Oberelsbach

Zum Geburtstag eine gute Tat

Statt Geschenken wünschte sich Hermann-Josef Lenhardt zu seinem 75. Geburtstag Spenden für das "Shambaprojekt" der Erlöserschwestern in Tansania
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900 Euro spendete Hermann-Josef Lenhardt für das Spendenprojekt der Erlöserschwestern in Kitere in Tansania. Weitere 3.600 Euro kommen aus der Pfarreiengemeinschaft Immanuel-Hohe Rhön dazu. Das Bild zeigt von links: Christa Schneidmadel, Ilse und Hermann-Josef Lenhardt, Irma Wethmüller, Eva-Maria Riedenberger.  Foto: Christa Schneidmadel
900 Euro spendete Hermann-Josef Lenhardt für das Spendenprojekt der Erlöserschwestern in Kitere in Tansania. Weitere 3.600 Euro kommen aus der Pfarreiengemeinschaft Immanuel-Hohe Rhön dazu. Das Bild zeigt von links: Christa Schneidmadel, Ilse und Hermann-Josef Lenhardt, Irma Wethmüller, Eva-Maria Riedenberger. Foto: Christa Schneidmadel
"Spende anstatt Geburtstagsgeschenke" — unter diesem Motto feierte Hermann-Josef Lenhardt aus Oberelsbach kürzlich seinen 75. Geburtstag. Zu diesem besonderen Ereignis wünschte sich der Mittsiebziger allerdings keine persönlichen Geschenke, sondern bat um Spenden: "Alles, was ich brauche habe ich schon, das Geld, das man mir schenken würde, würde ich sowieso spenden, also wünsche ich mir, dass statt persönlicher Geschenke, das ,Shambaprojekt' der Erlöserschwestern in Tansania unterstützt wird."

Schließlich konnte er sich über einen stolzen Betrag freuen, seine Familie, Freunde und Bekannte schenkten 900 Euro. Diese Geldspende überreichte Hermann-Josef Lenhardt an den Eine-Welt-Kreis der Pfarreiengemeinschaft Immanuel-Hohe Rhön, der dieses Geld zusammen mit 3600 Euro an die Erlöserschwestern überweisen wird. Die 3600 Euro kamen durch verschiedene Einzelspenden und die Erlöse der Tombola und der Minibrotaktion zustande. Auch die Münzgläseraktion, die in allen Ortsteilen stattfindet, und bei der das Kleingeld gespendet wird, war erneut erfolgreich.
Inzwischen gibt es drei Häuser im Dorf Kitere, die mit Hilfe der Spenden gebaut werden konnten: ein Schwesternhaus, ein Lehrerhaus und ein Kindergarten. "Die Regionalleiterin in Tansania, Schwester Tadea, bedankte sich herzlich für die große Unterstützung für Kitere. Das Schwesternhaus, der Kindergarten und das Lehrerhaus konnten mit Möbeln ausgestattet werden. Außerdem konnten Bücher für die Kinder zum Lernen angeschafft werden. Die Kinder bemühen sich, mit den neuen Büchern auch die englische Sprache zu erlernen. Wasserrohre zum Auffangen des Regenwassers wurden verlegt. Nun kann in dem angeschafften Erd-Wassertank wertvolles Regenwasser gesammelt werden, das von den Kindern des Kindergartens, den Schwestern und den Dorfbewohnern genutzt wird", berichtete Arbeitskreismitglied Christa Schneidmadel aus dem Projekt.
Zufall, oder nicht? Das Lehrerhaus hat als Schutzpatron den Hl. Hermann-Josef, sein Namenszug prangt auf der Giebelseite. Als Hermann-Josef Lenhardt das bei der Spendenübergabe erfuhr, war er sehr überrascht und freute sich natürlich riesig.
Aus dem Mutterhaus in Würzburg konnte Christa Schneidmadel neue Informationen aus Tansania mitteilen. Im vergangenen Jahr sei eine gute Reisernte erwirtschaftet worden, 120 Säcke Reis wurden geerntet. Da der Boden sehr fruchtbar sei, soll der landwirtschaftliche Anbau ausgebaut werden. Der Ertrag diene der Selbstversorgung und werde an die zahlreichen Armen und Bedürftigen, die zu den Schwestern kommen, verteilt.
Der Ausbau der Wasserversorgung in Kitere sei noch nicht abgeschlossen. Sobald die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, werde das Projekt fortgeführt.
Imkerei ist ein weiteres Projekt, welches die Schwestern sobald wie möglich angehen möchten. Der Konvent in Luagala habe bereits fünf Bienenhäuser, für Kitere sollen zehn weitere angeschafft und aufgebaut werden. Der Preis pro Haus liegt schätzungsweise bei 100.000 Tsh (das entspreche 42 Euro) für den gesamten Bau. Diese Anschaffung sei nur durch Spenden möglich, wie durch solche Aktionen wie die der Pfarreiengemeinschaft Immanuel-Hohe Rhön.
Auch die Aufforstung durch das Pflanzen von Bäumen für Bauholz und von Obstbäumen sei eine Aufgabe, die ebenfalls noch der Unterstützung bedürfe. "Die Menschen in Kitere sind sehr froh, da sich durch die Ansiedlung der Schwestern vieles zum Guten gewendet hat". me
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