Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Von Ohio nach Oberweißenbrunn

Greg Fondran suchte seine Vorfahren und fand im " Hense Haus" seine Verwandte Doris Vorndran
Besuch aus Ohio. Doris Vorndran, allen als "Hense-Doris" bekannt, mit Greg Fondran.  Foto: Marion Eckert
 
von PR-REDAKTION
Vor einigen Wochen bekamen alle Bewohner aus Oberweißenbrunn mit dem Nachnamen Vorndran einen Brief von einem Mr. Greg Fondran aus Ohio (USA). Er stellte sich als Nachfahre eines Adam Vorndran vor, der vor rund 150 Jahren im Haus 21, im "Hense-Haus" in Oberweißenbrunn lebte.

Nun suchte er nicht nur das Haus 21 sondern auch Informationen, über seine Vorfahren, um den Stammbaum zu ergänzen. Da im Juli eine Reise nach Europa anstand war natürlich auch der Wunsch da eventuell noch ferne Verwandte zu treffen, denn der Sohn von jenem Adam Vorndran, ein Konrad Vorndran war 1880 nach Cleveland, Ohio, ausgewandert. Sein Geburtshaus war jenes Haus 21, das Hense-Haus. Die Bezeichnung "Haus 21" gibt es heute nicht mehr, aber das "Hense-Haus" ist in Oberweißenbrunn jedem bekannt. Anton Enders aus Frankenheim, der sich intensiv mit der Geschichte von Oberweißenbrunn, den Hausnamen und der Genealogie befasst war für Greg Fondran der richtige Ansprechpartner. Zunächst gab es E-Mail-Kontakt und im Juli dann das Treffen in Oberweißenbrunn. Anton Enders hatte zwischenzeitlich seine Recherchen betrieben und so konnte die Familiengeschichte beziehungsweise der Stammbaum rekonstruiert werden.
Dabei gab es einige überraschende Entdeckungen: Über sechs Generationen bis 1640 konnte die Linie zurück verfolgt werden. Interessant ist, dass Greg Fondrans Urgroßvater (Konrad Vorndran), der nach USA auswanderte, der einzige von sieben Kindern dieser Familie Vorndran war, der verheiratet war. Ein älterer Bruder, der das Haus Nr. 21, "Hense-Haus" bernommen hatte, war ledig, die anderen fünf Geschwister sind sehr jung verstorben.
Ein Höhepunkt war natürlich die Besichtigung des "Hense-Hauses", des Geburtshaus seines Urgroßvaters. Anton Enders hatte auch die Geschichte zu diesem Haus für den Gast aus Amerika eruiert. Der Bruder von Greg Fondran hatte keinen direkten Nachkommen, so wurde das Haus im Jahre 1903 verkauft. Die neuen Besitzer des Hauses eine Familie Kleinhenz, waren allerdings auch über "mehrere Ecken" mit der Familie Vorndran verwandt, über eine Tante des nach Amerika ausgewanderten Konrad Vorndran.
Heute lebt Doris Vorndran und ihr Sohn Roman Vorndran mit seiner Familie in dem Haus. Sie waren über den Besuch aus Amerika informiert.



Eingemauerter Sandstein

"Ältere Bilder, vom Haus und von den Bewohnern waren schon bereitgelegt und wurden angeschaut", berichtete Anton Enders von dem Besuch im "Hense Haus" und der Gastfreundschaft. Das eigentliche Highlight war aber ein eingemauerter Sandstein aus dem Jahre 1849. Beim Neubau des Hauses 1971 wurde dieser Stein gefunden. Er trägt die Aufschrift: A und V, sie stehen für Adam Vorndran. Adam Vorndran wurde am 2. April 1815 im Haus 21 geboren, wurde Besitzer des Hauses im Jahre 1844, heiratete 1845 Barbara geb.Vorndran. Die Jahreszahl 1849 die auf diesem Stein eingemeißelt ist, stehe wahrscheinlich für einen Neu- oder Umbau des Hauses. Adam war wie sein Vater, der auch Adam hieß, Maurer von Beruf.
Dieser Adam Vorndran und seine Ehefrau Barbara waren die Eltern des 1880 ausgewanderten Konrad Vorndran. Dass sich die amerikanischen Vorndrans nun Fondran schreiben, sei im übrigen auf einem Schreibfehler in den USA zurück zu führen, erklärte, Enders. Ein Erinnerungsfoto vor diesem Sandstein war für Greg Fondran und seine Familie natürlich Pflicht. "Das sind fünf Generationen. Die Tochter Jadyn kann somit belegen, diesen Stein hat mein UrUrUrGroßvater gefertigt", freute sich Anton Enders, den Gästen aus Amerika ein Stück ihrer Geschichte gezeigt zu haben. "So ein Erinnerungsfoto kann sicherlich nicht jeder vorweisen." Dass der Stein erhalten blieb, sei auch der Weitsicht der heutigen Eigentümer des "Hense-Hauses", speziell dem mittlerweile verstorbenen Hans Vorndran zu verdanken sowie dessen Liebe zum Sandstein, der Geschichte und Tradition. Auch ein Besuch am Friedhof gehörte dazu. Was machte zu dieser Zeit eigentlich ein Oberweißenbrunner der auswanderte? Konrad Vorndran heiratete in der neuen Heimat eine ebenfalls ausgewanderte Oberweißenbrunnerin, Maria Regina Reinhart.
Bei den sehr vielen Auswanderern aus Oberweißenbrunn, sei dies kein Einzelfall, erklärte Enders. Ein Rundgang durchs Dorf, bei dem alle Häuser der Ahnen besichtigt wurden, ein Besuch in der Kirche und ein Abstecher zum heiligen Berg der Franken, dem Kreuzberg, rundeten den Besuch in Oberweißenbrunn ab.
Newsletter kostenlos abonnieren
Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.