Warten auf den Elektrobus

Seit August ist die E-Nessi in der Stadt - Fahren tut sie aber noch immer nicht
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Am 15. August dieses Jahres fotografierte Dr. Jörg Geier zufällig den E-Bus auf einem Tieflader in Fahrtrichtung Bad Neustadt. Noch steht der Bus aber im Depot und ist nicht auf den Nessi-Linien unterwegs.  Foto: Dr. Jörg Geier
Am 15. August dieses Jahres fotografierte Dr. Jörg Geier zufällig den E-Bus auf einem Tieflader in Fahrtrichtung Bad Neustadt. Noch steht der Bus aber im Depot und ist nicht auf den Nessi-Linien unterwegs. Foto: Dr. Jörg Geier
Seit August befindet sich der Elektrobus, der auf den Nessi-Linien eingesetzt werden soll, in der Stadt. Aber der Bus mit dem schicken und umweltfreundlichen Antrieb fährt bis heute nicht. Restarbeiten müssen noch vorgenommen werden, die Batterie gilt es zu ertüchtigen und vieles mehr. Warum diese Arbeiten bis heute nicht erledigt sind, wurde im Werkausschuss diskutiert. Nach mehreren verstrichenen Daten zur Inbetriebnahme soll es jetzt zu Anfang des kommenden Jahres soweit sein.

Einer Modellstadt für Elektromobilität stünde ein rein elektrisch angetriebener Bus für die Stadtbuslinie gut zu Gesicht. Das dachte sich die Stadt und bestellte nach ausführlichem Nachdenken einen Elektrobus beim niederländischen Hersteller Ebusco. Genannter Liefertermin: Dezember 2016. Tatsächlich angelangt ist der Bus am 15. August 2017, am Feiertag Maria Himmelfahrt in der Stadt, zufällig fotografiert von Dr. Jörg Geier, dem Projektmanager der Modellstadt Elektromobilität. Zum Schulbeginn nach den Sommerferien sollte der Bus dann seine Arbeit im Stadtgebiet aufnehmen. Doch der Termin verstrich, wie schon mehrfach in Sachen Lieferung. Tatsächlich fährt die Elektro-Nessi bis heute nicht.
"Wir sind sehr zuversichtlich, dass es zu Beginn des kommenden Jahres klappt", sagte Bürgermeister Bruno Altrichter im Werkausschuss.
Bis dahin gilt es aber noch einen komplexen Maßnahmenkatalog abzuarbeiten, der eigentlich schon im August und September hätte abgearbeitet werden sollen: Restarbeiten im Bereich Interieur sowie Lackarbeiten und Aufbereitung müssen noch vorgenommen werden. Die Systemeinstellungen der Bordelektronik müssen definiert werden, eine Fahrzielanzeige wird noch benötigt, die KFZ-Zulassung liegt noch nicht vor und auch das Nessi-Logo wurde noch nicht aufgeklebt. Obendrein müssen Testfahrten und Schulungen für die Busfahrer unternommen werden. Letztere könnten aber am 1. Dezember starten, gab der Hersteller Ebusco bekannt. Der Liniendienst aber frühestens am 1. Januar.
Es liegt wohl am Hersteller, dass der Bus bis heute nicht im Stadtgebiet unterwegs sein kann. In einem Schreiben hatte sich Ulrich Leber, Geschäftsführer der Stadtwerke, am 3. November dieses Jahres an Ebusco gewandt. Ein klärendes Gespräch soll nun stattfinden. "Das weitere Vorgehen hängt von diesem Klärungstermin ab", sagt Ulrich Leber. "Wir können nur einen Bus übernehmen, der alle wesentlichen ausgeschriebenen Anforderungen erfüllt." Stefan Kritzer
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