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Eine Million Euro geschenkt

Helmut Schmitt griff gemeinsam mit seiner Frau tief in die Tasche, um seinem Geburtsort einen ganz besonderen Liebesbeweis in Form einer Stiftung zu machen
Eine Million Euro für Langenleiten - eine Stiftung macht es möglich. Das Bild zeigt von links die Mitglieder des Stiftungsrates Gerhard Strauß, Jürgen Böhnlein und Rosa Strauß-Carl sowie des Stiftungsvorstandes Brigitte Schmidt, Klaus Metz, Edwin Schäfer mit Bauplaner Rudolf Glinka und Bürgermeisterin Sonja Reubelt.  Foto: Marion Eckert
 
von MARION ECKERT
"Es war einmal, vor ungefähr achtzig Jahren, da lebte ein kleiner Junge in Langenleiten." So beginnt Brigitte Schmidt ihre neueste Geschichte. Doch diese Geschichte hat sie nicht etwa für ein neues Buch sondern für das aktuelle Ereignis in Langenleiten geschrieben.

Diese Geschichte ist eine wahre Geschichte, eine "unglaublich wahre Geschichte", sagte Schmidt und verkündete im voll besetzten Sportheim gemeinsam mit Klaus Metz, Edwin Schäfer, Jürgen Böhnlein, Rosa Strauß-Carl und Gerhard Strauß dass dieser "kleine Junge" dem Ort Langenleiten ein Geschenk von einer Million Euro machte.
Die Freude der Langenleitner über diese völlig unerwartete und überaus großzügige Stiftung, zeigte sich zunächst in einer großen Sprachlosigkeit. Eine Million Euro. Unfassbar.
Spontanen Applaus gab es, als Brigitte Schmidt mit ihrer Geschichte fortfuhr: "Als der heutige Stifter vier Jahre alt war, zog er mit seiner Mutter ins Schwäbische. Jahre später gründete er eine eigene Familie und ein erfolgreiches Unternehmen, die Schmitt-Kreiselpumpen, ein Unternehmen, dass heute noch international erfolgreich tätig sei."
Helmut Schmitt, so der Name des ehemals kleinen Jungen aus Langenleiten, hatte trotz seines Erfolgs seine ersten glücklichen Kindheitsjahre nie vergessen und hat nun beschlossen, den Bewohnern diese Rhöndorfs mit einer größeren Summen Geldes unter die Arme zu greifen. Schmitt und seine Frau spendeten der Kirchengemeinde und trugen zur Errichtung des Kinderspielplatzes und dessen Einweihungsfest bei. Damit nicht genug. Als das Ehepaar erfuhr, dass es in Langenleiten an einem Begegnungsort, einem Haus für alle Generationen fehlt, entschlossen sich die beiden, noch einmal sehr tief in die Taschen zu greifen und spendeten in Form einer Stiftung die runde Summe von einer Million Euro für den Erbau eines Hauses für alle.
Die ersten Pläne, wie das Geld nun verwendet werden soll, haben die sechs Verantwortlichen gemeinsam mit Bürgermeisterin Reubelt und Bauplaner Rudolf Glinka bereits angestellt. Die alte Schule und das Wohngebäude sollen abgerissen, ein Neubau mit großem Veranstaltungssaal und Außengelände für Feste erstellt werden.
Klaus Metz stellte die Idee näher vor. Es soll ein Haus werden, das in die Rhön passe, mit viel Holz und großen offenen Glasflächen, die einen freien Blick in die Natur ermöglichen. Der Saal soll, so auch der Wunsch des Stifters, allen Bürgern aus Langenleiten zugänglich sein, natürlich ebenerdig und behindertengerecht ausgestattet.
Auch für die Jugend werde es Räumlichkeiten mit separatem Eingang und sanitären Anlagen geben. Natürlich sei auch eine Küche für das Gebäude vorgesehen, um bei örtlichen Veranstaltungen eine Bewirtung zu ermöglichen.
Von der Stiftungssumme können 700.000 Euro für den Bau verwendet werden, 300.000 Euro seien Kapital, das nicht angetastet werde.
Ziel der Verantwortlichen sei es nun, weitere Sponsoren und Fördermittel für den Bau des Dorfgemeinschaftshauses zu gewinnen. Sonja Reubelt versicherte, dass die Gemeinde Sandberg den Abriss des alten Gebäudes und die Gestaltung der Außenanlage übernehmen werde. Inwieweit die Dorferneuerung hierbei ins Boot geholt werden könne, darüber führe sie mit dem Amt für ländliche Entwicklung derzeit Gespräche.
Doch bevor die Planungen konkreter wurden, hieß es erst mal feiern. Auf Wunsch des Stifters war ein Fass Kreuzbergbier besorgt worden, der Stiftungsvorstand und Stiftungsrat lud zum Sektumtrunk ein. "Tja, das Leben schreibt eben manchmal unglaubliche, wahre Geschichten", endete die Geschichte von Brigitte Schmidt an diesem Abend. Marion Eckert
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