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79-Jähriger wendete einfach auf der Autobahn

Weil ein 79-jähriger Rentner auf der Heimfahrt die Orientierung verloren hatte, wendete der Senior einfach auf der Autobahn 7 bei Werneck und wurde so zum Geisterfahrer. Ein Ford-Fahrer schleuderte deswegen mit Tempo 150 in den Grünstreifen.
Symbolbild: Matthias Hoch
 

Mindestens fünf Kilometer in falscher Richtung unterwegs war am Freitag, gegen 22.50 Uhr, ein Geisterfahrer auf der Autobahn 7. Mehrere Verkehrsteilnehmer, die ordnungsgemäß auf der A7 in Richtung Ulm fuhren, teilten der Polizei mit, dass ihnen ein Falschfahrer entgegen kam.

Bei der ersten Mitteilung befand sich der Geisterfahrer zwischen der Rastanlage Riedener Wald-West und dem Dreieck Werneck. Während die Anrufer noch nicht gefährdet wurden, so hätte es kurz darauf beinahe eine Berührung mit dem weißen Golf des Geisterfahrers gegeben.

Zu einer weiteren Gefährdung kam es etwa auf Höhe Vasbühl/Egenhausen. Ein Ford-Fahrer war mit Tempo 150 auf dem linken Fahrstreifen unterwegs, als ihm der VW entgegenkam. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, konnte der 52-jährige Ford-Fahrer gerade noch vor dem überholten Lkw scharf nach rechts lenken, wodurch sein Pkw ins Schleudern geriet, sich zweimal um die eigene Achse drehte und anschließend im rechten Grünstreifen zum stehen kam. Ein Schaden am Ford entstand nicht.

Auffällig langsam unterwegs


Nachdem der Geisterfahrer nach diesem Vorfall die Anschlussstelle Wasserlosen erreicht hatte, blieb er auf dem linken Fahrstreifen stehen, wendete und fuhr ordnungsgemäß wieder in Richtung Ulm zum Dreieck Werneck zurück. Dort fiel der Golf-Fahrer einer Polizeistreife wegen seiner verhaltenen Fahrweise auf. Mit geringer Geschwindigkeit wechselte der 79-jährige VW-Fahrer auf die Autobahn 70, wo er dann angehalten und kontrolliert werden konnte.

Nach eigenen Angaben hatte der Rentner bei seiner Heimreise die Orientierung verloren und auf der Autobhan gewendet. Er sei jedoch langsam gefahren und habe, damit nichts passiert, angehalten wenn ihm Fahrzeuge entgegenkamen. Der Führerschein des Rentners wurde sichergestellt und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Der Unterfranke ist schließlich doch noch sicher nach Hause gekommen - in Begleitung der Polizei.

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