Kunstwerke treffen den richtigen Nerv

In der Ausstellung "Bilder, Skulpturen, Objekte" in der Markthalle zeigen Kreative eine Fülle an Kunstwerken
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Interessierte Besucher schauten schon bei der Vernissage der Ausstellung "Bilder, Skulpturen, Objekte" ganz genau hin.  Foto: Stefan Kritzer
Interessierte Besucher schauten schon bei der Vernissage der Ausstellung "Bilder, Skulpturen, Objekte" ganz genau hin. Foto: Stefan Kritzer
Peter Klier freut sich, dass es immer noch so viele kreative Menschen im nördlichen Unterfranken wie in Südthüringen gibt. Genügend jedenfalls, um die jährliche Ausstellung "Bilder, Skulpturen, Objekte" in der Markthalle mit einer Fülle an Exponaten auszustatten. Die nunmehr 36. Ausstellung wurde nun feierlich eröffnet und ist in den kommenden zwei Wochen erneut Pflichttermin in allen Kunstterminkalendern der Region.

"Die Ausstellung trifft auch in ihrer 36. Auflage den Nerv der Besucher", sagte Bürgermeister Eberhard Streit zur Begrüßung in der Markthalle. Vierzehn Künstler sorgen auch diesmal wieder für eine breite Palette an anspruchsvollen Werken zwischen Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation. Acht der 14 Künstler sind sogar zum ersten Mal mit dabei, ein Zeichen dafür, dass auch nach mehr als dreieinhalb Jahrzehnten das künstlerische Potential der Ausstellungsreihe noch lange nicht erschöpft ist, beziehungsweise sich immer neu erfindet. Was Peter Klier, seit der ersten Ausstellung Cheforganisator, durchaus erstaunlich findet. Mit mittlerweile 78 Jahren will sich Klier aber langsam von der erfolgreichen Expositionsreihe - eine, wenn nicht die größte ihrer Art in der Region - verabschieden. Darum reiht er Kunst- und Organisationstalente wie Angelika Cudok, Ascha Joanna Izdebski und Barbara Grothe um sich, damit die Nachfolge in der postklierschen Ära einmal gesichert ist.
Eine große Skulptur mit dem Titel "Vier Jahreszeiten" begrüßt die Besucher im Zentrum der Markthalle. Bildhauerin Ines Britz aus Bad Liebenstein hat sie geschaffen und für einen Kulminationspunkt mit 360 Grad-Betrachtung im Zentrum der Ausstellung gesorgt. Ein in Gedanken versunkenes, sitzendes Kind mit einem Teddy ist die zweite auffallende und große Skulptur im Foyer der Markthalle, diese geschaffen von Johanna Barth (Bischofsheim). Wolfgang Bayer (Münnerstadt) ist in der Ausstellung zum wiederholten Male vertreten und bringt Skulpturen in reicher Auswahl mit. Neu hingegen Sebastian Bach (Hendungen), der filigrane Skulpturen aus langen Eichenbalken herausarbeitet. Zum nunmehr zweiten Mal ist Sergej Kasakow aus Fulda mit dabei. Seine Bilder zeigen vorzugsweise Landschaften der Rhön wie einen letzten Schneesturm auf der Wasserkuppe. Horst Müller (Münnerstadt) setzt hier Werke entgegen. Eines seiner Bilder trägt den Titel "Sahara".
Einen ganz neuen künstlerischen Trend bringt Carmen Spitznagel mit in die Ausstellung. Die Künstlerin aus Waldberg zeigt Schwarz-Weiß-Fotografien, die sie so im Print zu bearbeiten weiß, dass diese beinahe dreidimensional wirken. Ein Hingucker! Inge Okans (Willmars) Zeichnungen verbergen oftmals die tieferen Bedeutungen im Detail. Und sie sind durchaus politisch zu interpretieren. Eine Reihe weiterer Werke haben Dietmar Balling aus Mellrichstadt, Christine Blum aus Ostheim, Volker R. Hedwig aus Eisenach, Jürgen Holzhausen aus Weimarschmieden, Susanne Michel aus Münnerstadt sowie Eveline Modreker aus Schmalkalden mit in die Ausstellung gebracht.
Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Hanna Weber am Klavier und Leah Schneider mit dem Saxophon. Die Ausstellung "Bilder, Skulpturen, Objekte" ist noch bis 3. Dezember in der Markthalle zu sehen. Immer montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Infos auch im Internet unter www.kunstausstellungen.info. Stefan Kritzer
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