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Vorteile durch Digitalisierung

Roadshow Breitband@Mittelstand
Kommunikation leichtgemacht: Dr. Jörg Geier lässt sich von Andreas Silberbach vom Team des Breitbandbüros des Bundes den kleinen 3D-Drucker zeigen, der im Infomobil mitfährt, im Vordergrund der bewegliche Telepräsenzroboter.  Foto: Regina Vossenkaul
 
"Das beste Breitband nützt nichts, wenn es nicht genutzt wird", sagte Staatssekretärin Dorothee Bär bei der Eröffnung des Workshops "Breitband@Mittelstand" am Donnerstagvormittag in Großbardorf auf dem Gelände der Firma IFSYS. Das Bundesministerium für digitale Infrastruktur und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag haben sich zusammengeschlossen, um die Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung für die Betriebe ergeben, bekannter zu machen.

Für eine deutschlandweite "Roadshow" ist ein Wohnmobil umgebaut worden, das viele digitale Möglichkeiten aufzeigt.
Die Bundesregierung habe in dieser Legislaturperiode vier Milliarden Euro ausgegeben für einen guten Start in die digitale Infrastruktur der Zukunft, so Bär. Die finanziellen Mittel werden von der zukünftigen Regierung sicher noch aufgestockt, weil die Entwicklung noch lange nicht zu Ende sei.
Das Verkehrsministerium blicke vor allem auf die aktuellen Herausforderungen in der Mobilität, wo sich gerade durch die Anfänge des autonomen Fahrens ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Im medizinischen Bereich seien schneller Datenaustausch, Überwachung von Patienten und Telemedizin manchmal lebensrettend. Externe Arbeitsplätze können leichter geschaffen werden. Um an Konferenzen teilnehmen zu können, müssen Mitarbeiter nicht stundenlang unterwegs sein, sondern sind dank Cloud Computing dabei, was auch Straßen und Umwelt entlaste. "Dann ist es nicht mehr notwendig in die Großstadt zu ziehen. Gerade für den ländlichen Raum bietet die Digitalisierung riesige Chancen zum Erhalt gleichwertiger Lebensverhältnisse", so Bär unter Hinweis auf die 50 Finanzarbeitsplätze, die nach Bad Königshofen kommen. Ohne den Breitbandausbau wäre das undenkbar gewesen. Das Land biete viele Vorteile, günstigere Lebenshaltungskosten und mehr Lebensqualität. Bär appellierte an die anwesenden Vertreter von Kommunen und mittelständischen Unternehmen, digitale Botschafter in Rhön-Grabfeld zu sein und kündigte ein neues Bundes-Förderprogramm speziell für Unternehmen an.
Über den aktuellen Ausbaustand informierte Dr. Jörg Geier von der Stabsstelle Kreisentwicklung, deren schnelle und gebündelte Förderanträge für die Gemeinden des Landkreises von Bär als herausragend gelobt wurden. Seit August 2014 konnten 61 Ausbauverträge abgeschlossen werden. Es wurden im Landkreis rund 450 km Glasfaser verlegt bei Investitionskosten in Höhe von 19,7 Mio. Euro, dazu gab es Fördermittel in Höhe von 14,8 Mio. Euro, es blieben Eigenanteile der Gemeinden in Höhe von 2,3 Mio. Euro.
Die Hälfte der Ausbaumaßnahmen sei abgeschlossen, weitere werden in den kommenden Monaten fertig sein, so Geier. "Unser gemeinsames Ziel ist es, dass für alle Anschlüsse im Landkreis bis Ende 2018 Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s verfügbar sind." Für große Teile werden auch Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung stehen.
Daniel Knohr vom Breitbandbüro des Bundes erläuterte die Fördermöglichkeiten für Unternehmen und die Informationskampagne, bei der das Infomobil deutschlandweit 300 Stationen anfährt und 50 Veranstaltungen mit regionalen IHKs organisiert. Unter anderem werden durch Telepräsenzroboter, vernetztes Fahren, Home Office, Anwendungen in der Unterhaltungsbranche, in der "Industrie 4.0" und vielen weiteren Bereichen ganz neue Möglichkeiten erschlossen. Ob sich ein Unternehmen in einer Gemeinde niederlässt, hänge hauptsächlich von der Kommunikationsinfrastruktur ab, so Knohr. Er ging auch auf den Sonderaufruf für den Breitbandausbau für Gewerbegebiete und die Bedingungen ein. Hemmnis für die Zukunft, in der 1 GB im Up- und Downstream für Gewerbe normal sein könnten, sei die Tatsache, dass die EU 30 Mbit/ für "schnell" hält und die Förderprogramme für Privatanschlüsse auf diesen Wert begrenzt sind, erklärte Knohr. Das müsse schnellstmöglich geändert werden.
Geschäftsführer Adelbert Demar informierte über die Firmengeschichte der "IFSYS" mit rund 200 Mitarbeitern und zeigte bei einem Rundgang, wo die Digitalisierung bereits Einzug gehalten hat. Vom Wareneingang, die Bestandspflege, über Arbeitsabläufe bis zum Versenden von Konstruktionsplänen, der Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut und der Kommunikation mit den Standorten in Shanghai und den USA laufe vieles wesentlich schneller und leichter als früher. Am Ende der Veranstaltung konnten die Teilnehmer sich im Infomobil weiter informieren.
Regina Vossenkaul
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