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Von Wandern bis Gehirnjogging

Aktionswoche "Gesund älter werden" gestartet
Die Auftaktveranstaltung zur Aktionswoche "Gesund älter werden" war eine Wanderung durch das Schwarze Moor mit Natur- und Landschaftsführer Michael Tulit. Körperliche und geistige Beweglichkeit gehören zu einem gesunden Lebensstil dazu, das erfuhren die Teilnehmer neben vielen interessanten Details zur Rhön und dem Moor.  Foto: Marion Eckert
 
von MARION ECKERT
"Gesund älter werden" - so lautet der Titel der Aktionswoche des Landkreises Rhön-Grabfeld, die am Montag dieser Woche gleich ganz aktiv mit einer Wanderung am Schwarzen Moor begann.

Morgens um halb zehn trafen sich gut 20 Interessierte, die sich gemeinsam mit dem zertifizierten Natur- und Landschaftsführer Michael Tulit auf den Weg durch das Moor machten. Mit dabei auch Daniela Volkmuth von der "Gesundheitsregion Plus - Bäderland Bayerische Rhön", die die Aktionswoche gemeinsam mit weiteren Projektpartnern koordinierte.
Veranstalter der Aktionswoche sind neben der Gesundheitsregion Plus, das Gesundheitsamt, der Pflegestützpunkt Rhön-Grabfeld und die Fachstelle für Senioren und Menschen mit Behinderungen. Elf Veranstaltungen gibt es in dieser Woche im gesamten Landkreis. Wanderungen, E-Bike Fahrsicherheitstraining, eine Tanz- und eine Kochveranstaltung, Gehirnjogging bis hin zu Vorträgen zu diversen Themen reicht das Spektrum der Woche, die sich speziell an Senioren richtet.
Zum Auftakt wurde es gleich richtig aktiv. Michael Tulit, den seit seiner Zeit als Zivildienstleistender beim Naturpark im Jahr 2004 die Führungen durch das Schwarze Moor nicht mehr los gelassen haben, motivierte die Teilnehmer sich auch auf den Weg zu machen, wenn die Füße nicht mehr so können und wollen.
Seit 2008 sei er zertifizierter Natur- und Landschaftsführer und freue sich immer wieder, wenn aktive und interessierte Seniorengruppen die Besonderheiten der Kulturlandschaft Rhön und speziell des Schwarzen Moors nahe bringen könne. "Auch wenn man nicht mehr gut zu Fuß ist, kann man einige interessante Touren unternehmen und muss nicht immer den gleichen Weg ums Dorf machen", meinte Tulit.
Doch nicht nur um körperliche Bewegung ging es bei der Auftaktveranstaltung. In gemütlichem Tempo bewegte sich die Gruppe vom Parkplatz zum steinernen Tor aus Basalt, einem Relikt der Nazi-Zeit, das zum ehemaligen Reichsarbeitsdienst-Lager Hochrhön gehörte. Michael Tulit ging kurz auf die Historie ein und dann ging es schon weiter auf den Bohlensteg im Moor. Immer wieder wurden Pausen eingelegt und Tulit informierte über allerlei Wissenswertes aus der Rhön und dem Moor.
Kurzweilig und humorvoll, informativ und interessant waren seine Erklärungen und schnell kam er mit den Teilnehmern ins Gespräch.
Genau darum ging es bei diesem Angebot der Aktionswoche auch. Natürlich ist es wichtig, sich auch im Alter und beim älter werden in der Natur zu bewegen, nicht einzurosten und auf dem Sofa sitzen zu bleiben. Wie Daniela Volkmuth betonte gehe es auch um geistige Beweglichkeit. Offen sein für Neues, interessiert sein an den Themen der Region und Interesse zeigen für neue Einsichten und Erkenntnisse. Ins Gespräch mit anderen kommen, zuhören, sich eine eigene Meinung bilden, diskutieren, Fragen stellen und neugierig sein, das alles halte fit und agil.
Michael Tulit nahm die Teilnehmer mit auf eine Zeitreise von der Eiszeit bis heute, dabei wurde auch geklärt, was die Rhön und der US-amerikanische Computeranimationsfilm Ice Age verbindet - nämlich, dass das Eis geschmolzen ist. Was die Rhön ausmacht, fasste Tulit kurz und prägnant zusammen: "Holz machen und Heu machen - das ist das was hier oben abläuft." Das Land der offenen Fernen sei die Rhön durch das Abholzen der ursprünglichen Buchenwälder und die kontinuierliche Heuernte über Jahrhunderte hindurch geworden. So entstand der seltene blaue Borstgrasrasen, der die Hochflächen der Langen Rhön präge. Nicht Beweidung, sondern Mahd habe der Rhön auf der bayerischen Seite ihre Besonderheit gegeben.
Schließlich konnte auch noch geklärt werden, was es mit den Hexenbesen an den Moorbirken auf sich hatte. "Da konnten die Rhönhexen nicht richtig einparken", erklärte Tulit voller Überzeugung, räumte dann aber doch ein, dass es sich schlichtweg um eine Virus handelt, der den Baum befallen habe.
Informationen zu den Angeboten in der Aktionswoche gibt es auf den Internetseiten der beteiligten Projektpartner und vielen Kommunen im Landkreis Rhön-Grabfeld. Marion Eckert
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