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Region  // Roth

Jubiläum

Kulturfabrik in Roth feiert Jubiläum mit internatinalen Blues-Musikern

In der Kulturfabrik in Roth finden vom 25. März bis zum 2. April die "26. Rother Bluestage" statt.
Peter Hümmer hat die Rother Kulturfabrik vor 25 Jahren eröffnet.  Foto: Nikolas Pelke
 
von NIKOLAS PELKE
Roth liegt nicht am Mississippi. Aber den Blues hat die Kreisstadt im Fränkischen Seenland mit seinen rund 25.000 Einwohnern trotzdem im Blut. In einem alten Fabrikgebäude finden seit 25 Jahren die "Rother Bluestage" statt.

Musikgrößen wie James Brown und Gary Moore haben in dem glasummantelten Backsteinbau schon ihre Klampfen zum Heulen gebracht. Pünktlich zum 25. Geburtstag des eleganten Kulturpalastes haben sich die Macher des Bluesfestivals ein paar lang ersehnte Wünsche erfüllt. Das "normale" Programm im Jubiläumsjahr hat es ebenfalls in sich. Stars wie Georg Ringsgwandl, Konstantin Wecker und Wolfgang Ambros sorgen dafür, dass auch nach dem Bluesfestival die Geburtstagsparty in der Kulturfabrik weiter gehen kann.

Große Verstärker, fette Gitarren und coole Typen: Der Blues ist der Sound für freiheitsliebende Individualisten. Davon soll es in Franken nicht wenige geben. Für hunderte Fans des Genres ist die Kulturfabrik im mittelfränkischen Roth im Frühjahr der Nabel zur Blueswelt. Das städtische Mehrspartenhaus holt Musikgrößen aus aller Welt seit 25 Jahren nach Mittelfranken.

Die glorreiche Geschichte des Festivals ist in dem Backsteinbau an jeder Ecke präsent. James Brown und andere Bluesgiganten stehen als Pappkameraden in der Eingangshalle. Von den Wänden grüßt das sauber gerahmte "Who is who" der Blueswelt. Aus den Boxen dröhnt der Soundtrack für endlose Reisen auf dem Highway dem Sonnenuntergang entgegen.
 


Peter Hümmer eröffnete die Kulturfabrik vor 25 Jahren

Der 54-jährige Peter Hümmer aus Weißenburg, den hier alle viel besser unter seinem Blues-Spitznamen "Fat Subbie" kennen, ist so ein freiheitsliebender, fränkischer Bluesfan. "Ich habe die Kulturfabrik vor 25 Jahren mit meiner Band eröffnet", erinnert sich der leidenschaftliche Gitarrist an das allererste Konzert in der Kulturfabrik mit seiner damaligen Band "Fat Subbies Blues Connection" zurück.

Die Frage nach dem Wesen des Blues beantwortet er mit einem sinnlichen Vergleich. Wie eine schöne Frau müsse man beim Blues die sechs Saiten der Gitarre streicheln. Diese besondere Leidenschaft sei rund um Nürnberg besonders weit verbreitet "In Franken gibt es eine ganz lange Bluestradition, die schon viele große Musiker wie einen Kraus Brandl hervorgebracht hat." Wer sich einmal in den Blues verliebt habe, der komme so schnell nicht mehr davon los, ist sie "Fat Subbie" sicher.

Leider sei der Blues bei der Jugend derzeit nicht mehr so in Mode. Viele Stilrichtungen der aktuellen Popmusik würden freilich ihre Wurzeln im Blues haben. "Mir gefällt am Blues, dass man dazu so gut tanzen kann." Natürlich könne man sich auch einfach nur zurücklehnen und die Musik entspannt genießen. "Blues kann man immer hören", ist sich der 54-jährige Blueser sicher und streichelt die Saiten seiner silberglänzenden Steel-Gitarre, die meistens mit dem berühmten Flaschenhals für den typischen Bluessound gespielt wird. "Der Blues ist nicht nur traurig und melancholisch. Im Blues steckt ganz viel Lebensfreude drin", findet Peter Hümmer. Das liege daran, dass der Blues im Süden der Vereinigten Staaten in den schwarze Armenvierteln entstanden sei, erzählt "Fat Subbie" und gibt danach den Song "I can`t be satisfied" von Muddy Water zum Besten.

Monika Ammerer-Düll und Silke Rieger wippen zu den rhythmischen Klängen mit den Fußspitzen im Takt. Die beiden Frauen sind leidenschaftliche Bluesfans und für das Programm als Festivalleiterinnen verantwortlich.
 


Wunsch geht in Erfüllung

Pünktlich zum runden Geburtstag der Kulturfabrik hat sich das musikalische Führungsduo einen großen Wunsch erfüllt. "Wir wollten die ,Tedeschi Trucks Band` schon lange nach Roth holen. Nun wird heuer endlich ein Traum tatsächlich wahr", freuen sich Ammerer-Düll und Rieger unisono.

Die Band um Star-Gitarrist Derek Trucks und Sängerin Susan Tedeschi sei eine "Formation der Superlative". Mit nicht weniger als zwölf Musikern komme die Band aus Jacksonville ins schöne Roth. "Dieses Konzert wird magisch", freuen sich die Leiterinnen des Bluesfestivals am Mittwoch bei der Vorstellung der Programmschwerpunkte der "26. Rother Bluestage", die heuer vom 25. März bis zum 2. April stattfinden, auf den großen Auftritt der Band. Zum großen Festivalfinale steht Bettye LaVette in Roth auf der Bühne. Die bekannte Bluesdiva habe sogar schon bei der Amtsführung des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama gesungen.

Während der vollgepackten Festivalwoche in Roth zeigt Peter Hümmer alias "Fat Subbie" unter der Überschrift "Wo geht`s denn hier zum Blues?" seine Fotos, die er von einer Reise zum Mississippi nach Franken mitgebracht hat. Selbstverständlich lässt sich "Subbie" dabei nicht lumpen und spielt zur Eröffnung der Fotoschau mit seiner aktuellen Band "Bloozeweek" am 28. März bei freiem Eintritt ab 18 Uhr in der Kulturfabrik. "Dann bring ich aber meine elektrische Gitarre mit, damit der Sound passt", kündigt Peter Hümmer gutgelaunt an.

Weitere Infos:
Die Rother Kulturfabrik feiert 25. Geburtstag
Die Bluestage sind traditionell der Höhepunkt im Jahreskalender der Kulturfabrik in Roth.
Die 26. Ausgabe des Bluesfestivals findet vom 25. März bis zum 2. April statt.

Karten Echte Bluesfreaks leisten sich den Festivalpass, die es in limitierter Auflage für 159 Euro zu kaufen gibt. Tickets für einzelne Konzertabende kosten zwischen 20 und 60 Euro.

Jahresprogramm Zahlreiche Stars haben sich im Jubiläumsjahr zum 25. Geburtstag der Kulturfabrik Roth angesagt. Neben Kabarett-Stars wie Lizzy Aumeier (4. März) oder Hagen Rether (25. Juni) kommen Musikgrößen wie Kostantin Wecker (23. Mai) oder Wolfgang Ambros (18. November) nach Roth. Das gesamte Jahresprogramm gibt es im Internet.
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