Bunt, kreativ und selbst gemacht

Schüler der Montessorischule in Sandberg präsentierten ihre Abschlussarbeiten
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Die Präsentation der Abschlussarbeiten zeigte wie vielfältig und kreativ die Montessorischüler sind. Mit im Bild die Lehrkräfte Lisa Schmalen und Christian Dünisch.  Foto: Marion Eckert
Die Präsentation der Abschlussarbeiten zeigte wie vielfältig und kreativ die Montessorischüler sind. Mit im Bild die Lehrkräfte Lisa Schmalen und Christian Dünisch. Foto: Marion Eckert
Der Höhepunkt der Schulzeit ist für einen Montessori-Schüler die Präsentation seiner Abschlussarbeit vor einem breiten Publikum und einer Jury. Ein Jahr lang befassten sich die Schüler mit einem selbst gewählten Thema, das sie eigenständig von der Planung über die Erarbeitung bis zum Erstellen von schriftlichen und digitalen Präsentationen koordinieren.

Da die Themenauswahl komplett frei gestellt ist, zeigt sich Jahr für Jahr, welche Kreativität und welcher Ideenreichtum in den Schülern steckt und wie vielfältig die Interessen sind. Das selbstständige Arbeiten und Präsentieren ist ein fester Bestandteil des pädagogischen Konzeptes der Montessori-Schule "Rhön-Saale".
Mit dem Bau einer Bluetooth-Lautsprecherbox befasste sich Simon Tiede (Hohenroth). Eher zufällig sei er auf das Thema gestoßen. Vom Arbeitsumfang war er doch etwas überrascht, doch es sei gelungen, eine Box zu bauen, die optisch ansprechend sei und einen guten Klang habe.
Mit dem Thema Naturkatzenkratzbaum aus Holz befasste sich Tiziana Reß aus Oberstreu. Den Kratzbaum wollte sie für den Familienkater "Tiger" herstellen. Da der Kletterbaum im Wohnzimmer seinen Platz finden sollte, wollte sie ein dekoratives und zweckmäßiges "Möbelstück" herstellen. Natürlich sollte es auch dem Kater gut gefallen, zum Spielen, Klettern und Toben einladen.
Eva-Maria Schraut (Unterelsbach) nahm sich der Patchwork-Technik an und erstellte eine Eulen-Patchwork-Decke. Als Nähanfängerin habe sie sich zunächst auch erst einmal mit der Nähmaschine an und für sich vertraut machen müssen. Recht schwierig sei es auch gewesen, alle Stoffquadrate genau gleich groß zuzuschneiden.
Weil er eine Ausbildung in der Landwirtschaft machen will, beschäftigte sich Benjamin Herterich (Bad Bocklet) mit der Aufzucht eines Kalbes. Eigentlich wollte Benjamin das Kalb einer bestimmten Kuh aufziehen, doch diese bekam dann ausgerechnet Zwillinge. Also hatte er im Grunde zwei Kälber, die er aufzog und über die er berichtete.
Frisuren sind eine Leidenschaft von Emma Beck (Unsleben). Im Schwerpunkt befasste sie sich mit Flechtfrisuren und habe viele verschiedene sowohl an Models wie auch am Frisierkopf ausprobiert. Eine Weltkarte aus Holz hat Leonie Kaiser (Burkardroth-Oehrberg) angefertigt. Auf die Idee zu einer hinterleuchteten Weltkarte kam sie durch das Internet. In ihrer Abschlussarbeit befasste sie sich nicht nur mit dem Bau einer solchen Karte, sondern der Geschichte der Weltkarte.
Maximilian Jäger (Bad Brückenau) baute ein Insektenhaus. Auf die Idee kam er bei einer Wanderung, wo er ein ähnliches sah. Wildbienen und weiteren bedrohten Tierarten ein zu Hause geben, das war ihm ein Anliegen bei seiner Arbeit. Das Insektenhaus werde im heimischen Garten aufgestellt. Sophia Schleppe (Bischofsheim) übernahm die Dokumentation "Abenteuer Alpen". Fotografie und Film zählen zu ihrem Hobby, da lag es nahe, dies mit der Alpenüberquerung der Schüler der Montessori-Schule in Verbindung zu bringen und diese zu dokumentieren.
Anne Kiesel (Wülfershausen) restaurierte ein Rhönrad und erlernte das Rhönradturnen. Während eines Praktikums als Zerspannungsmechanikerin habe sie erfahren, dass ihr das Arbeiten mit Metall Freude bereite, über einen Artikel in der Zeitung sei sie auf das Rhönradturnen in Schönau aufmerksam geworden.
Mit dem Bau eines Schreibtisches beschäftigte sich Sina Erhard (Mittelstreu). Zunächst sei sie sich über die Form und das Aussehen des Schreibtisches nicht im Klaren gewesen, doch schließlich sei ein Einzelstück entstanden, ganz nach ihren individuellen Wünschen, das perfekt in ihr Zimmer passe. Schwimmen, Tauchen und Posen mit einer Monoflosse ist gar nicht so einfach. Anika Weber (Bad Neustadt) hat sich diesem Abenteuer gewidmet. Alleine das Schwimmen mit einer solchen Flosse sei eine sehr große Herausforderung gewesen. Doch den neuen Schwimmstil - Schwimmen wie ein Delfin — habe sie schließlich erlernt.
Merle Seufert (Mellrichstadt) ist in ein Eisgeschäft hinein gewachsen. So lag es für sie auf der Hand, sich in ihrer Abschlussarbeit mit der Herstellung von Cremeeis zu beschäftigen. Sie kreierte ein Kirsch-Banane-Eis und ein "Montessori-Eis", das bunt und kreativ schmecken sollte. Das Rezept bleibt natürlich ein Geheimnis.
Mit der Instandsetzung eines 12-Tonnen-Zweiachsanhängers befasste sich Luca Sillmann (Stetten). Auf dem elterlichen Hof stand der Anhänger ungenutzt und renovierungsbedürftig herum. Der Anhänger werde nun auf dem Hof zum Einsatz kommen, hauptsächlich im Sommer beim Getreide fahren zur Erntezeit. Marion Eckert
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