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Wissbegierige junge Gäste

Japanische Unterschriften im Gästebuch der Stadt
Ein gemeinsames Bild mit Bürgermeister Thomas Helbling (Mitte) und Stadträtin Ruth Scheublein (links) vor dem historischen Rathaussaal in Bad Königshofen gehörte zum Besuchsprogramm.  Foto: Hanns Friedrich
 
von HANNS FRIEDRICH
Das Gästebuch der Stadt Bad Königshofen hat schon viele Eintragungen. Ganz besondere Unterschriften findet man allerdings seit vergangener Woche dort: Sie sind in der japanischen Schrift. Bürgermeister Thomas Helbling hatte Jugendliche aus dem Land der aufgehenden Sonne, die über den Bayerischen Bauernverband nach Bad Königshofen gekommen waren, gebeten, sich in das Gästebuch der Stadt einzutragen.

"Das ist nur für ganz besondere Gäste", sagte das Stadtoberhaupt den Jugendlichen. Die probierten denn auch gleich den neuen von der Stadt als Souvenir überreichten Kugelschreiber aus und trugen sich in das Buch ein. Zuvor hatten sie von Bürgermeister Thomas Helbling vieles über die Stadt erfahren, die Einwohnerzahl, die Kur, die schulischen Einrichtungen und auch die Geschichte.
"Ich habe gerne zugesagt, als ich von Michael Diestel gebeten wurde, die Gruppe zu empfangen", stellte der Bürgermeister gleich zu Anfang fest. Wie sich Bad Königshofen von der einstigen Festungsstadt bis heute entwickelt hat, erfuhren die wissbegierigen jungen Gäste. "Dankeschön!", hieß es immer wieder, wenn sie die Antwort des Bürgermeister bekommen hatten. Der hatte für seine japanischen Gäste dann noch eine Überraschung parat. Die goldene Amtskette überreichte er dem Sprecher der Gruppe, der ihm zuvor ein Gastgeschenk gegeben hatte.
"Einmal die Kette anlegen, ein Foto machen, aber nicht behalten", lachte das Stadtoberhaupt. Die Bürgermeisterkette ging daraufhin durch viele Hände und immer wieder klickten Fotoapparate oder die Handys wurden gezückt. Ein Bild mit dem Bürgermeister von Bad Königshofen, ein Bild mit Freunden, das alles wurde im historischen Rathaussaal ermöglicht. Dann gab es natürlich das offizielle Gruppenbild.
Zuvor waren die Gäste aus dem japanischen Fukushima im Museum für Grenzgänger. Hier erfuhren sie von Kreiskulturreferent Hanns Friedrich mehr über die Teilung Deutschlands. Wie das war, als man abgeschnitten war, wollten die jungen Gäste wissen und erfuhren, dass die Bevölkerung trotzdem nicht aufgegeben hat und sich in Bad Königshofen der Kurbetrieb entwickelte und auch Industrie sich ansiedelte. Nach der Grenzöffnung liege Bad Königshofen und das Grabfeld nun eigentlich mitten in Deutschland. Rätselraten um den Begriff "Grabfeld" und auch um die Erklärung dass es mit Buchen zu tun habe. Schnell war geklärt: Die Buche ist ein Baum und viele dieser Bäume wuchsen im Grabfeld.
Quer durch die historische Altstadt ging es anschließend und immer wieder wurde auch Stadträtin Ruth Scheublein mit Fragen bombardiert - vor allem wie es mit der Landwirtschaft im Grabfeld bestellt ist. Dabei erfuhr sie, dass Butter in Japan sehr teuer sei, leider könne man sie nicht mitnehmen", lachten die japanischen Gäste.
Im Kulturarsenal waren sie ebenso wie am Stadttor und dann dort, wo auch schon der Schwedenkönig Gustav Adolf residierte, im Hotel Schlundhaus.
Schließlich hatten alle noch besonderen Spaß beim Nachsprechen des überlieferten Namens aus der Ersturkunde: "Cuningishaoba in pago graffelti."
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