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Region  // Rhön-Grabfeld

Unterricht

Wie der "Öffi" einen Rechen baut

Ein Rechenmacher des Rhönklubs Walddörfer war zu Besuch in der Grundschule Sandberg.
In den Klassen 1/2a und 1/2b der Grundschule Sandberg war Rechenmacher Pius Bühner aus Sandberg zu Gast und zeigte wie man einen Rhöner Rechen herstellt. Foto: Anna-Maria Renner
 
Wie stellt man einen Rechen her und wie benutzt man ihn? Das erfuhren jetzt die Schüler der beiden jahrgangsgemischten Klassen der Grundschule Sandberg bei einem Besuch von "Öffi" an ihrer Schule. Der "Rhön-Öffi", mit richtigem Namen Pius Bühner, ist Rechenmacher und er konnte den Kindern nicht nur viel über die einzigartigen Rhönrechen erzählen, er brachte ihnen auch bei, wie so ein Rechen hergestellt wird.
Rechen, so der "Rhön-Öffi", wurden früher im Winter in vielen Familien im Nebenerwerb produziert. Der "Rhönreche" unterscheidet sich von anderen durch die "Sprüchel", die am "Haid", dem Rechenhaupt und am Stiel befestigt werden.
Diese Sprüchel dienen vor allem der Stabilisierung des Arbeitsgerätes. Später erkennt man einen weiteren Vorteil: Kleinere Grashalme werden besser festgehalten und so kann sauberer gerecht werden.
Der "Rhön-Öffi" schlägt die einzelnen Teile des Rechens aus gut spaltbarem Eschenholz. Rechenkopf- und Rechenstiel werden mit dem Schnittmesser oder Hobel bearbeitet. Mit einem besonderen Eisen rundet der vielseitige Handwerker die Zinken. Schmirgelpapier war sehr teuer, deshalb habe man Glasscherben verwendet, um die einzelnen Teile zu glätten, informierte er die Kinder.
Rechenbau zählt zur alten Handwerkskunst, das wurde den Kindern spätestens jetzt klar. Alle Teile sind so genau herzustellen, dass sie bei der "Rechenhochzeit", dem Zusammenbau, präzise ineinander passen. Löcher müssen exakt gebohrt sein, denn auf Leim wird gänzlich verzichtet. Mit dem Klüpfel schlägt Pius Bühner die Zinken in den Rechenkopf, ebenso den Stiel.
Als besonderes Kennzeichen des "Rhönreche" fertigt er die "Sprüchel" an und baut sie ein. Aus elastischem Eschen- oder Weißdornholz werden sie zuerst mit Glasscherben abgeschabt, in heißem Wasser gekocht und über Nacht als Bogen eingespannt. So erhalten sie am nächsten Tag ihre endgültige Form. Geschickt zieht er sie durch zwei gebohrte Löcher am Stiel und befestigt sie links und rechts am Rechenkopf mit Nägeln.
"Wie lange dauert es, um einen Rechen herzustellen?", fragen die Kinder den Fachmann. "Einen ganzen Tag braucht es, wenn alle Teile von Hand gefertigt werden", gibt der zur Antwort.
Die Kinder und ihre Lehrerinnen, Angela Kastl-Ebner und Anna-Maria Renner, erfahren außerdem, was hinter seinem so ungewöhnlichen Namen steckt. Pius Bühner stellt nämlich neben Rechen auch Flaschenöffner her, die einzigartig sind.
Kinder und Lehrerinnen bedankten sich für den interessanten Unterricht. Alle haben viel Neues gelernt. Außerdem wird demnächst ein echter "Rhönreche" ihr Schulhaus zieren. kpe
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