagen sich Kommentatoren ob der innovativen Idee vor Begeisterung. Viele sprechen gar von einer regelrechten Marktlücke. Vielleicht sei es künftig sogar möglich, dass der Steinmetz an der Rückseite des Grabsteins gleich ein optisch unauffälliges Servicefach vorsieht. Die Innovation aus dem Steigerwald. Klaus Vogt
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