Schleppjagd über Stock und Stein

Mehr als 50 Jagdreiter der Frankenmeute unterwegs im Grabfeld
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Ein farbenfrohes Bild bot sich bei der Schleppjagd der Frankenmeute.  Foto: Hanns Friedrich
Ein farbenfrohes Bild bot sich bei der Schleppjagd der Frankenmeute. Foto: Hanns Friedrich
Immer wieder hörte man am Sonntagmittag Jagdhörner, die die verschiedenen Signale von Anhöhen bei Bad Königshofen, am Berghäuschen, nahe Eyershausen und Ipthausen bliesen. Jagdsignale, die für die Jagdreiter und Hundemeuten aber ihre ganz eigene jagdliche Bedeutung hatten.

Es war, wie schon in den vergangenen Jahren, wieder ein beeindruckendes Bild, das sich da bot, als die Beaglemeuten der Fährte folgte und durch Felder und Fluren tobten. Voran der "Spürhund", dahinter die Meute. Aufgrund der Bauarbeiten im Stadtgebiet und am Marktplatz wurde die Veranstaltung zur Eröffnung und zum Abschluss auf die Wiese an der Trink- und Wandelhalle verlegt. Dort erklang zunächst eine gute halbe Stunde jagdliche Musik, bevor die Jagdreiter, vom Festplatz Brügel über die Zeughausstraße kommend am Kurpark eintrafen.
Hier empfing sie ein begeisterter Bürgermeister Thomas Helbling, der sich sichtlich freute, dass die Frankenmeute wieder nach Bad Königshofen gekommen war. Die Stadt sei stolz, dass die Reiter aus Franken und ganz Deutschland die Stadt ausgewählt haben. Dank galt Uwe Hochbrückner und Dr. med. vet. Armin Kirchdorfer, die die Jagdherrschaft inne hatten.
Uwe Hochbrückner sagte den Jagdreitern ein herzliches Willkommen und wünschte einen guten, unfallfreien Jagdverlauf. Es sei schön, dass wieder so viele bei der Schleppjagd dabei sind. Viele könnten sich schon fast als echte Bad Königshofener fühlen.
Die Gemeinschaft sprach Uwe Hochbrückner an und sagte, dass alles entsprechend vorbereitet wurde. Dank galt den drei Perforce Bläsergruppen, die die Jagd sowohl bei der Eröffnung als auch unterwegs und zum Abschluss mitgestalteten. Wir fühlen uns hier sehr wohl und kommen immer wieder gerne hierher. " Man sei dankbar für die Hilfe der Stadt, aber auch für die Sponsoren, die eine solche Meute-Schleppjagd möglich macht. Dazu gehören neben den Organisatoren die Helfer, die Feuerwehr, die Landwirte, die das Überreiten ihrer Wiesen gestatten und das Bayerische Rote Kreuz, das mit einem zwei Rettungssanitätern im Rettungswagen und einer Notärztin die Absicherung übernommen hatte.
Schon traditionell schallte dann ein dreifaches Horrido auf die Stadt Bad Königshofen und einen guten Jagdverlauf über die Kuranlagen, bevor die Jagdgesellschaft zur Jagd aufbrach. Hier gab es Anforderungen mit festen Hindernissen in hügeligem Gelände auf einer Strecke von rund 20 Kilometern. Die führte diesmal von der Trink- und Wandelhalle zunächst in Richtung Unteressfeld, dann zur Merklach und zum Berghäuschen. Hier wurde eine Mittagsrast eingelegt. Einzeln ging es über eine Brücke über die Fränkische Saale, über die Fluren mit den Silhouetten von Bad Königshofen, Gabolshausen und Unteressfeld im Hintergrund.
Am Nachmittag sah man die Jagdreiter bei Ipthausen, wo die sogenannte Abschlussschleppe (Halali) vor zahlreichen Zuschauern stattfand. Es war dabei wieder ein imposantes Bild, als die Jagdgesellschaft, die Hundemeute voraus, über Wiesen und Gräben an der Wallfahrtskirche vorbei preschte, die Pferde Hindernisse übersprangen und man anschließend gemeinsam zum Currée zur Trink- und Wandelhalle ritt. Dort bekam die Beaglemeute ihren verdienten Pansen.
"Es war eine super Veranstaltung und wir freuen uns schon auf das kommende Jahr", sagten viele Gäste. Die Stadt habe "ein Herz für Jagdreiter". Nicht vergessen dürfe man Uwe Hochbrückner, der für die Organisation verantwortlich zeichnet.
Viele Gäste waren wieder fasziniert, vor allem von den Beaglemeuten und von der Disziplin der Vierbeiner. Draußen in der Flur wurden die Spürnasen der etwa 50 Beagles besonders gefordert, wenn sie in der Meute der gelegten Fährte folgen.
Viele Reiter sind schon solche Schleppjagen mitgeritten und wissen, dass das etwas ganz anderes ist, wenn die Hundemeute losprescht und Pferd und Reiter hinterher galoppieren. Die Reiter selbst lobten die Organisation und die herrliche Gegend, die zum Reiten ideal sei. "Es war eine anspruchsvolle, aber wunderbare Strecke", sagte Uwe Hochbrückner zum Abschluss.
Die Gäste wiederum waren sich einig, dass dies erneut ein besonderes Highlight in Bad Königshofen war, zu dem man immer wieder gerne kommen wird. Hanns Friedrich
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